Die Szene nach den Credits von X-MEN: ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT erklärt (SPOILER!)

Seit Donnerstag läuft Bryan Singers Mutantenstadl „X-Men: Days of Future Past“ weltweit in den Kinos und fährt überwiegend begeisterte Stimmen und Meinungen ein. Der Gewohnheit von Comicverfilmungen entsprechend grüßt nach dem Film und im Anschluss an den Abspann noch ein kleiner Teaser auf den kommenden „X“-Film, „X-Men: Apocalypse“. Allerdings kommen die Macher hier mit einer Szene, die zumindest alle Nichtkenner oder nicht-so-gut-Kenner der Heftvorlagen einigermaßen ratlos zurücklassen dürfte.


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[ACHTUNG, ab hier herrscht akuter SPOILER-Alarm!]Die Post Credits Szene in „X-Men: Days of Future Past“ gewährt keinen Blick in die narrative Zukunft des Franchise, sondern vielmehr einen in die lang zurück liegende Vergangenheit und zu den Ursprüngen der Mutanten: im alten Ägypten, 5.000 Jahre vor unserer Zeit, steht eine Gestalt mit ausgebreiteten Armen auf einer Anhöhe, unter ihm im Wüstenstaub liegt ihm ein ergebenes Heer zu Füßen und skandiert den Namen der verhüllten Gestalt: »En Sabah Nur«. Mit erstaunlichen telekinetischen Kräften beginnt der Junge mit dem grauhäutigen und blaulippigen Gesicht, als der er sich entpuppt, massive Blöcke zu einer gigantischen Pyramide aufzustapeln, im Hintergrund vier Reiter.

Und wer ist nun dieser En Sabah Nur, der da in jugendlichem Alter mit erstaunlichen Fähigkeiten hantiert, wie sie kein zweiter Mutant zu besitzen scheint? Seinem Namen entsprechend (En Sabah Nur = The First One, der Allererste) ist der Ägypter der Ursprung der evolutionsbedingten Mutationen, lange bevor dieser genetische Sprung von Charles X. Xavier im ersten „X-Men“-Film erwähnt wird. Geboren in Akkaba und im Kleinkindesalter ob seiner absonderlichen Erscheinung verstoßen, wuchs der Junge in Obhut von Baal, dem Anführer der Sandstormers auf. Deren survival of the fittest-Philosophie prägte den Mutanten nachhaltig und um mal nicht zu sehr ins Detail zu gehen und dem nächsten „X“-Film die Erklärarbeit zu überlassen: aus En Sabah Nur wird später der mächtige Apocalypse, einer der unbezwingbarsten Feinde von Xaviers „X-Men“.



X MEN DAYS OF FUTURE PAST Apokalypse En Sabah Nur


Unterstützt von Alientechnologie der Celestial rüstet sich der noch schmächtige Bursche aus der Post Credit Szene zu einem Krieger von enormer Gestalt auf, der außerdem die Fähigkeit besitzt, die Molekularstruktur seines Körpers beliebig zu formen, sich an Umweltumgebungen anzupassen und sogar Waffen zu bilden. So ist Apocalypse fähig, nahezu jede übermenschliche Fähigkeit auf sich zu vereinen. Außerdem absorbiert und projiziert er Energie, beherrscht Telepathie und Telekinese und ist buchstäblich unsterblich. Mit anderen Worten: die eierlegende Wollmilchsau unter den Mutanten. Unter seiner Herrschaft stehen die Four Horsemen, die apokalyptischen Reiter, die er sich mit seinem fortgeschrittenen Wissen um Genetik (und andere wissenschaftliche Felder) Untertan gemacht hat. Deren Besetzung wechselt und wird von Apocalypse aus den Reihen anderer Mutanten rekrutiert.

Sich selbst als Kraft evolutionären Prozesses begreifend dürfte Apocalypse für das nächste, 2016 angesetzte „X“-Abenteuer mal eine neue Perspektive eröffnen, indem sich diesmal kein Mensch gegen die Mutanten richtet oder Magneto einen seiner kriegsschürenden Pläne anheizt, sondern sich ein übergeordnetes Wesen nach eigenen Wertvorstellungen dem Homo Sapiens ebenso höherstellt, wie dem Homo Superior. Wie En Sabah Nur Teil der Handlung wird, die nach „X-Men: First Class“ und „X-Men: Days of Future Past“ in deren neu geschaffener Chronologie in den 1980ern ansetzt, ist natürlich noch einem weiten Feld der Spekulationen überlassen. Möglich ist, dass Wolverines Zeitreise in „Days of Future Past“ und die damit veränderte Zeitlinie den seit Jahrhunderten schlummernden Mutanten aus seinem Schlaf weckt, womit auch erklärbar wäre, warum der krasse Kerl bislang in keinem „X“-Entry Erwähnung fand.

Hier noch ein Statement von Scriptautor Simon Kinberg:



Bryan Singers „X-Men: Apocalypse“ startet im Mai 2016 in den deutschen Kinos.

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