Cellurizon hat zu! Meine neue Website mit Filmkritiken, Kurzgeschichten und mehr Geschreibsel findet ihr seit Februar 2017 HIER
Skip to content

Review: MAN OF STEEL

Von Riggs J. McRockatansky vor 4 Jahren geschrieben06 / 201323 Kommentare

Superman. Der erste Superheld der Comicgeschichte. Der Archetyp, der Urheld, der Ursprungsheld. Der Held, der nicht irgendwas spezifisches kann – sondern ALLES. Fliegen, Hitze- und Röntgenblick, nahezu unverwundbar, stärker als stark und zur Verschleierung seiner Identität genügen ihm eine Brille und die aus der Stirn gewischte Schmalzlocke. Awesome! Und deshalb für nicht wenige der wohl langweiligste, weil unbesiegbarste und kantenloseste Held, eben das Urgute in blauen Strumpfhosen und rotem Cape. Die Schöpfung von Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster ist das Ideal eines Helden, purer Heroismus, der mittlerweile über achtzig Jahre Comickultur, zahlreiche Ableger in anderen Medien und mehrere Spielfilme hinter sich hat, die von wegweisend (Richard Donners Superman von 1978) über lächerlichst (Superman IV – The Quest for Peace) bis zum nostalgischen Missverständnis (Bryan Singers sort of re(boot-se)quel Superman Returns) einiges boten – nur nicht DEN wahren Superman-Film, sei es ob technischer oder narrativer Limitierungen. DER Superheld verdient doch wohl auch DEN Superheldenfilm, oder nicht?!

Story

Nach der Ausbeutung seines Kerns liegt der Planet Krypton im Sterben. Doch bevor ihre Heimat auseinanderbricht erlebt der Wissenschaftler Jor-El ein Wunder, als seine Frau Lara das erste auf natürlichem Weg gezeugte Kind gebiert. In den Wirren des kollabierenden Planeten stellt sich indessen General Zod mit seinem Gefolge gegen die regierenden Kryptonier und gegen Jor-El, dem es jedoch gelingt, seinen Sohn Kal-El zum weit entfernten Planeten Erde zu schicken – und mit ihm das Wissen um den möglichen Fortbestand ihrer Rasse. Auf der Erde wächst Kal als Sohn der Familie Kent auf und unter der noch jungen Sohne des Planeten und seiner atmosphärischen Bedingungen offenbaren sich dem Jungen schließlich außergewöhnliche Kräfte, die er jedoch auf Rat seines Adoptivvaters Jonathan Kent zurückhält. Der Farmer ist sich sicher: die Welt ist nicht bereit für die Andersartigkeit des Jungen, der sich in seinen Erwachsenenjahren auf die Suche nach seiner Herkunft und seiner Bestimmung begibt. Ein Abbild des Bewusstseins seines leiblichen Vaters klärt ihn schließlich auf und Kal entscheidet sich für den verantwortungsvollen Weg, sich der Erde als Freund und Beschützer zu erkennen zu geben. Doch als Zod auf die Erde gelangt und die Auslieferung des verlorenen Kryptoniers fordert steht plötzlich das Überleben der gesamten Menschheit auf dem Spiel…

Der Film


Nach dem unglücklichen Superman Returns und natürlich im Zuge von Christopher Nolans The Dark Knight-Trilogie mit ihrem triumphalen Mittelteil sollte es nun soweit sein, Man of Steel, das Ultimum, nicht nur tricktechnisch jeder Herausforderung an einen Superman-Film gewachsen, sondern überhaupt, bedeutungsschwer, eine tiefgründige Erforschung was es heißt, beinahe allmächtig inmitten fehlerbehafteter Menschen zu sein. Die frühen Teaser und Trailer sahen noch aus, als hätte Filmphilosoph Terrence Malick die Regie übernommen, das Actiongewitter späterer Vorschauen offenbarte schließlich Zack Snyders Handschrift und über allem thronte der fanboyheilige Nolan – und was wegflashende Bombastepik mit großen Emotionen und Themen versprach entpuppt sich als nach allen Regeln und Gesetzen der Unkunst verbocktes Flickstück, ein erzählerischer Alptraum aus Misstiming und einer Paneldramaturgie, die auf Comicseiten funktionieren mag, nicht aber in einem Film. Zwei Philosophien treffen sich im ständigen Widerhall, wenn die offensichtlichen Einflüsse Nolans und des Drehbuchschreibers David S. Goyer mit der Overkillsucht Snyders kollidieren, keine Diskussion, keine Emotion wird zu Ende geführt oder von einem bezugnehmbaren Startpunkt aus ins Rollen gebracht.

Schon der lange und erzählerisch dennoch nicht gerade nährwertige Prolog auf Krypton stottert sich ungelenk durch zwei-Satz-Expositionen und Actionpanoramen: nachdem die Originstory noch ursprünglicher nicht sein könnte, indem ihre allererste Szene die Geburt Kal-Els zeigt, gibt’s eine Crashtestfahrt ohne Anschnallgurt durch kryptonische Politik und Intriganterie, Russell Crowe jettet auf einem Flugechsenviech über einen entrümpelten und abgegrünten Pandora-Verschnitt, zwischen viel Laserkanonen- und Raumschiffgerummse trauert eine unglaublich hölzerne Ayelet Zurer um die ihr entgehenden Mutterfreuden und for whatever reason ist ein abgenagter Knochenschädel total wichtig und die Zivilisation nicht zu retten, aber eigentlich doch und der sich klar gegen die Predestination der in unterirdischen Seen (?) gezüchteten Kryptonier aussprechende Kal-El predstiniert seinen eigenen Sohn, indem er ihn als gottgleiches Wesen unter die Menschen des Planeten Erde schickt. Opferbereitschaft, the greater good, Selektion, freier Wille vs. geplanter Vorherbestimmung, viel los auf Krypton und leider am wenigsten deswegen rumpelnd, weil da grad allen der Planet unter’m Hintern wegbricht, sondern weil der Film zwischen seinem verzweifelten Schrei nach »wichtig!« und seinen dickplotzprotzigen Bildern überhaupt keinen narrativen Mittelweg findet.


Aber schlimmer noch, denn dem Krypton-Prolog könnte man das noch durchgehen lassen, wird’s nach Ankunft auf der Erde. Man of Steel folgt nicht dem zugestandenermaßen recht ausgetretenen Pfad der Superwerdung: keine Kents, die überrascht Babysupes aus seinem Raumschiff bergen, sondern zunächst ein bereits erwachsener Clark Kent, der sich auf einem Fischerboot in eine Form von hemdsärmliger Alltäglichkeit zu integrieren versucht und noch vor seiner ersten Dialogzeile eine Gruppe hilfloser Arbeiter von einer zerberstenden Ölbohrplattform rettet. Mehrere, jeden Charakterfluss kappende Flashbacks holen dann die Struggles von klein Clark nach, Nolan und Goyer schwadronieren über Bürden und »you have to decide what kind of man you’re going to be« und über die Reaktion der Welt auf ein Überwesen und die Nichtbereitschaft der Menschen, ein solches zu akzeptieren – all das rappelt der Film in seiner völlig fehlgedachten Struktur runter, ohne dass etwas davon die nötige Tiefe bekäme. Pa Kents »hide your powers«-Mantra wird durch Wiederholung nicht bedeutender und selbst als Clark auf Bitten seines Mentalmentors einen schrecklichen Verlust nicht verhindert hat diese Szene keinen Impact: sie ist schlecht platziert, statt Intimität von einem wortwörtlichen Effektsturm vollkommen überlagert und in ihren Handlungswegen einfach pottendoof, inklusive eines schmerzhaften Haustierklischees…

Vielleicht schneidet irgendwann einmal ein findiger YouTuber den Mittelteil von Man of Steel chronologisch aneinander, diese kleingestückelte und wie bereits erwähnt mehr Comicpanels denn einer Filmdramaturgie ähnelnde Plotentwicklung jedenfalls schadet jeder einzelnen der meist aus dem Nichts in und durch die Handlung geschubsten Figuren. Da greift dann auch nicht mehr der ewige »ähhh, is’n Blockbuster, ey!«-Verteidigungsreflex, Man of Steel bringt einfach nicht einen einzigen Charakter gekonnt ins Spiel, ohne jede Einführung ploppt da an vollkommen egalen Orten oder ihrer natürlichen Zugehörigkeit zugeordnet (die Daily Bugle-Crew) einer nach dem anderen ins Bild, um nur in die Handlung gebunden zu werden, nicht aber wirklich daran teilzunehmen, kaum jemand wird erklärt, schon gar nicht ausdefiniert. Auch Tote kehren wieder, entweder als immer noch enorm handlungsfähiges Bewusstseinshologramm oder weil noch ’n Flashback übrig war, der Film stockt sich um weitere große Themen wie Genozid, 9/11- und Christensymboliken auf, und wenn schließlich sogar DIE Schlüsselszene mal überhaupt nichts von dem vermittelt, was ihr an Bedeutung innewohnt, dann hat Man of Steel endgültig verloren: es ist die Szene, in der Kal-El, in der Clark Kent sein Schicksal annimmt und zum ersten Mal in sein blaues Kostüm mit dem rotwehenden Umhang steigt. Stolz und erhaben müsste das sein, der Entschluss, die Verantwortung anzunehemn, die Bürde zu schultern, die Menschhheit zu schützen, ein Zeichen der Hoffnung zu werden, auf die Gefahr, dass die Welt dafür nicht bereit ist. Aber weil die Reise bis dahin keine war, weil sie bruchstückhaft und inkohärent verlief, bleibt da nur ein Typ im blauen Ganzkörperlatexanzug. Welcher nochmal aus welchem Grund in einem vor Jahrtausenden (!) auf der Erde gelandeten Erkundungsschiff rumhing??


Im letzten Drittel lässt Man of Steel schließlich die Leinen für ein ermüdendes Finale los, klaut Designelemente bei Mass Effect und Prometheus, die Action und Fightchoreo bei der Matrix-Trilogie und x-beliebiegen Alieninvasionsszenarien, ständig krachen Supermenschen ineinander und schleudern sich durch die Gegend und der Showdown hat seinen Ehrenplatz in der Explosionspornosammlung von Michael Bay sicher. Das dauernde zoom-in, zoom-out-Spielchen nervt alsbald nur noch, genau wie der ernüchternde Originalitätsmangel, denn: ob ein außerirdischer Lichtstrahl nun für Ärger sorgt, wenn er von der Erde in den Himmel hinaufschießt (nach Transformers 3 schon bei The Avengers nichts neues mehr…), oder wenn er aus dem Himmel in die Erde hineinschießt (siehe Star Trek)… well, auch hier könnte man mit Pornos und Perspektiven anfangen, letztlich bleibts eine all zu bekannte Form der Penetrierbedrohung. 2013 ist bislang eh nicht das Jahr der Blockbusterschurken, der Mandarin und Guy Pearce mit seiner Armee mutierter Glühlämpchen in Iron Man 3, der mmmmhhnnnjaaa-Auftritt von Benedict Cumberbatch in Star Trek Into Darkness, Luke Evans in Fast & Furious 6, da fehlte es überall irgendworan. Michael Shannon nun schien nach subtilem Wahn in Take Shelter und manischer Übersteigerung in Premium Rush wie geschaffen für den fiesen General Zod, ist aber bloß ein scream’n’shout-Schurke, der es schafft, dass man auf ihn trotz schlimmer, schlimmer Dinge nie wirklich böse genug ist. Dann schon eher Antje Traue die Faust entgegen schütteln, die als evil bitch Faora Ul viel mehr zur treibenden moralresistenten Kraft dieses Weltvernichtungsaufmarsches der not-so-super-baddies von Krypton und zur großen Fiesform aufläuft.

Zods Anliegen indes werden über den schieren Lärm des finalen Akts ins kaum verständliche erklärt, er braucht dies dafür und das dazu, am Ende egal, wenn noch mehr Wolkenkratzer über Figuren zusammenbrechen, von denen eine von Morpheus Laurence Fishburne und eine andere von Michael Kelly gespielt wird. Und mehr gibt es über die tatsächlich nicht zu sagen. Noch mehr Supermenschen, die sich durch die Gegend schmeißen und ein komplett charakterloses Metropolis demolieren, we are Godzilla, you are Japan. Das der Held des Films dabei kaum mehr Rücksicht auf den Schutz der unbeteiligten zivilen Bevölkerung nimmt als die Schurken und das er selbst für einen Großteil der Zerstörung sorgt, indem er Zod und Konsorten immer wieder in und durch öffentliche Einrichtungen schleudert – fuck it, he’s Superman, oder was?! Und wär’s nicht auch schlauer und humaner, wenn sich Strumpfhosendepriboy zuerst um das Städte- und Menschenleben zu tausenden vernichtende Raumschiff, denn um die Terraformingmaschine am entgegengesetzten und bevölkerungsfreien Ende der Welt kümmern würde?! Just an idea, für’s Sequel vielleicht: rette mal Menschen, Posterboy. Und zwar nicht nur deine Mama und die Reporteuse, die dir dein Ego krault. Und auch deine im Internet vieldiskutierte Tat am Ende und dein »what have I done?!«-Schrei hat kein Gewicht, wenn du vorher auch keine Rücksicht auf gar nichts genommen hast. Think about it, better luck next time…


Alles in Man of Steel schreit und strebt nach Größe und alles landet so heftig auf der Fresse, wie Superman bei seinem ersten Flugversuch. Goyer und Nolan rupfen an Supes’ Background und dem seiner Nähsten teils radikal herum, um alles mit viel mehr Bedeutung aufzuladen und den Überhelden einen verlust- und entbehrungsreicheren Weg beschreiten zu lassen, ehe ihm das Cape um die Schultern weht. Doch der narrative Zickzackkurs zerbröselt wie Krypton selbst und ist im Kern ebenso ausgehöhlt. Man of Steel dringt in keine seiner Fragen wirklich mit Nachdruck und erzählerischer Stringenz ein, sie nur konstant zu stellen und auf artsy-artsy-superfartsy zu tun genügt halt nicht. Don’t just bring stuff up, give shit a meaning, dammit! Nolan konnte schon zuletzt bei The Dark Knight Rises die Grenze zwischen wichtig sein und wichtig tun nicht mehr klar voneinander trennen und in Zack Snyder findet sich der ungeeignetste Regisseur, um das künstlerisch auf Kurs zu bringen, wie verlockend das Kombinat in den Teasern und Trailern auch anfangs gewirkt haben mag. Man of Steel ist nicht DER Superheldenfilm und nichtmal DER Superman-Film geworden, das ist Kraft- und Masseverschleiß ohne Ertrag, ein Muskelkater für den Sehnerv und ungewolltes Ausdauertraining für’s Gehör, wenn in diesem komplett verrittenen Holpergalopp lediglich eine Handvoll Dialoge vorkommt, in denen der Film nicht vor sich hin lamentiert oder lahme Drohungen vorwürgt oder glaubt, die tiefste Lebensweisheit von sich zu geben. Man of Steel ist eine Enttäuschung. Eine Enttäuschung, in ihrem Ausmaß so gigantisch, dass sie einzig auf diesem Wege die erwartete Größe erreicht. Ist ja auch was. Nur eben nicht super, man…

Wertung & Fazit

Action: 3/5
Protzig, aber unendlich ermüdend und ohne einen einzigen wirklich gelungenen Einfall.
Spannung: 1/5
Egal, wie sehr die Macher den Helden zu Erden und wie sehr sie ihn in der Realität zu verorten versuchen: Superman bleibt Superman, kein Kratzer zerbricht dieses Erscheinungsbild und keine Herausforderung scheint unstemmbar.
Anspruch: 1/5
Herrje… Was der Film auch an tiefgreifenden Erkenntnissen über’s Supersein aufzubauen versucht, seine katastrophale narrative Struktur macht alles zunichte.
Humor: 0,5/5
Selten wird ein bißchen mit Supes’ Kräften herumgejoke’t, überwiegend nimmt sich das Spektakel so ernst wie nur was – und dann reicht am Ende trotzdem ‘ne Brille, um die Geheimidentität zu verschleiern…
Darsteller: 2,5/5
The Cold Light of Day-Lusche Henry Cavill gibt einen halbwegs überzeugenden Superman, das die Figur kaum Format bekommt liegt nicht hauptursächlich an ihm. Ansonsten: viele tolle Darsteller, denen der Film alles entzieht, was ihre Charaktere spannend oder interessant oder mögenswert machen könnte.
Regie: 1,5/5
Wie schon gesagt: der Film ist eine narrative Katastrophe. Das Trio Christopher Nolan, Zack Snyder und David S. Goyer empfiehlt sich kein bißchen für eine weitere Schirmherrschaft über kommende DC-Projekte.
Fazit: 3/10
Dramaturgisch brutalst gegen die Wand gesetztes Superheldenspektakel, dem seine krampfhafte Suche nach Erdung nichts bringt, was Superman als Figur und dem Film irgendein Profil verleihen würde. Random Weltuntergangsbilder, eine Selbstfindung im strukturell verhauenen Zickzackkurs, aufgestülpter Symbolismus ohne ausgeprägtere Botschaft – ein super Reinfall.

Mehr zum Film

IMDb Link moviepilot Link

Liken/Teilen

Kommentare

Ja... weißt du... das ist vielleicht... deine Meinung, Mann...
...also schreib doch einfach einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Franky Strohmayer 17 Kommentar(e)

    Habe bis heute gebraucht um ihn mir anzusehen. Und da nur Leihweise.  Hatte bis gerade eben fast schon ein schlechtes Gewissen und zweifelte an meinem Filmwissen bzw Leidenschaft weil ich ihn….wie soll Ich sagen, einfach…. er geht mir am Arsch vorbei.  So SEHR das ich ihn nicht mal als schlecht bewerten würde. Kommt in die Kategorie  kann man schauen muss aber nicht.

    Von Samsung Mobile gesendet

  • elemiNaTioN 1 Kommentar(e)

    Der einzige, der sich viel zu wichtig nimmt, ist der Autor dieser lachhaften Kritik. Bei allem gebührenden Respekt, aber was wurde denn von diesem Film erwartet? Es tut mir wirklich sehr Leid, aber ich habe selten eine schlechtere Kritik gelesen.

  • Dos Corazones 33 Kommentar(e)

    Jeder Tag und jedes Wort, welches mir zu Ohren oder Augen kommt, macht mich glücklicher, so überhaupt kein Interesse an “Man of Steel” zu haben. Dabei scheint der Film ja nun auch endlich mal mehr Leuten auffallen zu lassen, dass Nolan (und Goyer) keine unfehlbaren Genies sind, sondern sich gerne narrative und dramaturgische Fehltritte erlauben, die einfach angesichts des Anspruchs ihrer Projekte als peinlich zu bezeichnen sein muss.

    Wenn der Tag kommen mag, da der Film in irgendeiner befreundeten Sammlung oder eben im Fernsehen zu finden ist UND mich Superhelden nicht mehr das nächstbeste stille Kämmerchen zum Abreagieren über die Ideenlosigkeit Hollywoods aufsuchen lassen, werde ich dem Film vielleicht mal ein Auge und Ohr schenken.

  • Robinho 1 Kommentar(e)

    Deine Rezension ist toal ungaubwürdig, weil du aLLES schlecht redest. Der ganze Film ist deiner Meinung nach schlecht von A-Z. Das ist wirklich lächerlich Amigo. Vielleicht solltest du dich an andere Genres halten, denn Sci-Fi Superhelden Verfilmungen sind echt nicht dein Ding. Versuch es doch mal mit Liebeskomödien oder Ähnlichem. Ein totaler Griff ins Klo diese Rezension 🙂

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Yo Bro, warum sollte ich denn hier zum zigsten Mal erzählen, dass die Effekte ganz geil sind, das der schiere Bombast schon so ein paar Überwältigungsmomente bereit hält, man dem Film sein Budget ansieht etc… Das sieht jeder selbst und für einen solchen Megablockbuster sollten zumindest das auch die zwingenden Selbstverständlichkeiten sein. Nur wenn den Film das halt so gar nicht weiterbringt muss man es ihm auch nicht künstlich anrechnen, dafür gibt’s dann eben noch drei Punkte und gut, alles andere wäre lächerlich und unglaubwürdig. Und wo wir dabei sind: von einem einzigen Film auf mein Geschmacksurteil hinsichtlich ganzer Genreströme zu schließen hat ebenso was von argumentativer Lächerlichkeit und Unglaubwürdigkeit 😉
      Ach, und noch was: ich hab da oben durchaus positive Worte über, nämlich für Antje Traue, die einen sehr ordentlichen Job gemacht hat.

  • Walyassin 1 Kommentar(e)

    War gerade in diesem Film und bin total entäuscht. Der Film ist einfach unendlich schlecht, und deine Kritik trifft die Sache auf den Punkt. Die einzigen Punkte wo ich anderer Meinung bin ist, Anspruch und Spannung, da hätte ich keinen Punkt für vergeben.

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Den Anspruchspunkt gibt es für ein paar wenigstens vorhandene Ansätze. Gnade vor Recht 😉

  • Arckus 1 Kommentar(e)

    Mal ganz davon abgesehen dass “man of steel” (wie so ziemlich alle großen Blockbusterproduktionen der letzten Zeit) große Scheiße war, bin ich trotzdem traurig.
    Endlich vermutete ich einen adäquaten Ersatz für das ins Lächerliche verkommene “Filmstarts” gefunden zu haben und dann lese ich 9/10 bei den “Avengers” ?????
    “Die Avengers” WAREN “man of steel” in bunt und mit beschissen überflüssigen Witzen!!!!
    Absolut anspruchsfrei, mit bescheuerter Alieninvasion, oder…? (Scheiße, schon wieder vergessen!)
    Leider auch keine Alternative

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Die “Avengers” haben mich in dem was sie waren und wollten einfach bombig gut unterhalten. Zugegeben, einer Zweit- und Drittsichtung haben die 9/10 nicht standgehalten, würde mittlerweile eher Richtung 7/10 tendieren. Ansonsten: schade, dass du das von einer einzigen Kritik und auseinandergehenden Meinung anhängig machst, ob die Seite hier was für dich ist oder nicht 😉

  • Stefan 1 Kommentar(e)

    Tolle Besprechung, die mich mehr unterhalten hat, als dieser grauenhaft schreckliche Film, dabei wollte ich ihn mögen. Deine Schreibweise ist erfrischend, also lass dir keinen Scheiss erzählen.
    Selten so prägnant auf den Punkt gebrachte Kritikpunkte zu einem Film gelesen.
    Für mich ist es wirklich nicht nachvollziehbar, wie man an Man of Steel Freude haben kann.
    Auf der anderen Seite gibt es auch genug Leute, die Bücher von Thilo Sarrazin lesen oder Modern Talking für gute Musik halten, dann wundert man sich über gar nichts mehr.

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Danke, freut mich zu lesen 😉

  • robertlitz 1 Kommentar(e)

    Bin heute das erste Mal auf diese Seite aufmerksam geworden und habe mir die Kritik zu “Man of Steel” durchgelesen. Grauenhafte Schreibweise – absolut kindisch und “möchtegern”… sämtliche englischen(??) Einwürfe total unpassend und lächerlich. In Zukunft halte ich mich wieder an moviemaze.de oder imdb.com .

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Tja, das tut mir Leid, aber man kann’s schließlich schwerlich jedem Recht machen.

  • Dominik Höcht 23 Kommentar(e)

    Ich kann dir zumeist nur selten zustimmen 😉 , aber diesmal hast du wirklich recht, wenngleich meine allgemeine Wertung etwas besser ausfiel. Aber der Film ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei und die ganzen positiven Stimmen machen mich misstrauisch.

  • Flo Lieb 63 Kommentar(e)

    Fand den besser als The Dark Knight Rises – scheiße ist er natürlich dennoch.

    Nebenbei: Die immer vermehrter auftretende Einsträuungen des Englischen in den Kritiken finde ich irgendwie… unpassend (bzw. bisweilen krampfhaft). Aber vielleicht bin ich auch nur schon zu alt und das ist “hipper” für die junge Leserschaft bzw. so reden junge Leute heutzutage. Vermutlich stört sich aber außer mir ohnehin niemand dran.

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Haste nicht ganz unrecht, ist mir hier wirklich ein bißchen oft passiert, hat, zumindest aus meiner auf mich bezogenen Sicht, allerdings nichts mit Hippigkeit zu tun: ich drifte oft mal ins Englische, wenn ich irgendwelche Umschreibungen auf deutsch als totgeritten empfinde oder wenn ich vom Sprachklang her einfach das Gefühl habe, dass die Aussage mehr “on point” ist, als sie’s auf deutsch wäre. Klingt das irgendwie nachvollziehbar? 😉

    • Flo Lieb 63 Kommentar(e)

      Nicht wirklich, wenn ihr ehrlich sein soll/darf. So Einschübe wie Clark seine Struggles unterbrechen zumindest den Lesefluss (weil plötzlich ein englisches Wort in einem deutschen Satz steht – der dann wieder auf Deutsch weitergeht). Ist ein “Struggle” ein ungekämmter “Muggle” aus der Harry Potter-Welt? If you catch my drift 😉

      Ich weiß, Deutsch wird immer unbeliebter, aber wenn dann “just an idea” statt “nur so als Idee” steht – für mich bei aller Anglophilie leicht befremdlich. Wenn du selbst auf Englisch denkst, gut, letztlich ist die Ausrichtung des Blogs aber ja inzwischen mehr die als Filmseite in kommerzieller Hinsicht gedacht und deine Leserschaft bisher (noch) Deutsch – als “Geschäftsmann” sollte man da eben auch an die Kundschaft denken. Wäre jetzt aber auch nur eine Empfehlung, da sich außer mir keiner dran zu beißen scheint (womöglich finden es die anderen alle töfte).

      Insofern wohl (doch): it it ain’t broke, don’t fix it.

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Na ja, wie gesagt: es ist dieses Mal wohl ein bißchen viel geworden, aber (ohne das besser als oben erklären zu können): it just feels right to me 😉 Ist halt ‘ne Stilistik, ich kasper auch ganz gern mal mit Sprachen und Ausdrücken rum, einfach weil Wortschöpfungen und solche Fremdspracheneinschübe mir manchmal halt Bock machen. Und ich denke, so durchkommerzialisiert ist die Seite dann auch noch nicht, dass ich hier nicht nach wie vor ein bißchen frei Schnauze drauflos pallieren kann.

      Deine “Beschwerde” ist aber dennoch zur Kenntnis und ernst genommen und wer weiß: vielleicht stört sich sonst niemand dran, weil außer dir den ellenlangen Sermon da oben keiner komplett liest 😀

    • bullion 39 Kommentar(e)

      Da muss ich dir zustimmen. Ich finde auch, dass man – zumindest wenn es passende deutsche Begriffe gibt – lieber dabei bleiben sollte. Wie das nun in Hinsicht auf die Zielgruppe aussieht, kann ich auch nicht sagen. Mich bringt sowas auch immer eher raus. Anders ist es bei Begriffen, für die es keine deutsche Alternative gibt. Ich überlege mir hier auch oft, was ich denn nehmen könnte und dann wird es eben doch der “Backdoor-Pilot”, weil das immer noch verständlicher ist als der “Hintertür-Serienstart” oder eine umständliche Umschreibung. Aber bei umgangssprachlichen Redewendungen bzw. Floskeln gibt es eigentlich immer eine deutsche Alternative – auch wenn diese sich altbackener anhört fällt das wohl nicht so stark ins Gewicht, wie ein aufgesetzt wirkender englischer Ausdruck. Aber mich nervt sowas ja schon im Gespräch, wenn dann die “coolen Anglizismen” ausgepackt werden…

  • bullion 39 Kommentar(e)

    Oha, das lässt nichts Gutes für Kommendes im D.C.-Universum erahnen. Nun heißt es gespannt sein, wie erfolgreich der Film denn beim großen Publikum wird…

    • Christian Hoja 1462 Kommentar(e)

      Sieht ja leider sehr gut aus, seit einer Woche draußen und weltweit schonmal die reinen Produktionskosten wieder reingeholt. Wird sicher seine 600 bis 900 Millionen machen…

    • Susanne Irle 1 Kommentar(e)

      Nachdem ich deine Kritik gelesen habe, muss ich sagen…sie trifft es auf den Punkt!
      Ich habe einen richtig guten Film erwartet, nach den beeindruckenden Trailern und mich total auf den Kinobesuch gefreut. Ich war im 3D-Film und habe mir die meiste Zeit die Ohren zu gehalten. Ich habe mich umgeblickt. Keiner hat sich die Ohren zugehalten!!! Wie abgestumpft muss man sein, bzw. unsere Gesellschaft und so einen Ohren betäubenden Lärm und zudem dieses ständig “Fade in/Fade out” zu ertragen. Ich fand es einfach zu viel für die menschliche Wahrnehmung. Ich denke nur die ganze Zeit, was tun wir unseren Kinder an. Denn ich arbeite mit Kindern. Es ist kein Wunder, dass sie sich immer weniger konzentrieren können und nur noch unterhalten werden wollen.
      Trotz der Lautstärke und Bildgewalt war ich direkt nach dem Kinobesuch einfach geflasht von dem Film. Ich wusste nicht einmal, ob mir der Film gefallen hat oder nicht. Ich habe mehrere Tage (!!!) gebraucht, um wieder in der Realität anzukommen. Dann habe ich ihn mir nochmal in 2D ohne den ganzen Lärm angeschaut und konnte mich diesmal auf die Handlung konzentrieren. Zwar fand ich einiges vor allem die Reihenfolge der Szenen und die Rückblenden ziemlich nervig und unnötig, aber es hat mir schon besser gefallen. Für mich steht der Film zwischen geniales Kunstwerk und total bekloppter Hau-Drauf-Actionfilm. Ich finde man erkennt eindeutig die Federführung in den einzelnen Teilen. Der Anfang bis zum Auftauchen von Zod ist Nolans Handschrift, die nie endende Aktion und die Kampfszenen im zweiten Teil die von Snyder. Bei einigen neuen Handlungselementen denke ich kann man wirklich lange diskutieren und das ist auch Geschmackssache. Ich finde es einen großen Fehler, dass Lois schon von Anfang an weiß, dass Clark Superman ist. Die Liebesgeschichte zwischen Lois und Clark verliert dadurch an Spannung und Witz. Die Liebesgeschichte ist neben dem Kampf zwischen Gut und Böse das elementare an der Superman-Story. Und war für mich immer -auch in den Serien – das Highlight. Noch dazu das Versteckspiel von Clark und die genialen Szenen in denen Christopher Reeve (Er ist und bleibt einfach der wahre Superman!!!) die Rollen wechselt und man ihn echt abnimmt, dass es zwei völlig verschiedene Menschen sind!
      An die Christopher Reeve Filme kommt einfach keine Fortsetzung oder Reboot ran!!!
      Jetzt kann man nur hoffen, dass in Man of Steel II auch ruhigere Töne angeschlagen werden mit mehr Tiefgang!!!

  • Weitere Artikel
    Navigiere zum vorigen/nächsten Artikel

    2358 Aufrufe