GAME OF THRONES: Kritik zur sechsten Staffel des Fantasy-Epos mit Kit Harington & Emilia Clarke

Vor wenigen Tagen ging die sechste Season des größten Fantasy-Epos unserer Zeit zu Ende. Die bisher beste „Game of Thrones“-Staffel hatten die Showrunner versprochen und nach zehn Wochen voller hitziger Diskussionen ist es nun an der Zeit, einen genaueren Blick auf das Gesamtbild zu werfen.

Zehn Wochen voller Diskussionen und unzähliger Fantheorien sind wieder viel zu schnell vergangen. Der ein oder andere muss sich noch von den letzten Schocks und Wendungen erholen, andere überlegen bereits, wie es im nächsten Jahr in Westeros wohl weitergehen wird. In unserer Review wird bis zu einem gewissen Punkt nichts über die Handlung der sechsten Staffel verraten, jedoch ist ein Spoilerteil am Ende zwingend erforderlich, denn man kann bei keiner „Game of Thrones“-Staffel Kritik äußern, ohne dabei über einzelne Handlungsstränge zu diskutieren.

Hier zunächst der spoilerfreie Teil.

„Game of Thrones“ Staffel 6 – Die Ausgangslage

(Achtung: unvermeidliche Spoiler zur fünften Staffel!)

Jon Snow ist tot. Ermordet von seinen eigenen Männern. Der Norden steht also machtlos der drohenden Invasion der White Walker bei Einbruch des Winters gegenüber, während die Nachtwache ihre Konflikte untereinander austrägt und Winterfell nach Stannis´ Niederlage weiterhin unter Kontrolle der Boltons steht. Die verbliebenen Starks sind in alle Winde verstreut. So ist Sansa auf der Flucht, Arya muss sich in Braavos ihrer wohl härtesten Prüfung stellen und Bran erlernt jenseits der Mauer unter Obhut des dreiäugigen Raben bisher ungeahnte Fähigkeiten. In King´s Landing haben religiöse Fanatiker die Kontrolle über die Stadt gewonnen und Königsmutter Cersei muss sich den harten Konsequenzen ihrer eigenen Intrigen stellen, während sie ihre Optionen im bevorstehenden Gerichtsprozess abwägt. In der Zwischenzeit steht Tyrion Lannister vor der schwierigen Aufgabe, den Frieden in Meereen wiederherzustellen, während von Drachenkönigin Daenerys immer noch jede Spur fehlt …

„Game of Thrones“ Staffel 6 – Die Kritik

„Game of Thrones“ ist die erfolgreichste HBO-Serie aller Zeiten und ein Massenphänomen durch und durch, das über Jahre hinweg bewiesen hat, dass Fantasy auch auf ungewohnt andersartiger und vor allem erwachsenerer Ebene überzeugen kann. Bei keiner anderen Serie wurde jemals so viel diskutiert wie bei der Adaption von George R.R. Martins „A Song of Ice and Fire“, dessen finale zwei Bände nach vielen Jahren immer noch auf sich warten lassen und man sich langsam die Frage stellt, ob wir das Ende dieser Geschichte überhaupt jemals noch in Buchform erleben dürfen. Bei all dem Mega-Hype, den dieses Popkulturphänomen jedes Jahr erneut auslöst, geriet die Serie jedoch im letzten Jahr teilweise scharf in die Kritik. So wurde ihr vor allem Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. Man würde sich in seinen Schockmomenten suhlen, die nur noch des Effektes wegen existieren.

Diesen Kritikpunkten habe ich schon im letzten Jahr keinesfalls zugestimmt, denn wenn man fünf Staffeln braucht um zu verstehen, dass „Game of Thrones“ in einer abscheulich grausamen Welt spielt, in der regelmäßig Tabus gebrochen werden, dann ist man bei anderen Serien vielleicht wirklich besser aufgehoben. Berechtigte Kritik war eher auf inhaltlicher Ebene zu finden. David Benioff und D.B. Weiss hatten die schwierige Aufgabe, „A Feast for Crows“ und „A Dance with Dragons“, die beide zusammen etwa 2000 Seiten umfassen, in einer Staffel zusammen zu verfilmen, da beide Romanhandlungen parallel stattfinden und ein verschiedenes Figurenensemble aufweisen. Das Resultat waren dann leider zum Teil haarsträubende Abweichungen von der Vorlage, da man den Großteil der Handlungsstränge so stark kürzte und simplifizierte und man mehrere Figuren einfach zu einer fusionierte, dass viele Entwicklungen einfach keinen wirklichen Sinn mehr ergeben haben und jeden Buchleser innerlich explodieren ließen.

Bestes Beispiel dafür war der neu eingeführte Dorne-Handlungsstrang, der mit den Büchern gar keine Ähnlichkeit mehr hatte und inhaltlich mit sinnfreien Kampfeinlagen und platten Charakteren einen qualitativen Fremdkörper in der Serie darstellte. Dass die fünfte Staffel in der Serienlandschaft trotzdem noch eine Glanzleistung ist, möchte ich an dieser Stelle nicht noch einmal erläutern, aber „Game of Thrones“ musste in den letzten Jahren einfach häufiger Kritik auf hohem Niveau einstecken. Nun standen die Macher jedoch vor einer noch größeren Herausforderung, denn die Serie hat die Bücher überholt und nun gilt es, einen eigenen Weg zum Ende der Geschichte zu finden. Das hat den „Nachteil“, dass die beiden Serien-Autoren mehr denn je die eigenen Stärken beim Schreiben unter Beweis stellen müssen, aber auf der anderen Seite den Vorteil, dass man sich auch als Bücherleser noch überraschen lassen kann und nun immerhin nicht mehr über Abweichungen von den Romanen gelästert wird (wobei man wohl sagen kann, dass man als Vorlagenkenner in einigen Handlungssträngen den reinen Serienschauern weiterhin einige Schritte voraus ist).
Der tote Jon Snow in GAME OF THRONES Staffel 6 - Episode 1 The Red Woman
Die sechste Staffel von „Game of Thrones“ ist schlichtweg atemberaubend und wieder eine Rückbesinnung auf die Stärken der ersten Staffeln. Man muss leider sagen, dass der Season zu Beginn noch stark die inhaltlichen Ungereimtheiten der direkten Vorgängerstaffel in den Knochen stecken, doch die geraten schnell in den Hintergrund: schon ab der ersten Folge legt die Serie ein solches Tempo und einen Ereignisreichtum an den Tag, dass man guten Gewissesns sagen kann, dass „Game of Thrones“ noch nie rasanter war. Erst in den Folgen 6 und 7 schrauben die Macher das Tempo kurzzeitig zurück und nehmen sich die Zeit, alle Figuren sorgfältig auf dem Schachfeld zu positionieren und besonders in diesen Momenten besinnt sich die Serie ihrer Anfänge, in denen es noch keine großen Schlachten gab, sondern man sich auf wunderbar geschriebene Dialoge und ein Intrigenspiel einstellen musste, das sich eher langsam entfaltet, um dann ganz am Ende bösartig zuzuschlagen.

Doch überwiegend sprengt „Game of Thrones“ in diesem Jahr endgültig die Grenzen des gewöhnlichen Fernsehens und präsentiert nichts anderes als großes Kino im Seriengewand. Noch nie war der präsentierte Bombast größer und noch nie hat die Serie so viel Budget verschlungen, doch jeder einzelne Dollar hat sich gelohnt: so gibt es gleich drei Episoden, die mit atemberaubenden Actionszenen aufwarten, die es in solchen Ausmaßen noch niemals im TV zu sehen gab. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass die Serie auch in den restlichen Folgen wieder mit unfassbar aufwändiger Ausstattung aufwartet. Schauspielerisch ist das Ränkespiel einmal mehr bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt und so kommt es vor, dass man sich selbst für eine eher nebensächliche Figur mal eben die wunderbare Essie Davis aussucht. Herausheben muss man in diesem Jahr aber besonders Lena Headey, Sophie Turner, Peter Dinklage, Liam Cunningham und Iwan Rheon. Vor allem aber ist es dazu die herausragend gute Inszenierung, die sich durch die ganze Staffel zieht. So bekommt man hier teilweise spektakuläre Kameraarbeit zu sehen, Ramin Djawadi liefert den bisher besten Soundtrack der ganzen Serie ab (Stichwort „Light of the Seven“) und besonders Miguel Sapochnik legt mit den letzten beiden Folgen eine Regieleistung vor, die man sicher als Meilenstein in der Fernsehgeschichte bezeichnen kann.
Emilia Clarke als Daenerys Targaryen entsteigt nackt den Flammen in GAME OF THRONES Staffel 6 - Episode 4 Book of the Stranger
Vorwerfen kann man „Game of Thrones“, dass es mittlerweile in manchen Momenten etwas berechenbarer wird und sich mit immer größerem Spektakel langsam mehr dem typischen „Hollywood-Gefühl“ annähert, was aber auch einfach daran liegt, dass das anfänglich unfassbar große Figurenensemble immer kleiner wird, sich die Serie auf der Zielgeraden befindet und damit sowieso auf große Action zusteuert. Mit der sechsten Staffel geht quasi der zweite Akt der Geschichte des Liedes von Eis und Feuer zu Ende, bevor es nächstes Jahr in die finalen Folgen der Serie geht. Die sechste Staffel ist offiziell die letzte mit zehn Episoden, die siebte und achte Staffel werden zusammen nur noch 13 Folgen umfassen. Mit Episode 8, „No One“, gibt es leider einen kleinen Tiefpunkt zu verzeichnen, denn da haben es sich die Macher doch etwas zu einfach gemacht und es istdeutlich zu merken, dass man krampfhaft versuchen musste, an einigen Stellen Budget zu sparen. Dadurch werden groß aufgebaute Handlungsstränge leider unwürdig abgeschnitten und haben teilweise mit erheblichen Logikproblemen zu kämpfen, doch in den letzten beiden Folgen der Staffel kann „Game of Thrones“ fast alle Fehler wieder ausbessern oder zumindest gut vertuschen, sodass die Geschichte am Ende ein ungewöhnlich rundes Gesamtbild ergibt. Jeder Handlungsstrang wird zu einem vorläufigen Ende geführt und die Cliffhanger werden so geschickt setzt, dass alle Konflikte für das große Finale vorbereitet sind und einmal mehr die Wartezeit bis zur nächsten Staffel unerträglich erscheint.

Hervorheben muss man auch in diesem Jahr noch einmal das große Gefühlschaos, in das man als „Game of Thrones“- Zuschauer geworfen wird. Geschickt werden Spuren gelegt, so dass man sich teilweise schnell Theorien über den weiteren Verlauf zusammenspinnen kann, doch schafft die Serie es wieder, einen mit geschickt platzierten Wendungen und Schockmomenten ins eiskalte Wasser zu werfen. Bei all diesen weiterhin düsteren Schocks muss man auf der anderen Seite aber auch festhalten, dass es niemals mehr Hoffnung in Westeros gab, denn – ohne jetzt zu viel über die Handlung zu verraten – viele Charaktere dürfen nach zahlreichen Rückschlägen endlich wieder einen Funken Zuversicht verspüren.
Imposant - Jon Snow stellt sich der Schlacht in GAME OF THRONES Staffel 6 - Episode 9 Battle of the Bastards
Fazit: wenn man an der Staffel überhaupt etwas kritisieren möchte, dann den Umstand, dass durch das rasante Tempo teilweise einige Entwicklungen etwas überstürzt wirken und besser noch etwas mehr Zeit in die Vorbereitung hätte investiert werden sollen. Auf der anderen Seite sorgt dieses Tempo gleichwohl dafür, dass es noch nie eine Staffel gab, in der so viel passiert ist und in der jede einzelne Folge dermaßen spannend war. Bis auf den Hänger in der erwähnten achten Folge gibt es tatsächlich keine einzige richtig schwache Episode, und ganz am Ende setzt sich „Game of Thrones“ noch einmal die Krone auf, da sowohl erzählerisch, als auch inszenatorisch Fernsehgeschichte geschrieben und neue Maßstäbe gesetzt werden. Mein persönlicher Favorit ist nach wie vor die vierte Staffel, da ich einfach den Roman „A Storm of Swords“, der außerdem die Grundlage für die dritte Staffel bildet, so genial finde, Staffel 6 allerdings würde ich direkt auf Platz 2 setzen.

10/10 Punkte für eine Referenzleistung im Fernsehen!

++++AB HIER SPOILER!!!++++

„Game of Thrones“ Staffel 6 – Die Staffel der Frauen!

Einen Schwerpunkt der Staffel möchte ich gesondert hervorheben und besprechen: es scheint beinahe so, als hätten die Macher die Kritik der Medien im letzten Jahr zum Anlass genommen, um den Inhalt in dieser Staffel genau ins Gegenteil zu verkehren, denn man kann Season 6 mit Sicherheit als die bisher feministischste Staffel mit tollen Charaktermomenten bezeichnen, bei der es sich perfekt anbietet, die Stärken und Schwächen der einzelnen Handlungsstränge anhand dieser Figurenentwicklungen darzustellen.

Dorne

Dorne kann leider auch in Staffel 6 nicht überzeugen, bietet aber auch kaum Grund zur Kritik, denn insgesamt gibt es nur zwei kurze Abstecher in die südliche Region von Westeros. Die Ermordung der Martells in der ersten Folge durch Ellaria Sand (Indira Varma) und die drei Sand Snakes ist eine wirklich überraschende Wendung, ergibt jedoch keinerlei Sinn und wirkt eher wie ein feiger Fluchtweg aus dem Schlamassel, das man vorher angerichtet hat. Die Zuschauer hassen Dorne? Kein Problem! Wir töten einfach alle wichtigen Figuren und bringen den Rest in einem cooleren Handlungsstrang (Daenerys) unter. Doch gibt es bereits hier in der ersten Folge eine ordentliche Ansage, wenn Ellaria über dem Leichnahm Doran Martells beschwört, dass schwache Männer nie wieder Dorne regieren werden, was sich spätestens mit der Allianz mit der Queen of Thorns und Daenerys bewahrheitet.

Daenerys

Wie viele epische Momente kann eine Figur eigentlich erhalten? Die Mutter der Drachen (Emilia Clarke) hatte jedenfalls einige denkwürdige Auftritte und ist immer noch die wohl stärkste weibliche Figur im ganzen Ensemble neben Olenna Tyrell (Diana Rigg), auch wenn interessant bleibt, dass sie sich immer mehr zur grausamen Eroberin statt zur besonnenen Regentin entwickelt. Egal ob die symbolische Wiedergeburt im Feuer, epische Kampfansagen gegen den Rest der Welt, plötzliche Deus ex Machina-Momente oder die Vertreibung der Feinde mittels Drachenritt: Daenerys hat den Epicness-Faktor immer wieder ordentlich in die Höhe getrieben und glücklicherweise findet die sechste Staffel ein wunderbares Schlussbild, in dem die Drachenkönigin endlich in ihre Heimat segeln darf und nun das große Spektakel beginnen kann, auf das man als Leser und Zuschauer schon seit Beginn der Geschichte wartet.

Sansa

Sophie Turner gehört mit zu den besten Schauspielerinnen in der Serie und ihre Figur darf endlich die erhoffte Wandlung zur großen Spielerin vollziehen, die in Staffel 5 durch Ramsay Bolton (Iwan Rheon) so unnötig zurückgeworfen wurde. Sie darf endlich große Stärke präsentieren, was einer der Gründe dafür ist, dass der Handlungsstrang im Norden neben King´s Landing immer noch der stärkste ist.

Meera

Meera (Ellie Kendrick) ist wohl am ehesten mit Brienne (Gwendoline Christie) gleichzusetzen, wobei ich besonders gespannt darauf bin, wohin es letztere nun verschlägt, denn traurigerweise verzichtet die Serie nun scheinbar endgültig auf Lady Stoneheart. Beide sind jedenfalls extrem starke Figuren, können jedoch aufgrund ihrer Loyalität niemals über sich hinauswachsen. Als Beschützerin von Bran, der einige der interessantesten Momente der Serie hat und nach belanglosen Reisen endlich wieder zu einer spannenden Figur in der Handlung wird, fürchte ich ehrlich gesagt etwas um ihr Leben, denn ich gehe fest davon aus, dass Bran in der nächsten Staffel zurück in die sieben Königslande kommt und Meera bald ihre letzte Aufgabe erfüllt hat.

Arya

Aryas (Maisie Williams) Handlungsstrang ist für mich leider der Tiefpunkt der Staffel, auch wenn sie scheinbar endlich die Meisterassassinin ist, die sie immer werden wollte. So viele faszinierende Schauplätze und Einzelmomente können leider auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der ganze Handlungsstrang durch eine unnötige „Schockwendung“ wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Die Ermordung von Walder Frey im Staffelfinale ist zwar noch einmal toller Fanservice, doch leider wird man hier kurrzeitig das Gefühl nicht los, dass die Showrunner eben doch nicht jeden einzelnen Handlungsstrang so gut unter Kontrolle haben wie andere.

Cersei

King´s Landing ist in der sechsten Staffel lange Zeit etwas nebensächlich, doch zahlt sich am Ende das Warten voll aus. Mit der Krönung Cerseis (Lena Headey) findet ihre Wandlung zur Irren Königin ihren Abschluss, die man zwar hätte vorhersehen können, aber bei der es die Macher häufiger geschafft haben, den Zuschauer auf falsche Fährten zu locken. Ich kann hier abschließend nur noch einmal hervorheben, dass die letzten beiden Episoden ein Meilenstein sind. Nicht nur innerhalb der Serie, sondern für das Fernsehen allgemein. Cerseis teuflischer Plan in Hinblick auf den Gerichtsprozess ist mit einer hervorragenden „Godfather“-Referenz versehen worden und zeigt wieder einmal das, was die Serie so unberechenbar macht. Da denkt man die ganze Zeit an Margaerys (Natalie Dormer) großen Masterplan, doch kurzerhand wird dieser Handlungsstrang mit einer Explosion abgeschnitten, was die wohl extremste Wendung seit der Red Wedding darstellt, auch wenn dieses anonymisierte Töten nicht die emotionale Wucht einer Verbrennung von Shireen Baratheon oder Ermordung Jon Snows erreicht.

Erwähnen muss man außerdem noch, dass mit der Tower of Joy – Szene die größte Fantheorie der ganzen Serie bestätigt wird und ich möchte an dieser Stelle lobend anmerken, dass ich das Ziel der Macher voll und ganz unterstütze, nämlich dass die Serie nicht ewig in die Länge gezogen wird, sondern endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden und die Handlung Schlag auf Schlag auf ihr Ende zusteuert. Nach diesem wunderbaren Staffelfinale habe ich das Vertrauen an die Macher nach der fünften Staffel endlich wieder voll zurückgewonnen, wobei ich mich ehrlich gesagt mittlerweile noch mehr auf „The Winds of Winter“ von Martin freue, denn er hat ja schon angekündigt, dass Serie und Buch wohl nicht viel gemeinsam haben werden.
Peter Dinklage, Nathalie Emmanuel und Emilia Clarke segeln gen Westeros in GAME OF THRONES Staffel 6 The Winds of Winter
„You are in the great game now. And the great game is terrifying!“ sagt Tyrion zu Daenerys vor deren Abreise in ihre alte Heimat. Besser kann man doch gar nicht auf zwei große finale Staffeln überleiten…

„Game of Thrones“ Staffel 6 – Die 5 denkwürdigsten Momente

Platz 5: Jon Snows Wiedererweckung. Keine überraschende Wendung, aber eine intensiv inszenierte Szene mit Jubelfaktor, bei der man lange Zeit nicht weiß, was passieren wird und welche Folgen die Hexerei haben wird.

Platz 4: Daenerys erobert Meereen zurück. Bessere und vor allem spektakulärere CGI-Effekte gab es im Fernsehen noch nie zu sehen.

Platz 3: „Hold the Door“. Von Mastermind George R.R. Martin persönlich stammt diese Enthüllung, die einer zuvor bereits spekakulär anzusehenden Actionszene mit einer der verblüffendsten Wendungen der Serie die Krone aufsetzt.

Platz 2: Die Sprenung der Septe von Baelor. „Der Pate“ trifft auf „Game of Thrones“. Diese Viertelstunde zu Beginn des Staffelfinales gehört inszenatorisch wohl mit zu den intensivsten Minuten der Seriengeschichte. Musik, Kamera, Effekte, Schnitt, Schauspieler- Hier kommt alles in Perfektion zusammen!

Platz 1: Die gesamte Schlacht der Bastarde! Noch nie gab es eine so beklemmende, brutale und intensiv inszenierte Mittelalter-Schlacht zu sehen. Die Folgen 9 und 10 bilden für mich zusammen mit „The Mountain and the Viper“, „The Children“ und „The Rains of Castamere“ die fünf besten Episoden der ganzen Serie.

Ein Kommentar

  1. Schön geschrieben. Und im Grunde genommen aus meiner Sicht auch gut getroffen. Es war gegen Ende hin einfach großartig und auch konsequent aber trotzdem unerwartet zu Ende geführt. Ich denke, den ein oder anderen unglücklichen Handlungsstrang kann man verschmerzen und Dorne hat’s diesmal auch nicht so recht verkackt, da seh ich allerdings vor allem das Problem, dass dort auch ganz schlechte Schauspieler am Werk waren. Arya’s Teleport am Schluss war wie bei Varys dann irgendwie schon Abrunden um jeden Preis, aber es ging denk ich auch um einen dramatischen Schlusseffekt.

    Trotz des Positiven, ich find die “Vorlagenlosigkeit” an der ein oder anderen Stelle macht sich in dieser Staffel aber am stärksten bemerkbar. Da Martin nicht hinterherkommen kann/sollte, ist das auch nicht anders zu machen und ich weiß auch nicht, ob das für die Serie schlecht ist, wenn sie ein anderes Ende bekommt. Aber wenn ich das jetzt ganz ehrlich ohne Fanbrille betrachte, dann wurde vieles glattgebügelt. Endlich Hoffnung schöpfen, kann man sagen. Aber ein Stück weit nimmt es die Identität. Wie du gesagt hast, zieht damit eine gewisse Blockbustertauglichkeit ein. Ich bin trotzdem gespannt, wie es weitergeht und ob die kommenden Konflikte auch nicht zu erzwungen wirken. Denn letztlich fiebert man ja so am ehesten mit den Starks, Tyrion und Danaerys mit. Und die haben in dieser Serie alle mehr oder weniger ihren großen Moment.

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