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Review: BATMAN BEGINS

Von Flynn Hardy vor 4 Jahren geschrieben07 / 20125 Kommentare
BATMAN BEGINS Filmkritik

BATMAN BEGINS Filmkritik
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»A Bat-Credit Card… A BAT-CREDIT CARD?!!?!!?« Nicht nur Doug Walker aka The Nostalgia Critic konnte es wohl nicht fassen, als Batman George Clooney anno 1998 seine Bat-Credit Card rausholte und den finalen Sargnagel in Batman & Robin und das gesamte Fledermaus-Franchise mit einem solchen Knall hämmerte, dass selbst dem Joker das Grinsen vergangen wäre. Seine Video-Review zu Joel Schumachers Ultraschlechtwerk (nach meinem Empfinden der mieseste Film aller Zeiten) und der dazugehörige Bat-Credit Card-Ausraster zählen wohl zu Walkers populärsten Arbeiten und Momenten, ein echter Fame-Begründer für den guy with the glasses. Für den dunkeln Ritter aber genau das Gegenteil. Nach Tim Burtons BOOM-lostretenden Batman und dem noch besseren Sequel Batman Returns, dessen Morbidität und Düsternis Elternproteste hervorrief (by the way: Batman ist KEIN Held für Kinder, liebe Mütter!), schlug Joel Schumacher mit Batman Forever eine ganz andere Richtung ein: das zuvor gothische Gotham verkam zu einer bunten Neonoptik mit seltsam unpraktikablen Bauten quer über das Stadtbild verteilt, die Schurken wurden zu wild hüpfenden Hampelheinis und Batman zum freundlichen Helden für’s Ü9-Publikum. War Batman Forever aber wenigstens noch halbwegs erträglich und noch nicht vollständig von Burtons Vision bereinigt, so wurd’s mit Batman & Robin endgültig peinlich, den kann man sich höchstens noch als Parodie auf die TV-Show aus den 1960ern schön reden. Das mittlerweile so inflationär angewandte und für viele Filmfans zum Unwort geratene Reboot hatte also nie eine Filmreihe oder eine Figur nötiger. BÄNG BOOM POW, Auftritt Christopher Nolan, der dem Superheldenfilm mit Batman Begins den Realismus lehrte.

Story

Als kleiner Junge muss Bruce Wayne mit ansehen, wie seine Eltern von einem Straßendieb erschossen werden. Eine Tat, die den Erben eines Millionenimperiums auch Jahre später nicht zur Ruhe kommen lässt. Wayne verlässt Gotham City und begibt sich auf eine Reise um die Welt, um die Natur des Verbrechens zu erforschen und Antworten zu finden, wie er es bekämpfen kann. Letztlich völlig verirrt sucht ihn in einem Gefängnis in Ostasien der geheimnisvolle Henri Ducard auf, Diener des großen Ra’s al Ghul, der Wayne einen Weg zu zeigen bereit ist, sich seinen Ängsten zu stellen und Trauer und Zorn zu kanalisieren, um etwas Übermächtiges zu schaffen, das die Furcht in den Köpfen der Kriminellen sät. Wayne wird Ducards bester Schüler, verweigert aber die Durchführung der letzten Prüfung, die ihn zu einem Anführer der League of Shadows machen würde, indem er es ablehnt, einen Gefangenen zu töten. Bei einem Gefecht wird Ra’s al Ghul getötet und Ducard schwer verletzt. Wayne flieht und kehrt schließlich nach Gotham zurück, wo mehr denn je Korruption und unter Führung des mächtigen Mafiabosses Carmine Falcone das Verbrechen herrscht. Mit Hilfe diversen High Tech-Equipments und fortschrittliichsten Militär- und Rüstungsgeräts, das es nicht über die Prototypphase hinaus geschafft hat, erschafft sich Wayne ein symbolträchtiges Alter Ego: als Batman nimmt er den Kampf um Gotham und gegen die Pläne Falcones und des irren Psychiaters Dr. Jonathan Crane auf, dessen Experimente mit einem panikfördernden Halluzinogen die gesamte Stadt bedrohen. Doch in den Schatten lauert noch ein weit gefährlicherer Gegner…

Der Film

Weder Burton und schon gar nicht Schumacher haben sich ernsthaft um die Frage gekümmert, warum dieser milliardenschwere Playboy sich ein Fledermauskostüm überstreift und auf den Straßen und Dächern Gothams das Verbrechen bekämpft. Klar, die ermordeten Eltern. Aber warum kehrt Bruce Wayne der Stadt nicht einfach den Rücken, lässt das Trauma hinter sich und fängt andernorts mit seinem Geld von vorne an, warum nutzt er es nicht, um Spezialisten zu engagieren, die für ihn die Drecksarbeit erledigen, warum verdammt nochmal MUSS dieser Mann selbst sich ein Kostüm überstreifen, sein Leben riskieren und den Kampf gegen die Ungerechtigkeit aufnehmen? Nolans Batman Begins kümmert sich um genau diese vernachlässigte Frage und die Antwort ist nicht nur Kern dieses einen Films, sondern Nolans gesamter Batman-Saga. Es ist nicht einmal der Durst nach Rache, von dem der dunkle Ritter getrieben wird – vielmehr ist es Schuld. Schuld am Tod der Eltern und mehr, noch weiter reichender: indirekt die Mitschuld am Verfall Gothams, an der Zerrüttung dessen, für was sein Vater stand, der seinen Reichtum zum Wohle der Stadt, der Schwachen und Bedürftigen einsetzte und dessen verfrühtes Ableben keine Welle der Gleichtat nach sich zog, sondern der Gewalt, der Korruption, der Armut die Herrschaft über Gotham überließ. Und das alles, weil ein kleiner Junge während einer Theateraufführung seine Angst nicht zu beherrschen vermochte. Deshalb MUSS dieser Mann den Kampf aufnehmen. Seine Schuld gilt einer ganzen Stadt.



Dem Aufeinandertreffen mit Ducard entspringen Gespräche, die zu Lehr- und Leitsätzen für Nolans Trilogie werden, abgesehen von dem überdeutlichen »Why do we fall?«-Mantra. »I seek the means to fight injustice, to turn fear against those who prey on the fearful«, gibt Wayne sein Ziel aus. »I know the rage that drives you. That impossible anger strangling the grief, until the memory of your loved one is just… poison in your veins. And one day, you catch yourself wishing the person you loved had never existed so you’d be spared your pain«, kann der Lehrer seinen Schüler nur zu gut verstehen und rät ihm zu »Theatricality and deception« als »powerful agents«, die aus Wayne mehr als einen Menschen, mehr als einen einfachen Selbstjustizler machen: »A vigilante is just a man lost in the scramble for his own gratification. He can be destroyed, or locked up. But if you make yourself more than just a man, if you devote yourself to an ideal, and if they can’t stop you, then you become something else entirely.« Doch Ducard glaubt auch zu wissen: »Your compassion is a weakness your enemies will not share.« »That’s why it’s so important«, entgegnet Wayne. »It separates us from them.« Und formuliert damit seine eigene, seine wichtigste Maßgabe für den Feldzug gegen Ungerechtigkeit und Gewalt. Batman wird später das Destilat des Ideals und der Regeln sein, denen Wayne sich verschreibt, und er wird das Kompensat seiner Angst, seiner Schuld und seines Zorns sein – und all das wird ein grünhaariger Psychopath irgendwann testen, herausfordern, zu brechen und zu zerstören versuchen.

Aber bis es so weit ist gibt es noch zwei Drittel Batman Begins zu bewältigen und der ist mehr, als bloß das Glossar zu The Dark Knight (und The Dark Knight Rises), auch wenn beide Filme einen wünschenswerten Zustand zwischen Auftakt und Fortführung erreichen, nämlich gegenseitige Aufwertung. Was einem nun mehr zusagt, Burtons gothic-, gar Schumachers grelles oder Nolans gritty-Gotham, lässt sich in Pro- und Contra-Argumenten nicht gegeneinander ausspielen; klar ist, dass die Variante des nüchtern-analytischen Briten im Vergleich am wenigstens nach einer Comicstadt aus einer parallelen oder alternativen Realität aussieht, sein Gotham würde auf den ersten Blick zwischen anderen Ostküstenmetropolen wie New York oder Boston nicht weiter auffallen, verliert durch fehlende Extravaganz aber nicht an Charakter und Unverwechselbarkeit. Das Einschienenhochbahnsystem, der Untergrund, die verwahrlosten schwadenumhangenen Narrows, stadtbildliche Eigenschaften des tatsächlichen Drehortes Chicago, der Wayne Tower und Wayne Manor, die Kombination aus Modellen und computergenerierten Aufnahmen in den Totalen – all das erzeugt das homogene Bild eines modernen, brodelnden Molochs. Und eines perfekten Schauplatzes für diesen Batman, in dessen scharfen Kontrasten zwischen arm und reich, zwischen glänzender Skyscraperfassade und stinkend zusammengepferchter Massenschmelze sich die immer wieder erwähnte Wirtschaftskrise spiegelt, die dem Film als ein zeitgemäßer Grund für die stetig steigende Verbrechenspopulation dient.



Keine in völlig eigene Form gegossene Stadt, keine kunterbunten Schurken: die beherrschten stets das Geschehen, in Burtons wie in Schumachers Filmen, um deren Besetzung gab’s stets das größte Gewese und die blieben von Jack Nicholsons Joker bis Arnold Schwarzeneggers Mr. Freeze im Gedächtnis, wohingegen der jeweilige Batman/Wayne-Darsteller verblasste. Batman Begins hat mit Dr. Jonathan Crane alias Scarecrow und dem terroristischen Weltenverbesserer Ra’s al Ghul und seiner League of Shadows die weniger auffälligen, die weniger namhaften und vor allem die weniger showstealenden Gegner zu bieten. Sie machen dem werdenden Helden nicht die verdiente Bühne streitig, sind aber gefährlich und eingängig genug, um ihn überhaupt auf diese zu heben. Der Plot zur Vernichtung Gothams ist wie diese ganze „die Welt ins Gleichgewicht rücken“-Nummer der League ein bißchen überkandidelt, und doch genau der richtige Gegenpart zu Waynes Willen, Gotham zu retten und es nicht aufzugeben. Ra’s al Ghuls Plan indes ist einer, der einem als Zuschauer schneller klar wird, als der Film das gerne hätte, erinnert zudem ein bißchen an die Aktion des Jokers am Ende von Burtons Batman, als Plottriebwerk und ernst zu nehmende Prüfung für den Fledermausmann genügt es aber.

Christopher Nolan nimmt sich und lässt seinem Film und seiner Hauptfigur die Zeit, bis sie vom verängstigt-traumatisierten Jungen über den blindwütigen und rachdurstigen Teenager bis zu dem Moment der unumkehrbaren Entschlossenheit und Willensstärke gewachsen ist, um den Titel zum Programm zu machen. Sobald Batman beginnt legt der Film an Tempo, Action und Dramatik nach, allerdings ohne zu vernachlässigen, was er bis dahin sorgsam aufgebaut hat. Waynes Phase des Lernens unter Ra’s al Ghul und das Zusammenstellen seiner Ausrüstung waren bereits unterhaltsam und mit den nötigen charaktervertiefenden Einschüben an treffender Stelle versehen, die Auftritte des dunklen Ritters sind es nicht minder. Aus den Schatten fällt er über seine Gegner her, nutzt das Element der Angst und der Verwirrung, die Theatralik und übermenschlich scheinende Bedrohung seines Auftritts – und spät am nächsten Tag erwacht ein Bruce Wayne mit zerschundenem und blutergussübersätem Körper. Eben doch nur ein Mensch, keiner der durch Spinnenbisse, Mutation oder Laborversuche an Superkräfte gelangt ist, sondern ein willensgetriebener Mann, stets kurz davor, sich komplett hinter dem zu verlieren, was er in den Köpfen seiner Gegner geschaffen hat. Nolan hält eine überragend ausgewogene Balance in diesen Handlungsschritten, vom Mann, der das Verbrechen erst erfährt, dann ergründet, es zu bekämpfen beschließt und manchmal zu bewahren vergisst, was er hinter der Maske ist.



Die verkopfte Psychoanalyse eines Typen, der sich hinter einer Fledermaussymbolik versteckt, um seine Schuld zu sühnen, würde Batman Begins alleine aber nicht sehr weit bringen, wenn’s nicht auch ein guter Actionfilm wäre. Schnell, unerbittlich und überfallartig wie der Kampfstil des Caped Crusaders sind die Kampfszenen, konsequent durch nahe Kamera und zittrigen Schnitt umgesetzt, den Höhepunkt bietet neben dem Showdown aber die Sequenz in der Arkham Anstalt und die anschließende Verfolgungsjagd zwischen Batman im panzerartigen Urgewaltsfahrzeug, dem Tumbler, und den nahezu hilflosen Cops. Hier stört einzig eine der wenigen Schwächen des Films, nämlich die Platzierung einiger „verdatterter Cop kann nicht glauben, was er da sieht“-Gags. Was die Action in Batman Begins nicht ist (auch wenn sie mit dem Tumbler teils von Dach zu Dach springend stattfindet): over the top. Nolan setzt auch hier auf Realismus, auf aufregende, handlungstreibende und dramaturgisch nicht komplett willkürliche Szenen, der Film verschenkt sich nicht an Pyro-Spektakel oder CGI-Dauerbetäubung. Und nichts davon lohnt sich zu vermissen, das Gebotene ist handwerklich gelungen (wenn auch noch nicht ganz auf dem Level von The Dark Knight) und in den exakten Abständen und Maßen gehalten, dass die Sequenzen sich aufbauen, ablaufen und wirken können. Hans Zimmers und James Newton Howards Score verzichtet passenderweise auf Heldenpathos und gibt Batman kein heroisches Theme, wie es Danny Elfmans grandiose Komposition anno 1989 tat, Batman Begins unterlegt das Geschehen immer wieder mit einem zweinotigen, ansteigenden Dröhnen – großartig minimalistisch und doch so passend.

Von der größten bis zur kleinsten Rolle passt außerdem die Besetzung. Genau wie Regisseur Nolan wurde auch Hauptdarsteller Christian Bale erstmals ein Blockbuster überantwortet und der positiv-besessene Waliser erwies sich ähnlich wie vor ihm Hugh Jackman in X-Men und Tobey Maguire in Spider-Man als zunächst ungewöhnliche, aber dann nicht mehr besser vorstellbare Wahl für die Rolle des getriebenen Bruce Wayne. Katie Holmes macht als Freundin aus Kindheitstagen und engagierte Staatsanwältin ein paar mal zu oft an unpassender Stelle eine schiefe Schnute, rutscht jedoch nie ins „a hero’s girlfriend“-Klischee, bleibt integer und tatkräftig. Der übrige Cast ist schlicht ein Coup, der sich immer weiter offenbart, da immer noch ein toller Schauspieler mehr dazu stößt: Michael Caine ist als Butler Alfred die Güte in Person, Liam Neeson als Lehrmeister Henri Ducard undurchsichtig, dann Gary Oldman, der einen phantastischen (hier noch Sergeant) Jim Gordon gibt, Cillian Murphy, der glitschig-erschreckende Crane/Scarecrow, der eine irre Faszination für Batman entwickelt, Morgan Freeman als Techniktüftler Lucius Fox, great Tom Wilkinson als Mafiosi Carmine Falcone, dazu noch Rutger Hauer und Ken Watanabe… Mehr Qualität geht kaum und Nolan gelingt es, annähernd jedem aus dieser langen Liste einen auch im Kleinstfall optimalen Auftritt zu bescheren.



Batman Begins hat eigentlich nur eine richtig gewichtige Schwäche, die sich vielleicht kleinkariert liest, aber besonders gegen Ende unangenehm überstrapazierte Züge annimmt: das Wiederholen diverser catchphrases. Das »Why do we fall?«-Mantra, »You never learned to mind your surroundings«, »Didn’t you get the memo?« und einige weitere mehr, so dass die letzten Minuten des Films fast nur noch aus Dialogen bestehen, in denen die von einer jeweils gegenteilig positionierten Person zuvor geäußerten Sätze zurück gefeuert werden. Das ist die eine Sache, bei der Nolans ansonsten so ausgewogener Film komplett aus dem Takt schlägt. Ansonsten ist Batman Begins nah dran, ganz nah dran an der perfekten Comicverfilmung, eine düstere, figurengetriebene Ergründung von Angst und Schuld genauso wie ein strammer und unterhaltsamer Action-Blockbuster mit einer Besetzung, bei der manch Oscar-prämiertes Ensemblestück nicht mithalten kann, so nah am Optimum und doch so viel Raum für Steigerung und Entfaltung dessen lassend, für was Batman Begins den Hintergrund liefert. Mit einer Schlusspointe, die heute, wo man weiß, was daraus werden sollte, noch ebenso Gänsehaut garantiert, wie 2005. Drei Jahre, bevor der Comicfilm seinen Citizen Kane, seinen Godfather, sein Opus Magnum bekommen sollte, das ohne die Leistung von Batman Begins diese Vergleiche nicht wert wäre…

Wertung & Fazit

Action: 4/5
Spannung: 3,5/5
Anspruch: 3/5
Humor: 1/5
Darsteller: 5/5
Regie: 4,5/5
Fazit: 9,5/10
Der dunkle Ritter erhebt sich schon lange vor The Dark Knight Rises: kein bombastischer, aber ein fast brillianter Auftakt einer neuen Bat-Saga, Vorabzeremonie ihrer Krönung durch die Fortsetzungen wie für sich stehend überragende Comicverfilmung zugleich.

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Kommentare

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  • Flo Lieb 63 Kommentar(e)

    Ach herrje, grad noch 0,5 Punkte Platz gelassen, um The Dark Knight die 10/10 draufbappen zu können? Vermutlich platzt du vor Anspannung zum 3. Teil schon aus allen Nähten. Der kann ja dann aber die 10/10 des 2. gar nicht mehr übertreffen. Als Batman-Fanboy hat man es wohl nicht leicht 🙂

    Von mir gabs damals mehrere Punkte weniger. Ganz okay, das Ding, aber im Prinzip völig uninteressant, teilweise sogar fremdschämig medioker, unterm Strich aber dennoch erträglicher als das Sequel.

    • ChristiansFoyer 1462 Kommentar(e)

      Hach, wie herrlich vorhersehbar, dass wir bei Filmen dieser Art nie grün miteinander sind ;D
      Ist aber gar kein Problem, ich gebe sogar zu, dass “Begins” bei mir vielleicht um ein, zwei Punkte zu gut abschneidet, aber den Bonus gibt’s für den persönlichen Wert des Films, der in einer gewissen suboptimalen Lebensphase anno 2005 irgendwie gerade richtig kam. Und sowas mag ich in der Bewertung einfach nicht außen vor lassen, subjektives Wahrnehmung und so, weißt schon.

      Genauso gebe ich zu, dass ich “TDK” beim ersten Sehen deutlich schwächer fand. Der ist mit der Zeit aber bei mir zum 10er gewachsen. Und “TDKR”, tja… Wer weiß, vielleicht mach ich die Punkteskala für den nach oben auf 😉

    • Flo Lieb 63 Kommentar(e)

      Tja, wir zwei sind prädestiniert für einen Podcast der Marke “Two Sides of the Medaillon” oder “Let’s Agree 2 Disagree” 😀

      Immerhin bleibt uns unsere gemeinsame Enttäuschung bzgl. THE DIVIDE 😉

  • Dos Corazones 33 Kommentar(e)

    Das größte Problem, dass ich Nolans Neuinterpretation der Batman-Comics vorwerfen möchte ist, dass danach Comicverfilmungen düster und realistisch sein sollen. Tatsächlich funktioniert das hier ganz gut (wobei ich den Film in den nächsten Tagen mal wieder nachholen werde), weil Batman eben nicht so over-the-top, quietschbunt ist, wie etwa ein Spider-Man.
    Deshalb ist Nolans Batman nicht das Maß aller Dinge für Comicverfilmungen generell, sondern eben nur für Batman (obwohl das Burtons Adaptionen nicht schmälern soll!)

    • ChristiansFoyer 1462 Kommentar(e)

      Na ja, das Comicverfilmungen so sein SOLLEN erklärt der Film ja nun nicht zum Gesetz und das viele auf diesen Zug drauf gesprungen sind (oder es zumindest versucht haben), dafür kann ja Nolan nix, der sich halt auch an entsprechenden Vorlagen orientiert hat, “Year One” zB.
      Dieser Ansatz lässt sich tatsächlich auf nur wenige Comichelden SO anwenden und generelle Vergleiche zu ziehen ist ja eh irgendwie witzlos, und trotzdem ist “Batman Begins” für mich eine der besten Comicverfilmungen und “The Dark Knight” DIE beste 😉
      Burtons Filme finde ich aber ebenfals nach wie vor klasse!

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