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Self-aware S01E04 – 8 Jahre Filmblogger, oder: was vom Tage übrig blieb…

Von Riggs J. McRockatansky vor 10 Monaten geschrieben06 / 201610 Kommentare

The Times They Are a-Changin’ und das Bloggerleben auch. Ich hocke nun seit mittlerweile (fast, weil exakt auf den Monat genau stimmt’s eigentlich nicht) acht Jahren vor Formularen zum Artikel erstellen, vor html- und CSS-Dokumenten, vor Social Media-Pages und dem ganzen Jazz – und die Zeiten haben sich tatsächlich verändert. So ein Gefühl von Veteranentum hat sich eingestellt, jede Menge Konzepte wurden entwickelt, ausgeführt und verworfen, Seiten-Identitätskrisen kamen und gingen und kamen wieder, ich hab aufgegeben und neu angefangen, von der naiv-idealistischen über die enthusiastische zur monetarisierenden über die revolutionierende bis zur resignierenden und frisch entfacht-idealistischen Spielart des Bloggens alles durchgenudelt. Fühlt sich zumindest so an.

Und jetzt? Wo steht man denn nun eigentlich im Jahr 2016 mit einem etablierten Filmblog, jährlich gestiegenen Besucherzahlen und einer ganz passablen Vernetzung? Da bin ich mir nicht sicher. Für mich schwimmt diese gesamte deutsche Filmblogosphäre, die vor ein paar Jahren ausgerufen wurde und die sich hier und da überschneidet, irgendwie im Nirgendwo des Netzes. Welches sind die anerkannten Aushängeschilder, die selbstverständlichen Anlaufstellen, die Meinungsmacher, die Vielzitierten, die „muss man unbedingt kennen und gelesen haben!“-Seiten? Waren das nicht mal für viele die Fünf Filmfreunde? Die tauch(t)en wie standadisiert in jeder Blogroll auf und g(e)(a)lten als der bekannteste und größte deutsche Filmblog – aber deren monatlicher Output hat sich mittlerweile drastisch reduziert, von in der Spitze über hundert auf mittlerweile kaum noch zehn Artikel im Monat. Sind die überhaupt noch wer?

Relevanz als Ziel

Das FF-Kollektiv zeigt: die Zeiten haben sich geändert. Und werfen wohl für jeden (Hobby-)Blogger irgendwann die Frage auf: wozu mache ich das? Woran misst man, ob sich das alles lohnt? Mir persönlich hat sich ein Begriff als der vielleicht wichtigste herauskristallisiert, wenn es um meine Ziele beim Bloggen geht: Relevanz. Das ist der einzige konstante Terminus, der immer auf der Liste stand, die zwischendurch um die Variablen „Monetarisierung“ und „Community-Building“ erweitert wurde. Was beides nicht geklappt hat. Mit einem Filmblog Geld verdienen? Da kannste auch in ‘na Sandwüste nach ‘nem Baumhaus suchen. Beides ähnlich aussichtsreich. Ok, reich kann ein Filmblog also nicht werden – aber kann er relevant sein?

Fragste die Wikipedia ist die Antwort klar: nö. Einige meiner Filmkritiken haben’s über die Jahre in die Wiki-Artikel zu den jeweiligen Filmen geschafft und wurden kurz darauf wieder entfernt, immer mit der Begründung: keine Relevanz. Einen unbekannten und kaum besprochenen Film wie den chilligen „Surfer, Dude“ lassen die Entscheider der Wikipedia lieber komplett ohne Kritiken-Sektion stehen, statt den Text eines privaten Filmblogs zuzulassen. Bei denen hängt die Relevanz eines Textes von der Bekanntheit des Ortes ab, an dem er erschienen ist. Nicht von der Kompetenz des Textes. FILMSTARTS, Spiegel, FAZ – superrelevant, da kann der Text noch so eingekauft klingen oder out of touch im Verhältnis zum Film wirken.

Viel Gegenseitigkeit, aber darüber hinaus…?

Aber, obwohl’s mir um die Maßstäbe der Quellgewichtung der Wikipedia nicht geht: was dran ist schon. Jedoch noch nicht genug: in Deutschland über Filme schreiben ist insgesamt nicht relevant. In Filmbloggerkreisen wird sich viel gegenseitig gelesen, gegenseitig geliket und gefollowed, gegenseitig kommentiert und freundschaftlich erwähnt, doch außerhalb dieser „ich schreib über Filme, du schreibst über Filme, wir schreiben über Film“-Gemeinschaftsblase frage ich mich: gibt es da Filmblogs mit großer, nicht-selber-Schreiber-Fangemeinde? Mit einer Gefolgschaft leidenschaftlicher Kinogänger, DVD-Abend-Veranstalter und Hintergrund-Interessierter, die diese Filmblogs nicht aus Gleichgesinnten- oder Konkurrenten-Interesse heraus regelmäßig verfolgen, sondern aus Zuneigung für die Seite jeden neuen Artikel lesen, gespannt auf jede neue Filmkritik warten, die Seite auch mal im privaten Kreis erwähnen und empfehlen oder auf Facebook teilen?

In den USA haben Content-Publisher (um den Begriff mal aufzuweiten und nicht nur vom Schreiben zu sprechen) Fans. Regelrechte eigene Fans und Anhänger. Wie bei der Mehrzahl deutscher Filmblogger haben sie keinen zwingend „professionellen“ Background, keine Publikationshistorie in relevanten Blättern. Die Screen Junkies-Crew, die CinemaSins-Jungs, die Schmoes Know– und Red Letter Media-Guys, Kollaborateure und Solisten wie Nostalgia Critic Doug Walker, Chris Stuckmann, John Flickinger oder Jeremy Jahns, aber ebenso die Autoren von Seiten wie FirstShowing, /Film, Collider oder Screen Rant, die haben ihre treue Gefolgschaft von Fans, die sich längst nicht nur nahezu ausschließlich aus der eigenen Blase rekrutiert. Als deutsche Gegenstücke, gemessen an der Reichweite, fallen mir da allenfalls Robert Hofmann und Wolfgang M. Schmitt Jr. ein, den einen halte ich mit seinem Dampfplauder-Dienstleistungsansatz von schnell konsumierbarer und verleihfreundlicher „Filmkritk“ aber für ziemlich unzumutbar und Schmittie wendet sich mit seiner Filmanalyse an ein Nischenpublikum und zielt oft genug im Sinne seines Gimmicks weit am Ziel vorbei oder darüber hinaus.

♫Love me love, say that you love me♫

Bekanntheits- und Beliebtheitsgrade wie die US-Filmberichterstattungskollegen und damit eben auch eine Form von Relevanz, da sie für viele Menschen/Fans etwas herausbringen, das denen wichtig und einen täglichen Besuch wert ist – sowas gibt es doch hierzulande beim besten Willen nicht in Vorkommen und Häufung. Das ist aber etwas, dass ich mir für mein Cellurizon und gemessen an ihrer Güte auch für viele Bloggerkollegen wünschen würde. Relevanz eben. Eine Bedeutung im Netz. Fans, denen wichtig ist, denen am Herzen liegt und die zu schätzen wissen, was deutsche Filmblogs auf die Beine stellen. Ich persönlich kann mich nicht damit zufrieden geben, zu sagen: ich mache das hier für mich. Weil es mir Spaß macht. Weil es ein nettes Hobby ist. Die Art und der Umfang, in dem ich Content produziere, ist eindeutig nicht (nur) für mein eigenes Vergnügen gedacht.

Ich schreibe hier nicht für meinen Seelenfrieden. Den raubt mir das Bloggen oft eher 😉 Ich schreibe hier auch nicht in einer oder für eine Nische. Ich schreibe ganz klar dafür, dass andere es lesen. Möglichst viele andere. Um auf Filme aufmerksam zu machen, meine Meinung dazu zu teilen, im Rahmen meiner Kompetenzen und in meinem Stil darüber zu berichten, mal Nerdgasmus, mal Nitpicking, mal fundierte Analyse, mal Fangeheule, immer wie’s der Film grad braucht – und für die Leser. Für Fans. Für die Cellurizon relevant ist. Oder: seien soll. So zumindest der Gedanke dahinter. Die Wunschvorstellung, nach der sich ein paar Dutzend oder ein paar Hundert Leute täglich denken: Mensch, mal gucken, was heute so auf CU los war! Oder bei Duoscope! Oder im Medienjournal! Oder bei filmosophie! Oder bei SchönerDenken! Oder bei CinemaForever! Oder hier oder da oder anywhere!

Nur leises Geflöte im Konzert der Großen…

Diese Fan-Mentalität gegenüber Filmseiten und ihren Autoren gibt’s im ‘schland aber einfach nicht (häufig genug). Es fehlt in der Masse auch ein gewisses Qualitätsbewusstsein für Filmjournalismus, ein Anspruch an gute Berichterstattung. Filmkritiken sind oft genug Anlass für Beleidigungen und Hasstiraden gegen den Autoren, weniger ein Anstoß für konstruktiven Austausch. Ohne Social Media-Rambazamba kommt man schwer an Reichweite, weil zum Beispiel mein Content-Feld (also Kritiken und almost daily News im weitgefasstesten Sinne, strukturell nach Vorbild vieler US-Seiten aufgebaut) komplett vom Webedia-Monopol abgegrast wird. FILMSTARTS, Moviepilot und vielleicht gerade noch Moviejones sind die Seiten, die sich da an der Spitze der Reichweite festgesetzt haben, allein die beiden erstgenannten vereinen weit über zweieinhalb Millionen Fans auf Facebook. Die Methoden dahinter sind schon wieder einen eigenen Artikel wert, aber gegenüber diesen Marktführern lässt sich halt kaum bestehen. Dafür ist der Durchschnittsdeutsche vielleicht auch nicht filmbegeistert genug, um sich überhaupt mal jenseits der Massenportale umzusehen, wer alles und wie über Filme geschrieben und berichtet wird.

Und nun habe ich mich mit diesem Text an einen Punkt geschrieben, an dem ich mich frage: ist das hier überhaupt relevant oder nur persönliche mimimimimi-Mimoseritis?! Ohhhhh, der Typ von Cellurizon jammert mal wieder, weil keiner seine Seite liebhat und alle anderen sind Schuld, mähmähmähmäh… Joa, möglicherweise is’s genau so, weil ich abschließend weder große Schlussfolgerungen, tiefschürfende Ergebnisanalysen, Lösungsvorschläge oder sonstwas parat habe, um die Kiste hier abzuschließen. Letztlich sind’s wohl nur so ein paar lose Gedanken nach acht Jahren der Filmbloggerei zu einem Zeitpunkt, an dem mir ungefähr im Zweitagesrhythmus und nach jedem unterklickten Artikel die Frage nach dem Sinn kommt. Das ist eigentlich mindestens dreimal in der Woche zu oft. Und nicht immer mit „zieh einfach dein Ding durch, no matter what“ aus’m Kopp zu kriegen. Ich find’s halt schade, keine Relevanz und keine realistische Aussicht darauf zu haben, ich find’s schade für mich selbst und ganz aufrichtig für jeden der oben explizit genannten und viele weitere Kollegen.

Um den Bogen zum Titel dieser Self-aware-Ausgabe zu schlagen: vom Tage übrig bleibt oft das Gefühl, etwas geschafft und doch nichts erreicht zu haben. Teil eines Netz-Sektors zu sein, dem es zwischen Content-(Weiter)Verbreitung und individueller Note vielleicht auch an Identität und Profilschärfe fehlt und der sich im eigenen, zu niedrig angesetzten Anspruchsdenken (im Sinne von: wir VERDIENEN es, als relevanter wahrgenommen zu werden!) und Nichtmiteinander wohlmöglich selbst kleiner hält, als er es verdient hätte. CU on Cellurizon…

Kommentare

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  • Torsten 1 Kommentar(e)

    Grüße vom Moviejones-Team! Schöner Artikel, den wir so in vielen Bereichen unterschreiben können, die Entwicklung in Deutschland ist leider alles andere als vielfältig. Aber bringt uns bitte nicht in die Nähe von Webedia, mit denen haben wir nichts zu tun 😉 Wir sind auch ein sehr kleines Team von Filmbegeisterten, die seit zehn Jahren versuchen, sich gegen die starke Konkurrenz der drei Monopolisten zu behaupten.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Keine Sorge, ist uns bewusst, dass ihr nicht zu Webedia gehört 😉
      Ansonsten danke für die Rückmeldung; nett, auch mal von einem der “größeren” Player der deutschen Filmberichterstattung zu lesen.
      In diesem Sinne: Grüße ans MJ-Team 😀

  • J0hannes J0hannes 57 Kommentar(e)

    Ein paar Spekulationen: Ich bin kein content publisher, lese aber viel Blogs und andere Sachen online. Und mein Eindruck ist, dass diese Online-Kultur, in der es relevante content-Menschen mit Fans gibt, im deutschsprachigen Internet einfach nie so ausgeprägt entstanden ist. Mir fällt das besonders am Bereich der englischsprachigen akademischen Fach-blogosphäre (aus meinen Bereichen) auf, zu der es in Dland kein Äquivalent gibt. Aber auch im Bereich Film meine ich das erkennen zu können. Leute sind hier anders online – es sind andere Gruppen von Leuten online und die, die hier sind, haben andere Präferenzen. Man sieht es immer wieder an internationalen Statistiken: Gebildete Menschen halten sich in Dland von social media überdurchschnittlich fern. Twitter ist kaum bekannt. Den Nutzen von Blogs versteht man nicht. Was ist RSS? usw. Diejenigen, die hier sind, tummeln sich in Facebook-Kommentarsektionen großer Seiten und auf YouTube. Zu der passiven Einstellung gegenüber neuen Technologien kommt der zurückhaltende Habitus vieler Leute – gefühlt 90% der deutschen Facebook-Profile sind quasi tot. Und dann noch: Es gibt kaum Verbindungen zwischen social media und anderen Medien. Die etablierten deutschen Medien sind internet-unfähig, kaum und nur dilettantisch präsent und nehmen die “unseriösen” anderen Medien nicht zur Kenntnis. Eine weitere Schranke für Relevanz von online content publishern. Und dann ist das deutsche Internet natürlich noch ein viel kleinerer Raum als das englischssprachige, das ja die ganze Welt umfasst.
    TL;DR: Das Internet, in dem man relevant sein könnte, existiert im deutschsprachigen Raum vllt gar nicht so.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Joa, bißchen überspitzt hier und da, aber empfinde ich im Großen und Ganzen ähnlich, die Online-Kultur ist hierzulande ‘ne andere, “Neuland” etc. etc.

  • Thomas (SchönerDenken) 3 Kommentar(e)

    Spannender Beitrag, dem ich eine persönliche Betrachtung zur Seite stellen möchte: Die Frage nach dem Sinn … ich stelle mir die Frage sehr selten und das liegt glaube ich daran, dass SchönerDenken ein Kollektivblogpodcastprojekt ist – das heißt, Feedback gibt es immer von den lieben Kolleginnen und Kollegen. Und ja, wir gehören ja zu denen, die es sehr genießen mit anderen Filmbloggern und Podcastern etwas zusammen zu machen und in Kontakt zu bleiben. Erstens weil die anderen Blogger fast immer total spannende, kluge Leute sind und zweitens weil man selbst über seinen allerliebsten Lieblingsfilm, den man lippensynchron mitsprechen kann, noch etwas lernt, wenn man über den Film zwei Stunden mit Arne redet 🙂 (http://enoughtalk.de/diverse-talk-010-gruendliche-grundlagenforschung-im-bunten-bunker-feat-schoener-denken/) Besonderes Highlight, wenn man die anderen Blogger und Podcaster dann live erlebt – zum Beispiel auf einem Filmfestival. Mit echten Menschen gemeinsam die Leidenschaft für Filme feiern, darüber reden, streiten, lachen. Das macht Sinn. Und Relevanz? Wenn ich Spaß hatte, etwas lernen konnte und mit tollen Leuten unterwegs war, mach ich mir über Relevanz keine großen Gedanken. Die Anderen sind für mich relevant, deren Beiträge sind für mich relevant – ob unsere Beiträge relevant sind? Manchmal ja. Und manchmal bekommt das auch jemand mit. Das reicht uns. Was Cellurizon betrifft: Ich genieße ja Deine Kritiken mehr als die Trailer-Poster-Casting-News, in den Kritiken lerne ich etwas über die Filme und auch etwas über Dich 🙂 Da bist Du relevant für mich. Nur mal so als Feedback 🙂 Und: Mach weiter.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Danke für die netten Worte zunächst 😉
      Ansonsten entspricht diese deine persönliche Betrachtung ja genau dem Muster, dass ich oben erwähne: wir filmschreibende oder podcastende Netzmenschen mögen, lesen und hören uns innerhalb gewisser Zirkel oder auch mal übergreifend alle gegenseitig, aber außerhalb dieser Blase nimmt uns kaum jemand wahr, der eben nicht selbst über Filme schreibt/spricht. Du stützt quasi meinen Punkt 😉 und letztlich meine Ansicht, das sich diese Filmblogosphäre überwiegend in sich und um sich selbst dreht und nach außen eben überhaupt oder nahezu keine Relevanz besitzt. Ob sie das muss? Das muss jeder nach seiner Zielsetzung entscheiden. Ob sie es sollte? Finde ich schon, weil viele gute Texter/”Sprecher” es verdienen und weil das Medium es besser verdient, als von MP und FS vertreten zu werden.

  • moep0r 1 Kommentar(e)

    Puh, wenn ich ehrlich bin dann habe ich oft die selben Gedanken wie du. Fehlende Relevanz (bzw. Feedback) macht einen schon etwas traurig manchmal. Da steckt man 1-2 Stunden in einen Text zu einem Film und dann wird der 10 mal gelesen und 0 mal kommentiert. Da frag ich mich dann schon, ob es sich ueberhaupt gelohnt hat.
    Aus dem Grund habe ich aber im Endeffekt einfach das Spektrum erweitert ueber das ich schreibe und das erlaubt mir auch mal irgendwas persoenliches zu bloggen, wo ich nicht erst noch viel recherchieren muss sondern direkt losschreiben kann. Ironischerweise bekommen solche Postings dann auch immer Kommentare und werden viel gelesen. Berufung verfehlt koennte man meinen 😀

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Ja, das stelle ich auch oft fest, verstärkte persönliche Note zieht mehr, auch Rants funktionieren zum Beispiel bei Facebook super 😉 Über ein erweitertes Spektrum denke ich auch immer mal nach, ich hatte zwischenzeitlich sogar mal einen Gaming-Ableger, aber dafür fehlt mir letztendlich die Zeit, um die Themenbereiche noch weiter aufzufächern und zu bedienen.

  • bullion 39 Kommentar(e)

    Ein spannender und, hört, hört, relevanter Artikel. Ich habe vor einer Woche in meinem Blog gepostet, dass ich nun seit exakt 10 Jahren Filmblogger bin und dass sich mein Profil verwässert hat. Relevanz als Filmblogger? Das wahrlich nicht. Vielleicht aber als filmbloggender und joggender Vater und Häuslebauer? Nicht gelesen vom Massenpublikum, sondern eben von der Nische. Vor 10 oder auch 5 Jahren hätte ich vielleicht noch Hoffnungen gehabt. Inzwischen sind Blogs, wie man eben auch an den Filmfreunden sieht, einfach nicht mehr so relevant bzw. reichweitenstark. Da muss man schon YouTuber sein.

    Und was Wikipedia angeht: Die Relevanzkriterien sind hier eh oft ein Witz, nicht ärgern.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Nee, ärgert mich nicht, hat mich aber zugegebenermaßen beim ersten Mal in der Formulierung getroffen, als der Wiki-Mensch schrieb: “Text entfernt, privater Blogger ohne Relevanz”. Klingt halt hart, wenn man soundsoviele Stunden in seine “Arbeit” investiert und dann kommt so ein lapidarer Spruch.

      Ansonsten: ja, tatsächlich mag der Podcaster- und YouTuber-Markt das Bloggen überholt haben, ist halt auch einfacher zu konsumieren, als sich mit einem Text hinsetzen zu müssen.

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