Kurz-Review: DUELL DER MAGIER (OT: The Sorcerer’s Apprentice)

DUELL DER MAGIER (OT: The Sorcerer's Apprentice) Filmkritik
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Story

Im Jahre 740 nach Christus: der mächtige Zauberer Merlin tritt mit seinen drei Schülern Veronica, Maxim Horvath und Balthazar Blake gegen die böse Hexe Morgana an, die mit einem schrecklichen Zauber die Welt ins Verderben stürzen will. Als es zur letzten Auseinandersetzung kommt verrät Horvath seinen Meister, doch Veronica gelingt es, Morganas Seele in sich aufzunehmen, so dass Blake sie in den sogenannten Seelengral, eine Schachtelpuppe, einschließen kann. Über 1.000 Jahre vergehen, in denen es Blakes Aufgabe ist, Merlins Nachfolger zu finden, der die Macht besitzen wird, die Welt ein für alle mal vom Bösen Morganas zu befreien. Im New York der heutigen Zeit stolpert schließlich der zehnjährige Dave in Blakes Antiquitätenshop – und erweist sich als der Auserwählte. Doch bevor Blake die Ausbildung des überforderten Jungen beginnen kann befreit dieser versehentlich Horvath, den Blake ebenfalls im Seelengral hatte einschließen können. Nach einem Kampf sitzen beide für exakt zehn Jahre in einem anderen magischen Gefäß fest, während Dave zu einem introvertierten, nerdigen Twen und begabten Physikstudenten heranwächst und nur allzu bald erkennen muss, dass er sich die Begegnung mit den Magiern damals nicht eingebildet hat und das er das Schicksal der Welt in Händen halten wird – ganz zu schweigen von seinem Kindheitsschwarm Becky, die es zu erobern gilt…

Story

Das Duell der Magier zitiert sich fröhlich durch die Blockbusterwelt der letzten dreißig Jahre, an jeder Ecke warten die Referenzen – Star Wars, Indiana Jones, Matrix, Der Herr der Ringe, Transformers, das Harry Potter-Franchise, Disney-internes –, ohne wirklich viel Eigenes zu bieten, jeder Charakter und die Grundsätzlichkeiten ließen sich problemlos in jedes andere Szenario transportieren. Aber, so versatzstückhaft die Geschichte der Zauberer auch präsentiert und so wenig sie vertieft wird: sie ist zumindest stimmig und alles, was sich Duell der Magier so ausborgt, funktioniert im Zusammenspiel. Erfreulicherweise findet der Film außerdem einen sehr augenzwinkernden Umgang mit diesem „alles schonmal dagewesen“, der nicht bloß wie ein durch die Furcht vor der Entdeckung der Ideenlosigkeit dahinter ausgelöster Tick wirkt, sondern mit unverkrampfer (Selbst)Ironie gefällt. Jay Baruchel hätte sich hier und da gerne etwas weiter von seiner Shia LaBluff-Gedächtnis-Performance entfernen können, wenn ihm besonders anfangs ständiges »no, no, no, no, no, no«-Shouting herausrutscht. Ansonsten meistert der Kanadier den nerdigen Helden wider Willen und wider Können souverän und hält eine gute Balance zwischen hektischer Überforderung und trotzdem einigermaßen ernsthaftem und glaubwürdigem Klagen über die Bürde des Auserwähltseins. Sein Showdown gegen die Hexe Morgana, die es nach Auftritten als Marvel-Villain bei den Avengers, Protagonistin in Marion Zimmer Bradleys Die Nebel von Avalon und Freundin des Zeichentricksuperheldenerpels Darkwing Duck nun zur Erzbösewichtin einer Big Budget Produktion gebracht hat, gerät indes sehr Pokemon’ig oder Yu-Gi-Oh!‘ig (oder was auch immer da gerade angesagt ist) und unterstreicht nochmals deutlich die Zielgruppenausrichtung des Spektakels. Dennoch: dank Nicolas Cages cooler Performance und den nicht voll ausgereizten, aber wiederum sehr stimmigen Effekten und Actioneinlagen sehenswerter Zauber-Zinnober.

Wertung

Fazit: 6,5/10

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