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The Revenant

FilmeThe Revenant2489 Aufrufe1 Kommentar
Der Film
Alejandro González Iñárritus Western-Vergeltungs-Drama mit Leonardo DiCaprio, Tom Hardy und Domhnall Gleeson...

In den 1820ern: der Trapper Hugh Glass wird auf der Jagd von einem Bären angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Seine Weggefährten lassen ihm jedoch keine Rettung zukommen, sondern rauben Glass aus und überlassen ihn in der Wildnis dem sicheren Tod. Doch Glass überlebt den Verrat und begibt sich auf einen blutigen Vergeltungsfeldzug durch die unwirtlichen Lande…

Facts

Originaltitel
The Revenant
Genre
Jahr / deutscher Kinostart
/ 7.01.2016
dt. Titel
The Revenant - Der Rückkehrer
Produktionsland
Länge
ca. 156 Min

Credits

Regie
Drehbuch
Alejandro González Iñárritu, Mark L. Smith
Kamera
Emmanuel Lubezki
Schnitt
Stephen Mirrione
Musik
Carsten Nicolai, Ryuichi Sakamot

Kommentare

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  • Fat_jacK47 Fat_jacK47 16 Kommentar(e)

    Birdman fand ich schon sehr gelungen und von der Optik her sehr interessant. Als ich dann die ersten bewegten Bilder zu The Revenant gesehen habe, war ich hin und weg. Und dabei wurde in dem ersten Teaser/Trailer kein Wort gesprochen.

    Wie sich herausstellen sollte, soll auch das die große Stärke des Films sein. Die Optik. Der Film erzählt seine simple Geschichte fast ausschließlich mit den tollen Bildern von Lubezki (da dürfte der nächste goldene Mann winken).

    Die wunderschöne Natur des amerikanische Wilden Westens bietet einen herrlichen Kontrast zu der sonst im Film herrschenden kaltblütigen Brutalität. Sei es die der Natur, oder die des Menschen. Zarten Pflänzchen sei an dieser Stelle geraten bei Sichtung des Films sich auf einiges gefasst zu machen. Die Natur und der Mensch sind grausam und auch das wird nicht zimperlich mit der Kamera eingefangen.

    Pferde dienen als Schlafsäcke, Pfeile durchbohren sämtliche vorhandenen Gliedmaßen. Viel weiter will ich gar nicht darauf eingehen um noch einen gewissen Grad an Überraschung zu wahren, für die, denen das Vergnügen noch bevor steht dieses Meisterwerk zu sehen.

    Neben der tollen Kameraarbeit und den wunderschönen Bildern der Natur hat der Film aber noch mehr zu bieten. Allen voran Leonardo DiCaprio als Hugh Glass.

    Ich bin über die Konkurrenz was die Oscars angeht aktuell nicht im Bilde, aber bitte, BITTE, gebt dem Mann endlich den goldenen Briefbeschwerer. Was soll er denn noch alles machen? Und muss es denn immer ein schwuler, schwarzer Sklave mit Aidserkrankung sein, der langsam verkrüppelt?

    Leo hat hier alles, aber auch wirklich alles auf sich genommen um dem Zuseher die weiter oben beschriebene Brutalität glaubhaft nahe zu bringen. Und es gelingt ihm mit jeder Faser. Wenn das randvolle Kino bei der Vorpremiere sich angewieder dem Bildschirm abwendet, dann wurde wohl in Bezug auf Realismus so einiges richtig gemacht.

    Viel Text hat er diesmal nicht. Brauch er auch gar nicht. Seine Mimik, seine Optik kombiniert mit der tollen Landschaft tragen diesen Film. Scheiss auf John Rambo! Den hätte Hugh Glass auch noch ausgeweidet, um in ihm zu nächtigen. Glass erlebt im Laufe des Films fast schon den wortwörtlichen Zerfall und, Himmel Herrgott nochmal, wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen Leo hat sich wirklich von einem Bären halbtot schlachten lassen.

    Apropos Bär, der Film erzählt natürlich auch noch eine Geschichte. Die ist so simpel wie einst Mad Max auf der furiosen Straße und beide Filme funktionieren in dieser Einfachheit. Glass ist einfach auf der Suche nach Rache, nachdem ihm sein Sohn genommen wurde und nimmt dafür so einiges auf sich. Klingt simpel? Ist es auch. Aber wenn man simple Geschichten allein mit der Präsenz eines DiCaprio und der tollen Kamera Lubezkis so dermaßen eindrucksvoll in Szene setzen kann, dann brauch ich künftig keine Üblichen Verdächtigen mehr.

    Getragen wird das ganze von sich angenehm zurückhaltenden Tönen, die niemals verkehrt sitzen. Aber was das angeht liegen die Stärken des Films klar wo anders.

    Hardy als der Antagonist gibt auch eine herrliche Figur ab, die keineswegs nur ein 08/15 Bösewicht ist. Egoistisch ja und dadurch auch zu manchen fähig. Aber so manchmal kann man seine Handlungen durchaus nachvollziehen.

    Nichtsdestotrotz ist das hier voll und ganz die Show eines DiCaprio und er weiß sie eindrucksvoll zu meistern.

    Wer Leo in Bestform und die Natur so wunderschön und grausam wie noch nie erleben will, der kommt um The Revenant nicht herum.