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INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE – Kritik zu Roland Emmerichs Alien-Invasions-Sequel mit Jeff Goldblum (Kino)

Von Riggs J. McRockatansky vor 9 Monaten geschrieben07 / 20168 Kommentare

Die Story

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit die Erde von insektoiden Außerirdischen angegriffen wurde und die Menschheit nur knapp ihrer vollständigen Vernichtung entgehen konnte. Seitdem hat die zurückgebliebene Technologie der Aliens zu gewaltigen wissenschaftlichen und technischen Fortschritten geführt und entscheidend zum Wiederaufbau der Erde und zur Errichtung eines Verteidigungsnetzes rund um den Globus beigetragen. Denn während die Menschen seit der verheerenden Attacke, die weltweit drei Milliarden Leben gekostet hat, endlich friedlich und konfliktfrei koexistieren, scheint eines gewiss: die Aliens werden zurückkehren. Diesen Tag fürchtet nicht nur der Ex-Präsident Thomas Whitmore, mit David Levinson, mittlerweile Direktor der Earth Space Defense, spürt ein weiterer Held des Krieges von 1996 den Aktivitäten der Invasoren nach und stößt in einem Raumschiffwrack in Afrika auf eine bemerkenswerte Entdeckung: kurz vor der Vernichtung ihres Mutterschiffes konnten die Aliens ein Notsignal in die Tiefen des Alls absenden – und was sich der Erde nun an Vernichtungskraft nähert übertrifft den ersten Angriff bei weitem…

Die Filmkritik

Ankunft der Aliens in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
„Jurassic World“, „Mad Max: Fury Road“, „Terminator: Genisys“, „Star Wars: The Force Awakens“ – Hollywoods Nostalgie-Revivaliaritis mit um Jahrzehnte verspäteten Se- und Requels ist bilanziell durchwachsen, sowohl finanziell, als auch qualitativ. Das kalkulierte Knöppe drücken und wohliges Erinnerungen triggern im Versuch, den Geist der Originale zu wecken (oder halt Kohle mit bekannten Namen zu machen), ist kein Selbstläufer und bis auf George Millers weitenteils unumstrittenen (und gar zigfach Oscar-nominierten und -ausgezeichneten) Wasteland-Wahnsinn spalteten auch die Milliarden-Hits mit Dinos und Lichtschwertern die Fan-Meinungen in Extreme zwischen »gelungen hommagiert, würdig fortgeführt« und »dummdreister Eigenklau, komplett unnötig«. Und nun kommt Zerstörungszar Roland Emmerich mit seiner tentakelzuckenden Alienbrut zurück, um zwanzig Jahre nach „Independence Day“ mit der aufsässigen Erde abzurechnen.

Das Original von 1996 ist eines DER Event-Movies schlechthin, ein Invasions-/Katastrophen-Kracher, den wohl jeder auf der Liste prägender 90ies-Kinoerlebnisse stehen hat; patridiotisch-pathetischer »Hurra, USA!«-Fun, der außerhalb der Überwältigungswucht eines Kinosaals schwer an Wirkung einbüßt, aber mit charismatischen Darstellern, einem gelungenen Spannungsaufbau und natürlich den herausragenden praktischen Effekten und einigen der denkwürdigsten Shots der Blockbuster-Historie noch immer seinen Wert neben anderen Unterhaltungs-Großmächten der 1990er wie „Jurassic Park“ und „Terminator II“ besitzt. Sehr solide Sieben von Zehn gäb’s dafür auf der CU-Wertungsskala. „Independence Day: Resurgence“ hätte den Gesetzen eines $817 Millionen schweren Vorgängers nach eigentlich viel früher erscheinen müssen, hat nun keinen echten Hype mehr entfachen können und wird wohl bei fast verdreifachten Kosten nur rund die Hälfte des ersten Teils einspielen.
William Fichtner, Jeff Goldblum und Brent Spiner in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
Da kann man dem gebürtigen Stuttgarter Emmerich nur einen typischen schwäbischen Rat geben: hädsch dir sparä kenna. „Independence Day: Resurgence“ hat die Effekte schön und einige ziemlich coole Ideen für sein 20 Jahre danach-Setting, erzählt einen blödsinnigen all out-expandierenden bullshit-Plot aber zu verschachtelt, zu verstreut, in runtergekurbelter Eile und mit keiner Unze des ikonographischen Ausmaßes des Vorgängers. „Independence Day“ war trotz Längen ein Event-Film im Ganzen, „Independence Day: Resurgence“ ist ein Film aneinandergereihter Event-Häppchen, die durch Exposition, Handlung und Charaktereinführung schubsen und zerren und mit Beginn der zweiten Invasionswelle sogar noch ungeduldiger darin werden, Szenen zu Sequenzen zu Akten zu entfalten, sondern nur noch in chaotischem Wechsel Subplotfetzen an Subplotfetzen kneten: grün an blau, rot an geld, orange an braun, ein bißchen weiß und pink und am Ende hat Emmerich mit seiner Crew einen großen zusammengemuddelten Haufen, dessen Einzelbestandteile man nicht mehr identifizieren kann.

Emmerich ist ein Regisseur, der seine Formel gefunden hat und gegen jede Kritik daran festhält; so ist dann auch „Independence Day: Resurgence“ ein von unwichtigen bis kolossal nervenden Nebenfiguren und comic reliefs überfüllter Film: mindestens fünfzehn der zwanzig Subplots und -plötchen sind komplett unnötig, unterentwickelt und ziellos, angedeutete und mies ein- und aufgearbeitete Konflikte zwischen einzelnen Figuren und Anordnungen lassen die Fragezeichen kreisen, weil Emmerich und sein Autoren-Quartett sich so sehr auf die Gewohnheit des Publikums gegenüber diesen streng nach Rezept zubereiteten faden Nudelgerichten verlassen, dass sie sich einer Auserzählung einfach verweigern. Es brodelt zum Beispiel im Geflecht zwischen den Cast-Newbies Liam Hemsworth, Jessie Usher und Maika Monroe und der Film stellt das in den luftleeren Raum, »öhhhnn, ja ja, da ist was mit den Dreien, so öhhhhnnnn, aber guck lieber hier, Alien-Technologie, Effekt-Randale!«. Emmerich ist kein Meister des Character Developments, eigentlich nichtmal ein Erstklässler, in „Independence Day: Resurgence“ lässt er’s aber so hart schleifen, dass die Figuren bloß noch wie hin und her positionierte Hüllen wirken.
Jeff Goldblum und Charlotte Gainsbourg in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
So kommt mehr Shame als Charme auf, nix ist mit tension, nur weil Liam aka Lesser Hemsworth an Steuer- und Pew Pew-Einheiten von Raumschiffen und Jets rumbrüllt, als säße ihm die Wurst quer im Arsch, während Usher völlig verkrampft, weil die Bürde der Will Smith-Nachfolge zu schwer wiegt und „It Follows“-Entdeckung Maika Monroe wie auf der Suche nach ihrer Markierung mit »bin ich hier richtig, oder zu welchem Handlungsstrang gehöre ich eigentlich grade?«-Blick durch Momente des Films irrt. „Independence Day: Resurgence“ splittergruppiert die Figuren viel zu sehr und statt der Alien-Attacke dadurch Größe und Weite zu geben sorgt der Film nur für geographische und zeitabständliche Verwirrung und Logiklöcher, die selbst das fünftausend Kilometer breite Ernteschiff der Außerirdischen noch bequem durchfliegen könnte, ohne mit seinem Gravitationsfeld irgendwas von Belang zu erfassen. Handlungsführung gelingt Emmerich hier gar nicht, da war der erste Teil klarer und geordneter, die Figuren prägnanter.

Im Vergleich zum Katastrophenfilm-Vorgänger, der alle Tropen des Disaster Movies bediente und mit Invasions-SciFi kombinierte, scheint „Independence Day: Resurgence“ einen gewissen Hauch von „Star Wars“ meets „Starship Troopers“-Feel in die *ähem* Mythologie der Reihe implementieren zu wollen, die Struktur des Films folgt eher, oder besser: versucht der typischen „Grüppchen erledigen einzelne Tasks“-Narration der Sternensaga zu folgen. Die eigentliche Katastrophe durch den Alien-Angriff ist diesmal nicht viel länger als ein Todessternbeschuss, die mass destruction ist im Film nur um wenige Szenen gegenüber den Trailern erweitert, Emmerich hält sich nicht mit langen Passagen verzweifelnder und scheiternder Gegenwehr auf, verknappt den Handlungszeitraum von drei Tagen auf wenige Stunden, Widerstand und Pläne werden schneller und konkreter geschmiedet, nicht unbedingt effektiver ausgeführt, aber heuer wird nicht lange innegehalten, gezweifelt und gehadert, rumms rumms rumms zum nächsten Plotpunkt, ein trauerndes »my parents lived in London« wird mit einem lapidaren »maybe they got out« wegoptimistet, nachdem gerade ganz Asien auf die Themse-Metropole niedergeregnet ist, »wir packen’s nicht…« weicht »wird schon!«…
Jessie Usher und Liam Hemsworth in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
Was das alles meint: „Independence Day: Resurgence“ ist schneller, noch abenteuerlicher und dadurch ein ganzes Stück weniger effektiv als sein Vorgänger, bei dem die Zerstörung der Erde durch die geschicktere Hinführung und die bessere Charaktermontage einen echten Impact und tatsächlich einschnürende Momente hatte, während der „It’s the End of the World as We Know It…“-Part hier nur ein beliebigerer „…And I Feel Fine“-Auslöser für viel Lärm, dummes Zeug und CGI-Blockbuster-Entertainment ist. In den Wirren eines überkonstruierten Plots stecken viele kleine interessante Randgeschichten, da verbirgt sich ein „Predator“‘espues Midquel um einen macheteschwingenden War Lord in Afrika ebenso wie ein weit größerer intergalaktischer Krieg der Welten drin. Genau wie eine naiv-wohlmeinende „alle Menschen haben sich angesichts des gemeinsamen Feindes lieb“-Hypothese, die aber dennoch ihre spürbaren und hintergründigen Risse aufweist, wenn Nationen sich über Gegenschlagsmaßnahmen uneins sind und Dritte Welt-Bevölkerungen mit der Alien-Plage allein gelassen werden. Mehr noch: „Independence Day: Resurgence“ deutet an, dass der Film viel interessanter hätte werden können, wenn er sich auf die Folgen der Alien-Invasion konzentriert und ihre Rückkehr ausgespart hätte.

Auf die Weise hätte viel frischer Setting-Wind durch’s Franchise wehen können, stattdessen stolpert Emmerichs Regie an vielen gelungenen Ansätzen eines Post-ID4-1996-World Buildings vorbei und erhascht bloß wie zufällig mal einen Blick auf spannende globale Facetten und Nachwirkungen eines solch unvorstellbaren kataklysmischen Ereignisses, nur um dann doch wieder auf die plump-brachiale Spur abzubiegen und den ungelenken Versuch zu unternehmen, das eigene Sujet mit anderen großen SciFi-Namen narrativ zu kreuzen. „Independence Day: Resurgence“ ist dennoch irgendwie beides: ein besuchenswertes und ein beschissenes Sequel. Teil der Emmerich-Formel und seines langjährigen Partners Dean Devlin ist auch, dass Konzepte in Planphase und grober Umsetzung cool rüberkommen, nach hinten raus aber nie bis zum Ende durchgedacht sind: die Aliens kommen nach zwanzig Jahren mit einem einzigen, endgültig unbezwingbaren Gigantenschiff zurück, das sich der Erde wie ein Hut aufsetzt – warum haben sie das nicht beim ersten Mal geschickt? Die Aliens wollen und wollten schon im Vorgänger nur den Planetenkern ausbeuten und nicht die Oberflächenrohstoffe – warum nuckeln sie dann nicht risikofrei an einem der anderen sechs Planeten auf dem Weg zur Erde rum?
Die Aliens schmeißen Asien auf Europa in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
Das ist stets nur der frühe Funke einer vollreifen Idee, aber: immerhin haut „Independence Day: Resurgence“ damit einige mörderfette Visuals raus, zwischen Augen aufreißen und Augen verdrehen vergehen meist nur Sekunden, wenn Emmerich die nächste unlustige und ungerechtfertigte Nebenfigur mitten in einer knalligen Actionszene einen bescheuerten Oneliner raushauen lässt. Inmitten von Effektbombast und blassen Charakteren blitzen aber auch immer wieder das Herz für kindliche Freude an blinder Zerstörungswut und ausuferndem Wahnwitz der Set Pieces auf, ein Augenlid scheint an der Backe festgetackert, so heftig ist der Film selbstironisch am Zwinkern und am herausfordern, wie viel abgedrehten Stuss er einem noch zumuten und wie schräg er dabei werden kann. Die Rückkehrer Jeff Goldblum, Bill Pullman, Brent Spiner und Judd Hirsch nimmt sich Emmerich nämlich für einige der weirdesten, entwurzeltsten und sinnfreisten Handlungsstränge und Performances der Blockbuster-Geschichte her und selbst der absente Will Smith trägt mit einem Ölgemälde-Cameo indirekt seinen Teil dazu bei.

Goldblums unverwechselbare Goldblum’isms mit seinen Gesten und konfusen speech paterns, Pullman und Spiner, die nach dem telepathischen Kontakt mit den Aliens matschrübig geworden sind (Spiner noch mehr als eh schon) und der launige Hirsch, der mit seiner miserabel geschriebenen Kiddie-Odyssee im völlig falschen Film gestrandet scheint und den geographischen Nullsinn von „Independence Day: Resurgence“ auf die Spitze treibt, indem er innerhalb weniger STUNDEN von der Atlantikküste im Schulbus (!) bis ins tiefste Neveda tuckert – total meschugge. Von Hirsch abgesehen (denn mal im Ernst, den Auftritt hat SO wirklich niemand gebraucht) rettet die alte Garde wenigstens ein kleines Bruchstück des Charmes von „Independence Day“, auch wenn sie die Bühne zu oft an die farblosen Jungstars abtreten müssen und gerade Goldblum irgendwann komplett untergeht und nur noch willkürlich von Schausplatz zu Schauplatz beamt. „Resurgence“ wäre aber nicht bloß aus nostalgischen Gründen lieber bei den ergrauten Eminenzen des Franchise geblieben, das sind einfach die um Längen besseren Schauspieler, allein die homosexuelle Liebe zwischen Spiners wirrem Dr. Okun und John Storey (gay love in a mainstream movie, booyah!) und die angedeutete Geschichte von Goldblums Levinson mit Charlotte Gainsbourg haben mehr Gefühl und Wärme, als das steife Rumgesäusel mit Hemsworth und Monroe.
Jeff Goldblum und Bill Pullman in INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE
Im echten Leben hat man im Jugendzentrum sicher mehr Spaß als im Altersheim, bei „Independence Day: Resurgence“ ist es andersrum: die Oldies wissen, wie sie den Film zu nehmen haben, die young guns haben Ladehemmungen. Roland Emmerichs verspätetes Sequel macht abwechselnd jauchzend gute und dann wieder angepisst miese Laune und meist steht das in Verbindung damit, wer gerade auf der Leinwand zu sehen ist und wer nicht. Einige Anspielungen auf das Original und Emmerichs destruktives Schaffen im allgemeinen sind gelungen (in bester Clickbait-Überschriften-Manier: ihr werdet nicht glauben, was hier mit dem Weißen Haus passiert!), aber dann hat er wiederum geht-garnicht-Figuren wie den was-macht-der-da-eigentlich?-Buchhalter Floyd Rosenberg oder Hemsworth’ »I dig that asian-chick«-Flieger-Bro Charlie Miller im Mix, die es so ähnlich auch im Vorgänger gab, die da aber kürzer kamen und nicht bis zum Ende durchhielten. Hier wird das Sterben von Millionen und Milliarden durch solche Figuren irgendwie abgewertet und spielt eh keine größere Rolle, als Anlass für Reden und Pathos zu liefern. Auch die geraten beide kleiner, weniger denkwürdig in „Independence Day: Resurgence“, der sich auf interstellares Maß aufbläht, den Bezug zur Erde, zu uns, dem Publikum, aber verliert…

Wertung & Fazit

Action: 4/5

Schon ganz geil. Heftig-gute Effekte (bis auf einige seltsame Greenscreen-Shots), ordentlich gefilmt, wenn auch nicht immer nachvollziehbar geschnitten. Hat aber längst nicht die Wirkung des ersten Teils.

Spannung: 1/5

Eine Überraschung des Plots ist tatsächlich vom Marketing verschont geblieben, das sich unter anderem ja schon die riesige Alien-Queen nicht sparen konnte. Allerdings wird „Independence Day: Resurgence“ dadurch nicht unbedingt spannender, die Plotpunkte und -beats sind vorhersehbar.

Anspruch: 0/5

Bitch from outer space, please…

Humor: 0.5/5

Geschmackssache. Mir zu viele blöde Sprüche in Situationen, in denen blöde Sprüche eigentlich nichts zu suchen haben sollten von zu blöden Charakteren, die in keinem Film auftauchen sollten. Als wahnwitziges Spaß-Spektakel betrachtet aber schon ok.

Darsteller: 2.5/5

Extrem durchwachsen. Eeeeeeextrem durchwachsen. Grob kann man’s unter „die Alten alle gut, die Jungen alle blass“ zusammenfassen.

Regie: 2/5

Emmerich muss keinem mehr beweisen, wie bildgewaltig er die Welt zerstören kann. Alles andere ist wie gewohnt unter- bis fehlentwickelt und zum Teil schlicht stümperhaft und desinteressiert.

Film: 4/10

„Resurgence“ ist wie immer, wenn Roland Emmerich Destruktions-Blockbuster macht: schwankend zwischen spaßig-doof und nur doof. Awesomeness und awekwardness wechseln von einem Moment zum anderen, irgendwie unterhält’s, irgendwie ödet’s an. Ein cheer up-movie wie der Vorgänger ist hier nicht geglückt, auch weil Emmerich irgendwo zwischen Original und Sequel sein Händchen für eine adäquate Umsetzung und den dramaturgischen Impact des Todes von Milliarden verloren gegangen ist (schlimm festzustellen im zynischen „2012“) und die Schlussszene lässt eher schlimmes als tolles befürchten. Oder gar nichts, falls die Kasse des Films am Ende nicht für mehr reichen wird…

Mehr zum Film

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Kommentare

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  • SunnyboyXP0 21 Kommentar(e)

    Geht es eigentlich nur mir so oder lassen diese vermeintlich bombastischen Effekte bei anderen auch kein Wow-Gefühl mehr aufkommen? Je mehr CGI verwendet wird und je mehr alles überspitzt gezeigt wird (vom Himmel fallende Wahrzeichen), umso langweiliger und (in der Wahrnehmung) unrealistischer wird das Ganze. Ich bin diese computergenerierten Explosionen und Effekte echt leid. Sie erzeugen einfach keine Atmosphäre mehr und wirken belanglos-austauschbar. “24 – Die Another Day” hatte furchtbar schlechte Effekte und auch beim ersten Teil von “Independence Day” wirkte die Zerstörungsorgie viel glaubhafter.

    Ich fand den Film zwar nicht wirklich schlecht; es stellt sich jedoch die Frage, weshalb auch bei diesem Typ Film so gänzlich auf Story- und Charakterentwicklung verzichtet wird. Whitmores Rede war unplatziert, sein Opferwille nicht glaubwürdig und seine Tochter wirkte etwas deplatziert. Der restliche Cast überzeugte mich auch nicht wirklich. Viele loben Jeff Goldblum, wobei ich das nicht ganz nachvollziehen kann. Hinzu kommen schwere Logikbrüche (stationäre Abwehrstation auf dem Mond) und das Gefühl, dass die Grundidee wesentlich mehr Potenzial geboten hätte. Ich kann den Film genießen, wenn ich mich einfach nur berieseln lassen möchte.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Sehe das genauso, was diese CGI-Orgien angeht. Gerade die zwanzig städtesprengenden Weltuntergangsszenarien im Jahr ließen sich beliebig durcheinander schneiden und man könnte kaum sagen, was aus welchen Film stammt.

    • SunnyboyXP0 21 Kommentar(e)

      Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als die Macher von Star Trek von den echten Schiffsmodellen auf CGI umgestellt hatten. Man sah es sofort und die Schiffe wirkten deutlich unrealistischer. Ein Modell ist eben etwas Echtes und ich kann mich nicht entsinnen, dass damit keine spektakulären Gefechte möglich gewesen wären. Weiteres Beispiel ganz allgemein sind Explosionen und Feuer, zunehmend alles als CGI und teilweise sieht das so was von grottig aus (siehe 24, vor allem die Explosion im Stadion). Star Wars – die alten Teile wirken noch heute richtig gut und bieten unheimlich viel Charme und Atmosphäre (bis auf so manche bekloppte Änderung). Die neuen Teile wirken weniger wie ein Film, sondern wie ein PC-Spiel. Fast nur noch CGI und kaum echte Sets. Deshalb finde ich Teil 7 auch richtig erfrischend, selbst wenn auch hier auf CGI zurückgegriffen worden ist. Die Dosis macht es eben.

      Sehr beeindruckend finde ich die Transformationsszenen bei den Transformers. Die wirken allgemein authentisch und sehen klasse aus. Auch sonst hab ich bei diesen Filmen nicht ganz so sehr diesen befremdlichen Eindruck, was die künstlichen Effekte betrifft. Ansonsten hat Hollywood das Maß verloren. Es wirkt einfach bekloppt, wenn fast gänzlich intakte Wahrzeichen genüsslich in Zeitlupe auf die Erde stürzen oder irgendwelche kontinentale Erdteile bar jeder physikalischen Vernunft allein der Schauwerte wegen durch die Lüfte fliegen. Das lockt niemanden mehr, wenn die Basis aus Story und Charaktere einfach nicht vorhanden ist oder für diese Bildorgien geopfert werden. Zumal von 3D gar nichts zu sehen gewesen ist. Und der Ton? Hallo, Dolby Atmos? Wenn ich mir den Werbetrailer von Dolby anschaue, höre ich sogar mit einer einfachen 5.1-PC-Anlage die Möglichkeiten heraus.

  • donpozuelo 198 Kommentar(e)

    Den fand ich tatsächlich einfach nur doof 😀 Denn hätte er sich wirklich sparen können, aber er hat die chinesische Flagge mit im Film, also wird der Film ein Erfolg und deswegen schämt er sich auch nicht, gleich in diesem Film den dritten Teil anzukündigen. Vielleicht wäre “Wiederkehr” “besser” gewesen, wenn Emmerich auf die alten Charaktere verzichtet hätte – oder ihnen zumindest wirklich nur kurze Cameos gegeben hätte, um neue Figuren besser einzuführen. So war das echt alles sehr, sehr anstrengend… und das muss ich als Fan des ersten Films sagen.

    • Riggs J. McRockatansky Riggs J. McRockatansky 201 Kommentar(e)

      Ja, schon ein ziemlicher Schuss in den Ofen. Mal sehen, ob die internationalen Zahlen ausreichen werden, um das Sequel noch zustande kommen zu lassen, bei knapp $350 Millionen sieht’s bislang ja eher mau aus. Ich bräuchte aber auch wirklich keinen dritten Teil und auch nicht so, wie der Film ihn hier storytechnisch anteast…

    • donpozuelo 198 Kommentar(e)

      Ja, dieser Teaser war echt nicht aufregend… letztendlich erzählt er dann zum dritten Mal die gleiche Geschichte.. jetzt nur mit einem anderen Setting. Naja… schauen wir mal, ich glaube schon, dass der noch gute Zahlen einfahren wird.

  • Tora_Larsson Tora_Larsson 38 Kommentar(e)

    Überraschend gnadenvoll von Dir. 🙂
    Kleine Anmerkung: Folgenden Satz habe ich in Gedanken so gelesen: Dingsbumsness und noch ‘ne Dingsbumsness wechseln von einem Moment zum anderen… Hier musste wieder der Translator helfen und ich hoffe, du meintest “von Großartig bis peinlich”. Sonst habe ich den Satz nicht verstanden. 🙂

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