Stars im Portrait: CATE BLANCHETT

Portrait

Cate Blanchett seit 1999: 5 Oscar-Nominierungen, eine Auszeichnung (2005, Aviator). 7 Golden Globe-Nominierungen, zwei Auszeichnungen (1999, Elisabeth; 2008, I’m not there). 5 BAFTA-Nominierungen, zwei Auszeichnungen (1999, Elisabeth; 2005, Aviator). Der Preisregen startete jedoch bereits 1993, als Blanchett, damals noch am Theater, in Sydney als erste Darstellerin überhaupt den Preis als Bestes Talent und Beste Schauspielerin ergatterte.


CATE BLANCHETT Elisabeth


Daten und Zahlen, die belegen, mit welch schauspielerischer Größe und deren Anerkennung man es bei Cate Blanchett zu tun hat. Und dennoch nicht annähernd genügend, um der großartigen Australierin auch nur im Ansatz gerecht zu werden. Sie gehört nicht zu jenen Akteurinnen, die sich mehr über ihre Präsenz in Klatschmeldungen, denn jene auf der Leinwand definieren. Keine Skandalmeldungen, keine provozierten Schlagzeilen, verheiratet seit elf Jahren, drei Kinder. Seit ihrem Leinwanddebüt 1997 an der Seite von Gleen Close und Frances McDormand in Paradise Road verlässt sich Blanchett allein auf ihr Talent und hat mehr auch gar nicht nötig. Die Rolle in Shekhar Kapur’s historischem Drama Elisabeth brachte ihr den unternationalen Durchbruch und schnell wurde die Tochter einer melbourner Schullehrerin und eines texanischen Marineoffiziers zur gefragten Akteurin, sowohl in kleinen Independent-Produktionen, als auch größer angelegten Werken. Die ganz großen Kassenerfolge blieben dabei zwar aus, ihrem Publikum offenbart sich aber in jedem ihrer Filme eine Schauspielerin, deren Ruf sich nicht vor ihre Rollen drängt; vielmehr kann man in ihre Darstellungen eintauchen, ganz ohne dabei von der Person ‘Cate Blanchett’ abgelenkt zu werden. Ebenfalls kommt ihr hierbei zugute, dass sie nicht zu den typischen ‘schönen-Hollywoodgesichtern’ gehört. Blanchetts Ausstrahung ist eine natürliche, ihr Gesicht keines zum begaffen, sondern eines zum entdecken und eines, dass sich in den Dienst ihrer vielen grundverschiedenen und abwechslungsreichen Charaktere stellt.


CATE BLANCHETT The Hobbit


Mimisch ist sie beinahe beispiellos ausdrucksstark und facettenreich. So nimmt man ihr die edle Elbin Galadriel in Peter Jacksons monumentaler Der Herr der Ringe-Trilogie (2001-’03) ebenso leicht ab, wie die Wahrsagerin in Sam Raimi’s Mystery-Thriller The Gift (2000), die Darstellung der legendären Katharine Hepburn in Aviator (2004), Martin Scorsese’s Howard Hughes-Biografie, oder sogar den Bob Dylan in Todd Fields Experiment I’m not there (2007). In Tagebuch eines Skandals (2006) lieferte sie sich ein grandioses Psychoduell mit Judi Dench, für die Elisabeth-Fortsetzung Das goldene Königreich (2007) wurde sie als erste Schauspielerin zum zweiten Mal für die selbe Rolle Oscar-nominiert. Nicht unbedingt einen Gefallen tat sich Blanchett mit der Teilnahme an Steven Spielbergs missglücktem Indy-Revival Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008), wobei sie als pottschnittige Schurkin ausnahmsweise keine Akzente setzen konnte. Den Ausrutscher korrigierte sie umgehend und zeigte in David Finchers Der seltsame Fall des Benjamin Button (2008) wieder ihre ganze Klasse. 2010 spielt sie neben Russell Crowe in Ridley Scotts Robin Hood.

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