Review: ALIEN vs. PREDATOR

ALIEN vs. PREDATOR Filmkritik

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Der Film

Manche Filme und deren Macher haben gute Ideen. Zum Beispiel war es eine gute Idee Ridley Scotts, aus dem urspünglich als männlich konzipierten Charakter Ripley eine Frau zu machen, die sich in Alien (1979) gegen den außerirdischen Killerorganismus wehrt und im männerdominierten SciFi- und Action-Genre ordentlich Eindruck hinterließ. Eine ebenso gute Idee hatten die Macher von Predator (1987), die in ihrem Film erst auf knallharte Machoaction setzten, nur um die Testosteronbolzen um Arnold Schwarzenegger im Anschluss umso wirkungsvoller und heftiger vom Trophäenjäger aus dem All abschlachten zu lassen. Der Zusammenschluss beider Serien in Comicform, unter dem Titel Alien versus Predator erstmals 1989 bei Dark Horse Comics veröffentlicht, war auch keine schlechte Idee, die sich in einer Anspielung auf ein mögliches Zustandekommen des Duells in Filmform am Ende von Predator 2 (1990) und später in Videospielen unterschiedlicher Qualität für PC und Konsole fortsetzte. Die von Fans heiß erwartete Filmversion ließ jedoch nach ersten Scriptentwürfen besonders aus Kostengründen auf sich warten, ehe man im Jahr 2002 konkreter an die Sache heranging und Paul W.S. Anderson zu dem Projekt stieß – mit einer Story im Gepäck, an der er angeblich acht Jahre gearbeitet hatte. Für so viel verschwendete Lebenszeit könnte Anderson einem fast Leid tun…

Nördlich der Antarktis entdeckt ein Satellit der Weyland Industries ein seltsames, unter dem Eis gelegenes Hitzesignal, ausgesandt von einem pyramidenförmigen Bauwerk. Firmengründer Charles Bishop Weyland engagiert daraufhin ein Team von Experten, um zu dem sensationellen Fund vorzudringen. Angeführt von der Eis- und Expeditionsexpertin Alexa Woods macht sich die Gruppe auf. Nicht ahnend, dass eine außerirdische Rasse die Pyramide seit Jahrhunderten als Jagdrevier nutzt, um dort von ihren jungen Ausgesandten eine noch grausamere Spezies im Kampf besiegen zu lassen. Inmitten dieses Konflikts gerät nun die Gruppe von Menschen, die im Angesicht der Bestien chancenlos scheint…



Paul W.S. Anderson wagt sich gerne an große Namen, an Projekte mit breiter, erwartungsfroher Fanbase. Und wenn man es nicht ganz simpel auf seine Unfähigkeit als Regisseur und Autor zurückführen könnte, müsste man wohl davon ausgehen, dass es ihm riesiges Vergnügen bereitet, diesen Fans mit einer Dreistigkeit einen so erbärmlichen, wie die Leidenschaft des Verehrenden für das Verehrte beleidigenden Dreck vorzusetzen. Doch Andersons Mortal Kombat (1995), Resident Evil (2002) und eben auch Alien vs. Predator sprechen ihn seltsamerweise von dieser Unterstellung frei, denn einer solchen geballten Schäbigkeit auch noch eine gewisse hinterlistige Absicht zuzusprechen würde Anderson sogar aufwerten, wo er doch einfach nur ein bis an die Grenzen des Vorstellbaren unfähiger Filmemacher ist, der es eben nicht besser kann. Ihn nun aufgrund von Alien vs. Predator in einer Reihe mit Ridley Scott, James Cameron, David Fincher, Jean-Pierre Jeunet und John McTiernan nennen zu müssen ist wohl die größte persönliche Beleidigung, die man jedem dieser außergwöhnlichen Regisseure antun könnte.

Aber kein Schuldspruch ohne Beweisführung. Ohne direkt einen Kritikpunkt daraus ableiten zu können (immerhin hätte daraus trotzdem etwas werden können) enttäuscht schon das Setting von Alien vs. Predator. Kein Weltraum, kein ferner Planet, keine Marines, wie in nicht wenigen der Comics und Videospiele vorhanden, sondern die Erde, die Antarktis, ein paar Forscher, Archäologen und Wissenschaftler, statt einer interessanten Vertiefung des Backgrounds beider Spezies baut Anderson auf die Theorien des umstrittenen Prä-Astronautikers Erich von Däniken und macht die Predatoren zu frühen Besuchern des Planeten Erde, die den rückständigen Menschen das Bauen lehrten. Mag alles sein und widerspricht ja auch nicht völlig (wie so vieles andere im Film…) dem Quellmaterial, ist aber trotzdem lahm und so richtig passt es halt doch nicht zu der erbarmungslosen Jägerrasse. Bevor es jedoch zu diesem ganzen Hintergrundgeschwurbel kommt gelingen Anderson aber wenigstens ein paar stimmungsvolle Aufnahmen während der Exposition seines Films, so etwa gleich zu Anfang der scheinbare Anblick einer Alien Queen, die sich als Satellit entpuppt, oder ein paar Nachtaufnahmen der Antarktis samt Aurora borealis.



Mit den Figuren klappt es dafür von Beginn an nicht. Als eine von vielen, meist höchst unzulänglich in den Film gepressten, Referenzen hat man es wie in der Alien-Reihe auch in Alien vs. Predator in die Hände einer fähigen Frau gelegt, den Kampf mit den Monstren aufzunehmen. Wie ihrerzeit Sigourney Weaver ist Sanaa Lathan als Alexa Woods kein hot chick, sondern von eher herber Schönheit, wird als toughe Lady an einer Eiswand kletternd eingeführt, entwickelt nur leider im Gegensatz zu Weaver keinerlei Ausstrahlung. Nachdem sie von der bevorstehenden Expedition des unausgebildeten Teams in die Eiswüste erfährt gibt es das übliche Geziere des Profis, der aus Vernunftsgründen erst nicht so recht will und sich dann nach den richtigen Worten zur rechten Zeit doch breitschlagen lässt. Das Nutzen dieses Klischees, das man mindestens zweihundertvierzehn Mal zu oft gesehen hat, scheint Lathan selbst so peinlich zu sein, dass sie in den nachfolgenden Szenen möglichst unscheinbar zu tun versucht, um mit ihrer Nicht-Performance bloß keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die lässt Anderson dem übrigen Cast auch nicht wirklich zu teil werden, samt des schlau daherschwafelnden Raoul Bova und einem seinen Part schal herunterleiernden Lance Henriksen bekommt niemand irgendeine individuelle Besonderheit, die meisten nicht mal einen Namen und gemessen an der Menge an Darstellern gibt es wohl selbst im billigsten, lieblosesten Slasher-Sequel keine solche Anhäufung von schulterzuckenden »I don’t care about these people«-Momenten, wenn es der Truppe schließlich an die Eingeweide geht. Den schnatternden Ewen Bremner und den finster guckenden Tommy Flanagan von ihrem Nachwuchs reden und Fotos zeigen zu lassen sorgt einfach nicht von selbst für Anteilnahme, wenn die Väter nervende, unterentwickelte Unsympathen sind. Das haben ausnahmslos ALLE bis dahin erschienenen Alien– und Predator-Filme um Längen besser hinbekommen.

Aber, und das ist das wahre und im Vorhinein für unvorstellbar gehaltene Grauen dieses Machwerkes: ein wirklich RICHTIG schlechter Film wird Alien vs. Predator erst mit dem Auftauchen seiner knurrenden und fauchenden Titelfiguren. Zwecks Initialisierungsritus folgen drei Predatoren, sogenannte Unblooded, dem Expeditionsteam in die Pyramide. Dieses hat inzwischen eine grausige Opferkammer erreicht, unter der eine angekettete und zuvor eingefrorene Alien Queen mit dem Brüten begonnen hat. Als Weyland und seine Männer in einem anderen Raum die Schulterkanonen der Predatoren entwenden, die sie für historische Artefakte halten, setzen sie damit einen Mechanismus in Gang, der die Räume und Gänge der Pyramide verschiebt, die Mitglieder des Teams voneinander trennt und Alien-Eier in die Opferkammer transportiert, aus denen prompt Facehugger schlüpfen und die ersten namen- und charakterlosen Figuren befruchten. Bis dahin ist Alien vs. Predator ein langweiliger und uninteressanter Film, doch was nun folgt ist ein wenig feierwürdiges Fest der Unlogik, Kontinuitätsfehler und Blödheiten, wie es leider nicht einmal lächerlich genug ist, um daran Vergnügen zu haben, sondern in all der Missachtung seiner Vorbilder, aber auch des Verstandes seines Publikums nur noch ärgerlich ist. Wo manch einer Andersons Parade der Beschränktheit als unterhaltsames und bewusstes Trashfest schön zu reden versuchte ist es in Wahrheit ein im Minutentakt vollführter Tritt in die Eier des Alien– und des Predator-Franchise, ein Verbrechen an etablierten Mechanismen beider Serien und das alles geboren aus dem Unvermögen eines Regisseurs, diese Mechanismen zu verstehen und respektvoll ein- und umzusetzen.



Der Geburtszyklus der Aliens beispielsweise: die vorangegangenen Filme halten sich dabei zwar nicht sklavisch an Zeitangaben und oft bricht der Chestburster aus seinem Wirt hervor, wenn es dramaturgisch gerade passt. Aber: von der Befruchtung durch den Facehugger bis zum ausgewachsenen Alien vergeht dann doch ein mindestens mehrstündiger Zeitraum, in Alien vs. Predator geschieht dies in etwa fünfzehn (FÜNFZEHN!) Minuten. Die Alien Queen beispielsweise: um vom Unblooded zum Blooded zu werden muss ein Predator ein (EIN!) Alien töten und dessen Kopf erbeuten. Statt also die Queen nach dem Legen einer ausreichenden Anzahl von Eiern wieder in ihrem Eisfach zu versenken tauchen im weiteren Verlauf des Films massenweise weitere Eier auf, deren Ausbrüten die Predatoren einerseits fahrlässig zulassen, für die sich andererseits aber auch nicht annähernd genug menschliche Wirte in die Pyramide verirrt haben. In diesem Zusammenhang wird auch die im Trailer so cool aufgeblasene Szene völlig schwachsinnig, in der sich drei Predatoren vor Jahrtausenden einer gewaltigen Übermacht von Aliens geschlagen geben müssen, die komplette Gegend per Selbstzertsörung auslöschen und damit die Antarktis erschaffen. WOHER kamen all die Wirte? Und wenn die Predatoren aus der Ferne die Alien Queen gezielt zum Eierlegen einsetzen können, indem sie sie auftauen, warum sollten sie sie dann nicht auch aus der Ferne am Eierlegen hindern können, ehe die Situation außer Kontrolle gerät? Aber sowieso, die Predatoren beispielsweise: WENN man akzeptiert, das die per nuklearer Bombe die eisige Antarktnis geschaffen und eine ganze Zivilisation ausgelöscht haben, den Informationen aus Predator 1 & 2 zufolge aber bevorzugt in klimatisch tropischen Gebieten jagen, WARUM kommen die dann jetzt überhaupt noch her? Und warum bringen sie ihre Schulterkanonen nicht gleich mit, wenn zwei von ihnen ohne die Dinge SOFORT von Aliens weggeschlachtet werden? AAAAAAAAlless totaler Schwachsinn!

Ewig könnte man so weiter aufzählen und es kommt doch immer nur noch schlimmer. Nachdem ziemlich schnell nur noch ein paar Menschen, ein einziger Predator und eine ganze Horde von Aliens übrig ist steigert sich die Idiotie von Alien vs. Predator nochmal um ein vielfaches, wenn der Scar genannte Predator mit Alienblut seinen Helm und sein Gesicht markiert, unvorsichtigerweise von einem Facehugger besprungen wird… und in seiner nächsten Szene den Helm wieder vor das Gesicht setzt, als wäre NICHTS passiert. Es dürfte wohl der unfähigste und dämmlichste Jahrgang an jungen Jägern sein, die jemals auf die Erde geschickt wurden. Als der Predator sich, getreu dem arabischen Sprichwort »Der Feind meines Feindes ist mein Freund«, mit der inszwischen einzigen Überlebenden Alexa verbündet hört es endgültig auf. Jene Szene, in der der Yautja der Menschenfrau aus Alienschädel und –schwanz Schild und Speer bastelt und die beiden gemeinsam in Zeitlupe rumposieren und –rennen ist mit Sicherheit einer der kotzkrampfauslösendsten Momente, in dessen stinkende Richtung jemals eine Kamera gehalten wurde. Zu retten ist hier längst nichts mehr, aber wenigstens DAS hätte Anderson dem Publikum ersparen können.

Alien vs. Predator ist ein nahezu unerträglich schlechter Film. Die Sets und Studiokulissen sind unspektakulär und werden alles andere als stimmungsvoll eingesetzt (dafür reicht von Taschenlampen durchbrochene Dunkelheit nämlich nicht), die Schauspieler werden ebenso unmotiviert von den außerirdischen Monstern gekillt, wie sie vorher gespielt haben. Dank des PG13-Ratings, auf das es die Macher abgesehen haben, fehlt dem Ganzen dann auch noch jene Dimension des Schreckens, die Härte und Brutalität den Vorgängern verlieh. Und auch das, worum es dem Titel nach hauptsächlich gehen müsste, gerät absolut ärgerlich: die (wenigen) direkten Duelle zwischen Alien und Predator sind von jener UNdynamik, die eine Wrestling-Show ausstrahlt, wenn dort ein schwergewichtiger Brawler auf einen akrobatischen High Flyer trifft. So wenig man daraus eine gescheite Ringchoreographie ableiten und eine nachvollziehbare Fightstory erzählen kann macht das lahme Rumgekloppe zwischen den Killerspezies Eindruck. Dazu passt das verbockte Design der Predatoren, die nicht mehr so agil daherkommen, wie jene von Kevin Peter Hall verkörperten aus den ersten beiden Teilen, sondern wie schwerfällige, übertrainierte Steroidebrocken mit Rasierklingen unter den Armen daher stapfen. Auch unmaskiert erreichen sie nie die Brillianz des ursprünglichen MakeUp-Designs von Stan Winston, besonders im Kiefer- und Mundbereich ist da viel zu viel Mann hinter der Maske zu erkennen. Die Aliens sind da besser getroffen, verlieren aber immer dann jede Wirkung, wenn sie dem Rechner entspringen, worunter auch der Showdown gegen die CGI-Alien Queen leidet, denn die wirkt längst nicht so eindrucksvoll, wie das rein praktische Biest in Aliens von 1986. Und so kann schließlich gar nichts, aber auch wirklich GAR NICHTS mit irgendeinem der alten Filme mithalten und Alien vs. Predator ist nicht nur trotz, sondern leider und zur Schande der Macher auch WEGEN seiner beiden beliebten und verehrten Kreaturen einer der miesesten, verabscheuungswürdigsten Drecksfilme der letzten Jahrzehnte.

Wertung

Fazit: 0,5/10

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23 Kommentare

  1. Nein, der Film war nicht gut, aber besser als der 2. Teil, wenn auch nur ein wenig.
    Deiner Kritik kann ich fast so unterschreiben. Ich hätte dem Streifen aber 1. Punkt gegeben, und zwar für die Atmosphäre.
    Es gibt übrigens eine sehr interessante Sache.
    In dem Roman zum Film sind es 5 PREDATOREN, nicht 3. Dort geht es auch viel mehr ab, stellenweise sogar richtig brutal.
    Des Weiteren erfährt man auch, wie die PREDATOREN die Kälte aushalten etc.
    Kann ich nur empfehlen.

  2. Deine meistgehasste Szene(Die beiden Jagen gemeinsam) ist eine fast 1 zu 1 übernommen Szenen aus den AVP Comics. Im Comic baut sich diese Situation aber auf, man könnte sagen alle drei Bände münden in dieser Entwicklung. Die Protagonistin eine Asiatin die sich in der western-Machokultur ihrer Kolonie behaupten und emanzipieren muss. Der Predator ein eigenwiller und entwickelter(1/2 Band nur über sein Verhalten und seinen Hintergrund) Charakter. Ein Konzept das im Comic vor allem durch das Setting (fremde Farmkolonie), den langen Charakteraufbau und das komplett andere Thema des Comics aufgeht. Im Comic geht es um die Jagd als fordergründiges Thema, das Verhältnis zwischen Beute und Jäger, und ab wann diese Grenzen verschwimmen.

    Der Film nimmt sich hier eine erstklassige Vorlage und schlachtet Schlüsselszenen aus ohne Sinn und Zussamenhang. Anstatt 8-9 Charaktere schecht zu entwickeln, wären 2 Charaktäre (Protagonistin +Predator) stimmiger und sinnvoller gewesen. Das hanebüchene Setting und die grauenhaften Fights machen ihr übriges.

    Deiner Kritik geht völlig in Ordnung.

    1. Danke dir für den etwas ausführlicheren Ausflug Richtung der Comics, das unterstreicht und bringt sehr nachvollziehbar genau das zum Ausdruck, was mich an der Szene so massiv stört und warum Koorperationen zwischen Mensch und Predator in besser ausgearbeiteterer Form Sinn machen und Neues bieten können, statt so platt, unmotiviert und lächerlich wie im Film daher zu kommen

    2. Hab ich fast vergessen , bzw. sollte noch erwähnt werden. Das 2. Hauptthema des Comics ist Emanzipation und Initation als vollwertiges Mitglieds in die Gesellschaft. Im Comic schafft es die asiatische Protagonistin erst nicht sich in der western-Machokultur durchzusetzten und als Respektsperson angesehen zu werden. Erst zum schluss wird sie aktzeptiert (vom predator) und erhält eine Initiation, bei den Predators geschieht dies dann nach der Alienjagd mit dem Säurebrandmarken, ebenfalls eine Szene des Films. Hier hat wohl der Regisseur versucht das Thema zumindest aufzugreifen aber leider versagt. Man erkennt dies im Film leider nur in wenigen Ansätzen und Unterhaltungen zwischen Macher-Macho-Wayland und Ihr, ebenso das ständige übergehen ihrer Einwände.
      Das wirkt im Film aber eher deplaziert. Ebenso die 2 Minuten Einführung, dass es sich hier bei den Preds um eine Initiation handelt.Die Preds bleiben farblos und austauschbar. “Scar” soll wohl das equivalent zum Comic “Broken Fang” sein. Völlig ohne Entwicklung und Einführung. Hier hat es Hollywood wohl an Mut gefehlt einen Pred zum 2. Protagonisten zu machen.

    3. …an Mut, oder einfach nur an Kompetenz 😉
      Danke dir nochmals, freut mich, dass sich ein Kenner der Comics hier zu Wort meldet. Bei mir selbst ist’s Jahre her, dass ich mal einige Ausgaben gelesen habe

  3. Du übertriffst dich hier ja förmlich selbst! Vergliechbar mit dem stetigen Bergab des Films steigen deine Kommentare 😉 “ist mit Sicherheit einer der kotzkrampfauslösendsten Momente” – herrlich 😀

    Ich habe den Film mal im TV geguckt, irgendwann nachts mit ausgeschaltetem Hirn und da verging die Zeit schon im Flug – genossen habe ich den Film dennoch nicht…

    1. Thanx. Hab trotzdem nicht im Ansatz das Gefühl, der Schlechtigkeit des Films gerecht geworden zu sein 😉
      Spricht ja auch nicht gerade für den Film, wenn man sogar mit ausgeschaltetem Gehirn keine Freude dran hat

  4. kann ich nicht nachvollziehen. Gut geht ztwar anders, aber als Mainstream Actioner geht der durchaus in Ordnung. Wenn man die Alien und Predator Filme als Vorbild nimmt, kann er naturgemäß nur verlieren. Ansonsten ein fast typischer Anderson: straighte, schnörkellose Action und das durchaus auf guten Niveau

    1. die “Alien”- und “Predator”-Filme MUSS man ja als Vorbild nehmen, selbst WENN es einem gelingen würde, den Film davon losgelöst zu betrachten: er WILL ja in dem Zusammenhang gesehen werden, wozu sonst die ständigen Verweise?! 😉
      Davon ab ist der Film nunmal so zersetzt von Logikbrüchen (nicht nur innerhalb der Reihen, sondern auch innerhalb seiner eigenen 90 Minuten), von denen ich oben, denke ich, genug angesprochen habe. Und die “straighte, schnörkellose Action” ist mies gefilmt und meist bloß stumpfes Gebrawle. Aber whatever…
      Ich danke dir (und das meine ich ganz ironiefrei!), dass du hier eine andere Meinung zum Film reinbringst und (und das meine ich VÖLLIG ironiefrei), es freut mich für dich, dass du den Spaß am Film hattest, den ich gern gehabt hätte 😉

    2. Warum muss man diese als Vorbild nehmen, hier wurde schliesslich nur die Figuren der Filme verwurstet, mehr oder weniger basiert der Film ja auf dem Computerspiel.
      Das Argument mit den Logiklöchern ist ja immer ein wenig zweischneidig, wird doch das eigene Verhalten oft genug als Maßstab genommen. In sich kann ich keine allzu großen Logikbrüche erkennen.

    3. Anderson selbst legt schon Wert darauf, dass der Film in den Kontext der “Alien”- und “Predator”-Reihen passt. Das zeigt doch mit am deutlichsten die Figur von Lance Henriksen, die ein Teil des späteren Weyland/Yutani-Konzerns ist. Und wie gesagt, “Alien vs. Predator” verweist ständig auf die anderen Filme (und basiert auch eher auf den Comics), da kann es ihm nicht erspart bleiben, dass man ihn mit denen vergleicht. Logik, das ist schon richtig, ist immer eine diskutable Sache, aber ich halte die Brüche hier schon für ziemlich eindeutig, gestehe allerdings auch zu, dass sie natürlich nicht zwingend stören müssen, wenn man den Film eben so durchgehen lassen kann, wie du das anscheinend geschafft hast 😉

  5. Erstmal: Respekt, dass du den Mist bis zum Schluß ertragen konntest. Der Film ist mit das schlechteste, was ich jemals im Kino ertragen musste. Ich wunder mich aber, wo die 0,5 Punkte herkommen.

    1. Danke 😉
      Die 0,5 gibt’s aus zwei Gründen: ein paar GAAAANZ wenige nette Bilder, wenn man sie für sich nimmt, hat der Film. Außerdem kommt ja noch der zweite Teil und eventuell (aus dem Gedächtnis kann ich’s nicht mehr genau sagen) muss es für den noch Platz nach unten geben 😉

    2. Ich habe gerade nochmal bei mir nachgesehen und einen deiner Kommentare zu dem Film gesehen und kann dir sagen, dass du noch Platz nach unten brauchen wirst. 😉

      Ich warte jetz einfach auf deinen Veriss und hoffe, dass du nicht schon alle von mir anzukreidenden Logiklöcher selber auflistest. ^^

    3. Mal gucken. Ich hab Teil 2 bisher nur gerippt und im Fernsehen (also stark gekürzt) gesehen. Vielleicht überrascht der mich jetzt auf ungeschnittener DVD ja auch plötzlich positiv…
      Geh ich aber eher nicht von aus 😉

  6. Der Film war wirklich größter Mist. Die Predator sahen aus wie Bodybuilder, welche es mit den Steroiden übertrieben haben, die Däniken-Theorie passt einfach nicht zu den Alienjägern und abgesehen davon sterben die ja wie die Fliegen. Für mich als Fan dieser Alien-Fraktion geradezu ein Sakrileg. 😉

    Dass sich der Predator mit einem Menschen verbündet, war jetz nicht der größte Fehler des Films, da das ja auch in den Büchern passierte.

    Das Meiste, was ich zu dem Film sagen könnte, wird schon von dir erwähnt, weswegen ich es nicht nochmal zu schreiben brauch.

    Zum zweiten Spin-off: das wirklich Einzige, was mir daran gefiel, war dass man wieder die Hintergrundgeräusche nutzte, die mit dem Erscheinen des Predators eingingen und früher diese Spannung erzeugten…was hier aber auch nicht wirklich klappte.

    P.S.: Find’s cool, dass du auch mal einen der anderen Namen der Predator nutzt. 😀

    1. Ist richtig, Bündnisse zwischen Predator und Mensch gibt’s auch in Buch- und Comicform, aber wohl kaum so bekloppt wie hier. Sticht mehr aus Versehen ein Alien ab, kriegt daraus ihr “Equipment” gebastelt, das dann gar nicht zum Einsatz kommt, mal weg und dann plötzlich wieder da ist und dann dieses Zeitlupengepose und als der Preadator die Maske abnimmt und die beiden sich fast küssen… nee, nee, so nicht!
      Ja, immer nur ‘Predator’ schreiben nervt irgendwann, obwohl ich mir andere Bezeichnungen eigentlich für etwas specialiges aufheben wollte, das demnächst hier kommt… sei’s drum 😉

  7. Welch vernichtender Eintrag. Ich bin auch nicht gerade Fan dieser Spin off-Reihe, doch fand ich den ersten Teil immerhin recht unterhaltsam. Der zweite Teil ist dann aber wirklich Grütze und sollte bei dir den Wertungsboden durchschlagen… 😉

    1. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie ich “AvP” beim ersten mal sehen im Kino fand. Fand ihn auch da schon nicht gut, ob er wenigstens unterhalten hat weiß ich allerdings nicht mehr, aber spätestens nachdem ich ‘n heute zum dritten Mal gesehen habe ist es damit so oder so vorbei…
      Über die Ausdehnung des Wertungsbalken in den Minusbereich habe ich tatsächlich schon nachgedacht 😉

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