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Welche Mutanten sterben, welche leben (wieder) in und nach X-MEN: DAYS OF FUTURE PAST (Spoiler!)

Von Riggs J. McRockatansky vor 3 Jahren geschrieben05 / 20141 Kommentar

„X-Men: Days of Future Past“ läuft seit einigen Tagen in den Kinos, steht in Amerika vor einem mutantogasmischen Startwochenende und eine Sache hat der mittlerweile siebte Film aus dem „X“-Universum unmissverständlich klar gemacht: Regisseur Bryan Singer will das Heft zurück in seiner Hand, in dem zwischenzeitlich Brett Ratner mit „X-Men: The Last Stand“ und Gavin Hood mit „X-Men Origins: Wolverine“ herumgeschmiert haben (James Mangolds „The Wolverine“ mal ausgeklammert). Ratners Trilogie-Abschluss und Hoods Katastrophe werden in „Days of Future Past“ nahezu vollständig aus dem Kanon der „X“-Filme getilgt und ihre Sünden rückgängig gemacht, bis am Ende alles so angeordnet wird, dass es fröhlich mit den Mutanten-Movies weitergehen kann.


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Die Szene nach den Credits von X-Men: Days of Future Past erklärt


Aber: mit wem? In „X-Men: Days of Future Past“ wird so heftig gestorben und wiedererweckt, wie in bisher überhaupt keiner Comicverfilmung, Singer und Drehbuchautor Simon Kinberg beleben und streichen eine Vielzahl an Charakteren oder reaktivieren zumindest ihre verlorenen Kräfte. Also dann, auf ins Detail und natürlich auf SPOILER-Gebiet, wer stirbt und wer lebt wieder in „X-Men: Days of Future Past“?



X MEN DAYS OF FUTURE PAST Sentinel Attack Colossus


Zunächst mal muss man unterscheiden zwischen der Zukunfts- und der Vergangenheits-Storyline. Denn in der Zukunft stirbt wirklich JEDER: die Sentinels machen brutalst Jagd auf die Mutanten und kennen dabei überhaupt kein Erbarmen, die verbliebenen „X-Men“ um Xavier und Magneto werden aufgespießt, gegrillt, geköpft, in zwei Hälften gerissen und auch vor den prominenten Mutanten wie Storm und Iceman wird hier nicht Halt gemacht. Der Erzählkniff ist natürlich, dass diese Zukunft letztlich durch Wolverines Zeitreise niemals geschehen wird, wer also auf dieser Ebene von den Sentinels weggemetzelt wird spielt für die weitere Kontinuität der „X“-Reihe keinerlei nachwirkende Rolle.



X MEN DAYS OF FUTURE PAST Azazel Emma Frost dead


Auf geht’s also in die Vergangenheit und hier wird zwar mehr Off- als On-Screen gestorben, aber hier wird’s natürlich für den folgenden „X-Men: Apocalypse“ (und alles, was darauf folgt) ungleich interessanter, wer am Ende noch und wieder am Start ist. Zunächst mal verabschieden Singer und Kinberg ein gutes halbes Dutzend Charaktere aus „X-Men: First Class“, indem sie Mystique im Büro von Sentinel-Entwickler Bolivar Trask auf Akten stoßen lassen, die den Tod zu Forschungszwecken vom rothäutigen Teleporter Azazel (Nightcrawlers Daddy), der diamanthäutigen Emma Frost, des wirbelwindigen Riptide, des hochfrequent schallenden Banshee und schließlich Angel Salvadores mit ihren Insektenflügeln und der Feuerbällchenspucke offenbaren. Auch Magneto erwähnt sie alle im Gespräch mit Xavier, als er diesem vorwirft, nicht für das Wohl der Mutanten dagewesen zu sein. Wirklich traurig ist es eigentlich um keine der Figuren, das waren in „First Class“ unterentwickelte Füller mit teils lächerlichen Kräften.



X MEN DAYS OF FUTURE PAST Jean Grey Cyclops


Entscheidender als die Frage nach dem »Who’s dead?« ist logischerweise die nach dem »Who’s back?«. Die Comicwelt tut sich nicht sonderlich schwer damit, totgeglaubte Charaktere wiederzubeleben und auch in den „X“-Filmen gab es das schon: in „X2“ in den Fluten des Alkali Lake ertrunken, kehrte Jean Grey in „X-Men: The Last Stand“ mit Wutattitüde zurück und der durch sie bedingte Tod Xaviers durch Zerstäubung (oder so…) wurde noch im selben Film wieder relativiert, in dem der mächtige Telepath sich den Körper eines Hirntoten zu eigen machte. In „The Wolverine“ kurvte Xavier dann wieder in gewohnter Erscheinung herum, ohne konkretere Erklärung. In „X-Men: Days of Future Past“ werden nun sowieso sämtliche Auswirkungen von Ratners „The Last Stand“ rückgängig gemacht: Wolverine gelingt es, die Zeitlinie zu kitten und das Sentinel-Programm ungeschehen zu machen, und nachdem er einigermaßen verwirrt in Xaviers Schule für Hochbegabte erwacht trifft er auf eine wiederhergestellte Kontinuität. Rogue und Bobby sind wieder zusammen, zwischen Kitty und Colossus scheint es vorlagengerecht gefunkt zu haben und, Trommelwirbel, Jean und auch Cyclops sind wieder da! Letzterer, eigentlich ja Anführer der „X-Men“, wurde nicht nur durch sein Ableben in „The Last Stand“ bisher ziemlich verschwendet, sondern schon zuvor von Singer nicht wirklich nutzbringend eingesetzt und durfte eigentlich nicht mehr tun, als den „braver Junge vs. bad boy“-Liebesdreieckzwist zwischen sich, Jean und Wolvie anfeuern.



X MEN DAYS OF FUTURE PAST Roster


Mit Wolverine, Jean, Cyclops, Iceman, Storm und Beast (am Schluss von „Days of Future Past“ wieder von Kelsey Grammer gespielt), steht dem filmischen „X“-Universum nun also wieder der komplette A-Roster der Mutanten zur Verfügung. Im auf „Days of Future Past“ folgenden „X-Men: Apocalypse“, der mit einer Post Credits Szene angeteast wird, dürfte das noch keine so große Rolle spielen, da dieser in den 1980ern angesiedelt sein soll, wodurch außer Logan und Hank McCoy höchstens Kiddie-Versionen der übrigen Gruppe in Frage kämen. Direkt im Anchluss geht es mit dem dritten Wolverine-Solo weiter und danach ist die weitere Zukunft der „X-Men“ offen: „Apocalypse“ wird vom jungen Cast um James McAvoy, Michael Fassbender und Jennifer Lawrence angeführt, Hugh Jackman ist überall dabei, ob aber Patrick Stewart und Ian McKellen nochmal eingreifen und die Auftritte von Famke Janssen und James Marsden in „Days of Future Past“ mehr als versöhnlicher Fanservice sind – abwarten…

Bryan Singers „X-Men: Apocalypse“ startet im Mai 2016 in den deutschen Kinos.

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Kommentare

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  • Jay 1 Kommentar(e)

    Janos alias Riptide wurde weder von Erik im Flugzeug aufgezählt noch war sein Bild in den Autopsie Berichten dabei die Mystique sich angeschaut hat. Also steht sein Tod noch nicht fest.

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