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Fast & Furious 7

FilmeFast & Furious 72453 Aufrufe2 Kommentare
Der Film
James Wans Car-Actioner mit Vin Diesel, Paul Walker, Dwayne Johnson, Jason Statham und Michelle Rodriguez...

Nachdem die halsbrecherische Raser-Crew um Dominic Toretto den Söldner Owen Shaw zur Strecke bringen konnte und alle Anklagepunkte gegen sie fallen gelassen wurden kehrt trotzdem keine Ruhe ein: in Tokio tötet Shaws Bruder Deckard zunächst Han und macht sich dann auf, den Rest der Gang zu erledigen…

Facts

Originaltitel
Furious 7
Genre
Jahr / deutscher Kinostart
/ 2.04.2015
dt. Titel
Fast & Furious 7
Produktionsland
Länge
ca. 137 Min

Credits

Regie
Drehbuch
Chris Morgan
Kamera
Stephen F. Windon
Schnitt
Leigh Folsom Boyd, Dylan Highsmith, Christian Wagner
Musik
Brian Tyler

Kommentare

Ja... weißt du... das ist vielleicht... deine Meinung, Mann...
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  • Duffy Duffy 67 Kommentar(e)

    (terminierter User 🙁 )

    “Yo, bro! Alter!”

    “Halt die Fresse.”

    Das war so in etwa der Dialog zwischen mir und der Leinwand während meines Kinobesuches.
    Bisher kam ich relativ gut klar mit der stumpfen “Familie!!!!111elf” Plattitüde der Reihe, stimmten doch bei Lin die Actionparts und das Ganze machte noch irgendwie Spaß. Der Drops ist jetzt gelutscht.
    Wan konnte schon in seinem eigentlich Metier nix und die Chance, daß der das Franchise hier versemmeln wird war relativ hoch. Wie sehr er das tun wird, konnte man allerdings nun wirklich nicht ahnen. Zwar versucht er sich die wichtigsten Dinge bei Lin abzugucken, erreicht aber nie nur ansatzweise dessen Fingerspitzengefühl. Die Proleten-Dialoge gehen einem hier schon nach 10 Minuten auf den Zeiger, The Rock hat eigentlich besseres zu tun (kann ich verstehen), wird kurzerhand ins Krankenhaus befördert und irgendjemand kam auch noch auf die Scheißidee Lucas Black wieder aus der Gosse zu sammeln. Doch das sind nur die rudimentären Probleme. Wirklich haarig wird es bei den dösbadeligen Actionsequenzen, die ganz einfach stümperhaft in Szene gesetzt und größtenteils abartig schlecht getrickst sind. Kam bei Lin, zumindest seit Teil 5, nicht vor.
    So richtig lächerlich -nicht auf die gute Art- wird es dann mit Statham. Sinn und Zweck des allmächtigen Gimmicks ist das stete Auftauchen an den absurdesten Orten, ordentlich Stunk zu machen, sich wieder zu verpissen um dann schließlich von vorne anzufangen. Etwaige Fragen wie das genau funktionieren soll darf man am besten gar nicht stellen, sonst gibt es Köppibumsen.
    Normalerweise würde mich der ganze Käse gar nicht drastisch stören, die Reihe ist schließlich schon länger Quatsch. Aber sie ist mir ans Herz gewachsen und bisher mochte ich eben diesen Quatsch ganz gerne, jedoch nicht….so.
    Kann man das alles jedoch ausblenden und die alberne Tatsache, dass Walker Tony Jaa vermöbelt, verkraften, könnte das funktionieren. Irgendwie. Bei mir war das nicht der Fall.

  • Haschbeutel Haschbeutel 8 Kommentar(e)

    This time it ain’t just about being fast.

    Man stelle sich vor, die Physik wäre geformt wie ein Mensch: Kopf, Arme, Beine – wie man das so kennt. Jetzt stelle man sich vor, auch FURIOUS 7 wäre ein Mensch, der seinen Arm bis zum Anschlag in das Rektum der physikalischen Grundlagen schiebt und dabei laut: “FUCK YOU!” schreit, während haufenweise Explosionen das Geschehen ummauern.
    Das mag jetzt etwas geschmacklos klingen, aber im Endeffekt beschreibt es hervorragend, was man in F7 zu erwarten hat: abgesehen von den ersten 20 Minuten eine Non-Stop-over-the-top-Action-Orgie, die ganz viele Filme (Martial Arts, Racing, klassischer Actioner) zu vereinen versucht und auch nicht vor der zu präsenten “Michael-Bay-gedenk-Kamerarotation” zurückschreckt. Mit den ersten Teilen der Reihe hat FURIOUS 7 mittlerweile noch weniger zu tun als die schon sehr neu ausgerichteten Vorgänger aber mal im ernst: Unterbodenbeleuchtung vermisst nun wirklich niemand.
    Statt dessen gibt’s Nonsens-Action am Fließband, die die Zerstörungsorgie in MAN OF STEEL wie Kindergeburtstag aussehen lässt, gepaart mit wunderschönen Muscle- und Luxuskarren. Statham und Russel fügen sich ordentlich in das Gespann ein und bieten genug Abwechslung zum bestehenden Cast, Dwayne Johnson fällt leider etwas hinten runter. Djimon Hounsou ist natürlich hoffnungslos unterfordert und Tony Jaa darf kurz durchblitzen lassen, dass man auch ohne kiloweise Muskelmasse ordentlich austeilen kann. Also alles beim Alten? Ja und Nein. Die Dauerfeueraction wird zwar wieder durch das obligatorische “We are family” Gerede unterbrochen, was dem Film aber teilweise ganz gut tut; die Action würde sonst auf Dauer zu schnell ermüden. Auch, dass “Letty” nicht nur schmückendes Beiwerk ist, sondern eine hervorragende Kampfszene mit Ronda Rousey liefert, lenkt vom Testosteron-Muskelberg-Gekloppe hervorragend ab.
    Einen bitteren Nachgeschmack haben aber fast alle Szenen mit Paul Walker. Zum Glück wird nicht schon während dem Film auf die Tränendrüse gedrückt und so darf er einen ordentlichen, wenn auch stark reduzierten Part zur Rettung seiner “Familia” beitragen. Gut gefallen hat mir aber sein würdevolles Ende. Ohne groß zu Spoilern: Schöner und respektvoller hätte man es nicht lösen können – eine tolle und ehrvolle Idee von James Wan und seinen Schreibern. Da darf dann auch mal das Pipi in die Augen steigen. Natürlich war Walker kein Oscar-Anwärter, aber hat in anderen Filmen (RUNNING SCARED) gezeigt, dass er durchaus auch die Bezeichnung “Schauspieler” verdient hat. Vielmehr kam er stets sympathisch und erfrischend ehrlich rüber, was den tragischen Abgang dadurch “näher” rückt als bei gestandenen Kollegen. Durch die “socialnetwork”-Aufarbeitung von Diesel und Gibson hat man Walker auch später besser kennen gelernt und gemerkt, dass Tränen und Worte im Film von Herzen kommen und nicht vom Script.
    Alles in allem ein mehr als “sehenswert”er siebter Teil einer Reihe, die sich mit jeder Fortsetzung streckenweise überbieten und neu erfinden will, im Kern aber eine spaßige No-Brainer-Versanstaltung bleibt, die man einfach anschaut während man amüsiert mit dem Kopf schüttelt. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass FAST7 einen Tick zu lang geraten ist und zu viel auf einmal möchte , weshalb er nicht ganz an den Unterhaltungsfaktor der Vorgänger herankommt.

    I used to say I live my life a quarter mile at a time and I think that’s why we were brothers – because you did too. No matter where you are, whether it’s a quarter mile away or half way across the world. The most important thing in life will always be the people in this room, right here, right now. Salute mi familia. You’ll always be with me. And you’ll always be my brother.