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Die Szene nach den Credits von X-MEN: APOCALYPSE erklärt (SPOILER!)

Von Riggs J. McRockatansky vor 1 Jahr geschrieben05 / 20160 Kommentare

Marvel macht mittlerweile gleich zwei pro Abspann, „Deadpool“ hatte die wohl injoke-referentiellste und Warner/DC verpacken sie lieber in E-Mail-Anhänge mitten im statt nach dem Film: die Post-Credits Szene gehört längst zum guten Ton der Comicverfilmungen. Und auch beim neuesten Mutanten-Ableger „X-Men: Apocalypse“ ist nach dem Abspann wieder was los. Obviously: SPOILERS AHEAD!

Wie der finale Trailer zum „First Class“– und „Days of Future Past“-Nachfolger bereits verrraten hat legt der allseits beliebte Krallenmutant Wolverine einen Cameo-Auftritt in „X-Men: Apocalypse“ hin, der Fans von Barry Windsor-Smith’ Story Arc „Weapon X“ begeistern dürfte: ein frisch adamantiumangereicherter und animalischer Logan metzelt sich im Berserker Rage-Modus wie von Sinnen durch Wachmänner und Soldaten und entkommt schließlich nach einer kurzen Begegnung mit Jean Grey und anderen „X“-Küken der Forschungseinrichtung am Alkali Lake.

Ganz geile Sequenz, die dennoch ziemlich in die Handlung von „X-Men: Apocalypse“ hineingeschustert wirkt, nach den Credits aber immerhin aufgegriffen wird, um neue Verbindungen zu möglichen kommenden Bösewichten und Figuren zu knüpfen. Nach dem Abspann geht’s wie folgt weiter (und nochmal, spätestens ab hier SPOILER!):

Ein unbekannter Mann im Anzug und einige Begleiter laufen durch die verwüstete Einrichtung, in der Reinigungs- und Aufräumkräfte soeben das durch Wolverine angerichtete Massaker buchstäblich von Boden und Wänden wischen und kratzen. Übel zugerichtete Leichen liegen am Boden, Blutspritzer und Verwüstung allerorten.

Die Männer begeben sich in ein Labor und entwenden dort ein Reagenzglas mit der Aufschritt „Weapon X“, das Wolverines Blut enthält. Die Probe wird in einen Koffer voller weiterer Fläschchen mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten umgepackt und als der Mann den Behälter schließt offenbart ein Aufdruck die Firma im Hintergrund der Aktion, die Essex Corporation.

Alles klar soweit, aber was bedeutet das nun und wo führt das hin? „X-Men“-Produzent und -Drehbuchautor Simon Kinberg hatte bereits vor kurzem angeteast, die Post-Credits Szene in „Apocalypse“ würde einen kommenden Charakter zumindest namentlich einführen und da kommt dieser sinistre Herr hier ins Spiel:
Nathaniel Essex aka Mister Sinister in den Comics
Das Essex Corp.-Label auf dem ominösen Koffer deutet auf den Biologen Nathaniel Essex hin, der vermutlich als schurkischer Mister Sinister in Erscheining treten wird. Essex stammt aus dem viktorianischen London, wo der Darwinist und Evolutionstheoretiker bereits Mitte des 19. Jahrhunderts auf die fortschreitenden Anzeichen für Mutationen des menschlichen Genoms stieß und fortan wie besessen unorthodexe Forschungsarbeiten betrieb, für die er unter anderem Leute von den Straßen Londons entführen ließ und sogar soweit ging, mit der Leiche seines verstorbenen Sohnes zu experimentieren. Eine Zusammenkunft mit Apocalypse führte schließlich dazu, dass der mächtige En Sabah Nur den zunehmend entmenschlichten Essex in ein altersloses Überwesen transformierte, das sich fortan Sinister nannte und über eine ganze Reihe von Fähigkeiten verfügt, von übernatürlicher Stärke über regenerative und telekinetische Kräfte bis hin zu molekularer Manipulation und dem Erzeugen von Energiestößen.

Der zweite entscheidende Hinweis, den die Post-Credits Szene von „X-Men: Apocalypse“ streut, hat mit dieser netten jungen Dame zu tun:
Wolverines weiblicher Klon Laura Kinney aka X-23 in den Comics
Hier haben wir Laura Kinney, einen Klon von Wolverine, die aus der Weiterführung der Weapon X-Experimente resultierte und quasi Logans genetische Zwillingsschwester darstellt. Als dreiundzwanzigster und erster erfolgreicher Versuch, die Wolvie-DNA zu reproduzieren, firmiert sie unter dem Codemnamen X-23, verfügt wie ihr „Bruder“ über außergewöhnliche Selbstheilungskräfte und geschärfte Sinne, ist an den Händen mit jeweils zwei adamtiumüberzogenen Krallen und an den Füßen mit je einer weiteren ausgestattet. An ihrer Schöpfung beteiligt sind Dr. Martin Sutter, die Mutantengenetikerin Dr. Sarah Kinney und Sutters Protegé Dr. Zander Rice, dessen Vater bei dem Weapon X-Zwischenfall mit Wolvie ums Leben kam.

„Female Wolverine“ X-23 ist für den kommenden dritten Logan-Solofilm im Gespräch, der nach fast zwei Jahrzehnten die Abschiedvorstellung für Hugh Jackman im „X“-Universum wird, die Klauenfrau könnte also Fox’ Umweg an einer Neubesetzung Wolverines vorbei werden. Eine Verbindung zwischen ihr, der Essex Corperation und Mister Sinister und dessen Auftritten in kommenden Abenteuern der Mutanten-Saga ist nun jedenfalls gelegt und wir werden sehen, was Fox und Kinberg am Ende draus machen.

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