Review: INCEPTION

INCEPTION Filmkritik

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Ob es nun daran liegt, dass man irgendwann zu viel gesehen hat oder dass Filmemacher es nicht mehr verstehen: eines vermisst man im modernen Hollywood- und Blockbusterkino ganz besonders. Es gab Zeiten, in denen sowieso schon großartige Filme durch gewisse, nochmals herausragende Szenen den absoluten Gipfel und ihre volle Größe erreichten. Szenen, die man Bekannten vorführt, um ihnen die Qualität des Werkes nahe zu bringen, für die man das Fernsehprogramm wechselt, in deren Richtung man VHS-Kassetten spult oder sie per Kapitelanwahl auf der DVD ansteuert. Der gewaltige Sternenzerstörer in der Anfangssequenz von Star Wars (1977), Indiana Jones‘ Flucht vor einer riesigen Steinkugel in Jäger des verlorenen Schatzes (1981), Rudger Hauers Schlussmonolog in Blade Runner (1982), die Morphing-Effekte des T-1000 in Terminator 2 (1991), die T-Rex-Attacke in Jurassic Park (1993), der apokalyptische ShootOut in Michael Manns Heat (1995), die D-Day-Invasion aus Der Soldat James Ryan (1998)… solche Augenöffner und „always great to watch“-Momente sind im Gleichförmigkeitsbrei inflationär eingesetzter und nicht zum Mittel des Erzählens genutzter Digitaleffekte selten geworden, selbst aus toller Entertainementware wie J.J. AbramsStar Trek-Reboot ragt keiner der gebotenen Anblicke als absolutes »Whao…« heraus. In zwei Dinge setzt nun die Filmindustrie ihre Hoffnung, um dem Publikum wieder Denkwürdiges zu bieten, um etwas für die Ewigkeit und nicht bloß den Moment zu schaffen: 3D und Christopher Nolan. Freilich nicht in Kombination, denn der Brite hält nichts von den Sperenzien der räumlichen Seherfahrung, sondern setzt auf neue Konzepte, originäres Erzählen und eine visuelle Brillianz, die hauptsächlich praktisch und nicht am Computer entsteht. Sein Welthit The Dark Knight (2008) bot mit der minutenlangen CarChase-Sequenz mal wieder auf Zelluloid gebannte Unvergesslichkeit. Wie kein anderer aktueller Regisseur steht Nolan nun seit seinem zweiten Batman-Abenteuer unter dem ungeheuren Erwartungsdruck nicht nur ein gebührendes drittes folgen zu lassen, sondern überhaupt nichts geringeres mehr, als unumstößliche Meisterwerke abzuzliefern. Solche, wie Inception eines geworden ist.

Story



Dom Cobb ist ein Dieb, aber kein gewöhnlicher: Gedanken, Erinnerungen, Visionen, Ideen sind sein Diebesgut. Mit einer mehrköpfigen Bande dringt er in die Träume von Wirtschaftsbossen ein und erbeutet deren zum Teil tief verborgene Informationen. Aber Cobbs letzter Auftrag geht schief, der Geschäftsmanns Saito behält seine Geheimnisse, macht Cobb aber ein Angebot. Wenn es ihm gelingt, einen Gedanken in das Hirn eines Großindustriellen-Erben einzupflanzen ermöglicht Saito dem globalen Flüchtling Cobb die Rückkehr in seine Heimat und zu seinen Kindern. Cobb stellt sein Team zusammen, sie machen die Zielperson Robert Fischer ausfindig und die Inception kann beginnen – doch in Cobbs Unterbewusstsein wartet etwas auf ihn, dass das ohnehin riskante Unternehmen massiv erschweren wird…

Der Film

Unser Verstand – er kann uns schützen oder verraten – uns lähmen oder vorantreiben – uns nutzen oder versagen – und in Christopher Nolans Inception fällt seine und unsere letzte Grenze: er kann eingesehen, durchwandert, manipuliert, bestimmt, variiert, vergiftet, bestohlen werden. Die Grenze des allerletzten, was einem als Eigenes, als Uneinnehmbares bleibt – Gedanken, Ideen, Träume – sie werden weggewischt und überschritten von einem Mann namens Dom Cobb. Der Film – wir können ihn lieben oder verachten – er kann uns unterhalten oder verschrecken – etwas geben oder nur nehmen, Zeit als mindestes – und mit Christopher Nolans Inception fällt seine letzte Grenze: er kann nun das Flächenmaß, die Länge und die Breite der Leinwand überschreiten, nicht mehr nur gesehen oder auch sogar gefühlt werden – er kann nun gänzlich aufgenommen werden, nichts ist mehr der Winkel einer Kamera, die Bearbeitung eines Cutters, die Darstellung eines Schauspielers – etwas wie das nahst mögliche am Vollkommenen hat die Filmwelt erreicht, ein Gedanke, ein Traum vielleicht, der zu einer Idee, zu einer Story, zu einem Drehbuch, zu einem Film, zu einem Erlebnis wurde: Inception.

Es ist wirrköpfiges Zeug, das einem nach der Sichtung von Inception durch den Schädel schießt. Kaum mehr als der Versuch, auch nur einen Bruchteil des Gesehenen, des Erlebten in annähernd passende Worte, in die Bedeutung aneinandergereihter Buchstaben zu pressen, während einem die unter dem letzten geschriebenen Wort weiße Seite entgegenblickt und man weiß, dass es einem nicht gelingen wird, nicht gelingen kann. Das erste Lied, das einem nach der Sichtung aus dem Radio entgegenschallt? Passenderweise Nenas „Nur geträumt“, »Ich hab’ heute nichts versäumt, Denn ich hab’ nur von dir geträumt«. Ist das so, waren das zweieinhalb Stunden in einem Traum, dessen einziger Existenzbeweis hinterher nun eine eingerisse Kinokarte ist? Aber nein, denn dafür hat sich dieser Film viel zu intensiv ins Gedächtnis eingenistet, im Gegensatz zu einem Traum kann man sich an seinen Beginn erinnern.



Inception entreißt einen sofort der Realität, wie von Nolan gewohnt wuchtet einen die Dynamilk des Geschehens sofort mitten in die Geschichte, die längst am Passieren ist, während man dazustößt. Dom Cobb ist in den Träumen des Geschäftsmanns Saito unterwegs, bietet ihm an, ihn vor der sogenannten Extraction, dem Diebstahl seines Gedankenguts schützen zu können, denn er selbst ist der most skilled extractor. Doch Saito bemerkt den Bluff, ist sich des Traumes bewusst und Cobbs unerwartetes Scheitern bringt alles ins Rollen. Sein Geschäft ist illegal, Fehlschläge werden von seinen Auftraggebern nicht akzeptiert, er wird weltweit gesucht, Cobb, der Mann, der eigentlich nur zurück nach Hause, zurück zu seinen Kindern will und deren Nähe der einzige Ort ist, an den er nicht gelangen kann. Saito hat ihn in der Hand, doch das Angebot des Japaners ist kein rachsüchtiges, kein hinterhältiges, nicht mal unbedingt zuvorderst ein eigennütziges. Saito verlangt eine Inception, das Einpflanzen eines Gedankens, statt einen zu stehlen, als Gegenleistung ermöglicht er ihm die reibungslose Einreise in die Heimat. Sein Partner Arthur hält es für unmöglich, doch Cobb glaubt an die Durchführbarkeit des komplexen Vorgangs, glaubt daran, um an die Rückkehr in die Arme seiner Kinder zu glauben.

In Mombasa engagiert Cobb den Fälscher Eames, in Paris die junge talentierte Traum-Architektin Ariadne und es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit und um einen einzelnen, alles auslösenden, verändernden Gedanken im Kopf des Robert Fischer, der nach dem Tod seines Vaters dessen Unternehmen erben wird. Mehr kann man über Inception rein inhaltlich eigentlich gar nicht sagen. Nicht, weil man zuviel verraten würde. Nein, es ist wahrscheinlich egal, was man vorher über den Film weiß oder von irgendjemandem mitgeteilt bekommt, der glaubt, etwas über ihn zu wissen. Es wäre ohnehin vergessen, sobald der sinnbetäubende und gleichzeitig alle Sinne fordernde Rausch beginnt, der Inception ist. Wie der Moment des Kicks, durch den die Träumer durch das Gefühl des Fallens in die Realität zurückgeholt werden, ist dieser ganze Film wie ein anhaltendes Gefühl des Erwachens, möglicherweise gar des ersten Erwachens, so überfordernd im ersten Moment, so erstaunlich, so neu, so anders, so einzigartig. Eine vertraute Welt, die doch eine im Detail völlig unbekannte ist, die beunruhigt, die begeistert, die fordert, die gibt.



Inception beunruhigt, denn er zeigt, wie ein einzelner kleiner Gedanke, rationell ausgesprochen, vielleicht nur geflüstert, ein Leben kippen kann, es aus den Bahnen des für Selbstverständlich gehaltenen hinaus katapultiert. Wie er sich fortpflanzt, wie er zu etwas Unkontrollierbarem wächst, den Geist, der ihn geboren hat oder in den er von einem Eindringling festgesetzt wurde, zerstört. Inception begeistert, weil seine eigene Idee eine so geniale ist und weil die Übersetzung dieser Idee in einen Film ein audiovisuelles Bravourstück ist, wie man es seit ewig nicht geboten bekommen hat. Eine in jedem Ton und jedem Bild, eine in jeder Möglichkeit sich über dieses Medium auszudrücken perfektionierte Großtat des und vor allem für das Kino. Inception fordert, da er von einer solchen Unnachgiebigkeit, von einer dermaßenen Dichte ist, dass man sich jedes einzelnen Momentes genauestens vergewissern müsste, um in die Nähe des vollen Ausmaßes an vermittelter Information zu gelangen. Jedes durch Weghören verpasste Wort ist ein essentielles, jedes durch Wegsehen verlorene Bild ein reichhaltiges, während der eigene Puls jenem hämmernden des Films hinterher zu jagen versucht. Inception gibt, und das nicht nur mit Bildern, Tönen und Worten. Da ist etwas ganz und gar elementar-emotionales, etwas, womit das abstrakte Konstrukt des Gedankenraubs durch das Eindringen in Träume, wodurch ein hochtechnisierter Vorgang seine Gefühlsebene, seine Basis der menschlichen Nachvollziehbarkeit bekommt, ohne die eine Inception nicht funktionieren kann, ebensowenig ein Mann wie Cobb, in dessen Unterbewusstsein die am tiefsten reichenden Empfindungen überhaupt warten oder lauern.

Ein leichter, in Hollywood wohl sogar ein als logisch geltender Schritt wäre es gewesen, Inception voll auf Schauwerte zu trimmen. Das meiste spielt sich in Träumen ab und in denen ist alles möglich, doch Christopher Nolan entwirft hier nicht das, was wohl die Gedankenausgeburten von Comiczeichnern, Malern oder James Cameron gewesen wären (dem seine Vision von Pandora im Traum kam). Nolan zeigt den everybody’s dream, der nicht von vornherein etwas phantatsisch anderes ist, sondern es durch minimale Veränderungen der einflussnehmenden Komponenten wird. Als die Träumer zum Beispiel schlafend in einem wild rasenden Van unterwegs sind und dieser in Schieflage durch Kurven fegt gerät auch die bis dahin normale Welt des Traums aus den Fugen und das Außergewöhnliche, das die Realität erst von der Vorstellung unterscheidet, kommt zum Vorschein. Inception ist kein Film der CGI-Landschaften, der vollständigen Vortäuschung, sondern ein Film der Abweichung, des Unterschiedes. Der Geist ist nicht der Schöpfer von Phantasiewelten, er ist ein Kerker, eine Zuflucht, ein gestaltbarer Raum, der Anzeichen des Realen, der die Anregung des Existierenden benötigt, um anschließend dessen Gesetze außer Kraft zu setzen. Dies tut Nolan mit überwiegend praktischer Effektarbeit, da kämpfen echte Menschen in kippenden Fluren, keine Stuntdoubles aus dem Rechner in künstlichen Welten.



Inception ist also auch ein Triumpf des Echten und der Möglichkeiten des Realen, gegenüber allem was meint, dies durch artifizielle Sterilität ersetzen zu können. Aber natürlich ist er trotzdem und gerade deswegen ein Film von unbeschreiblicher Wucht, eine stetige Gewalt, die nur eine Richtung kennt, nämlich nach vorwärts. So unzweifelhaft existent, wie die Bilder sind, sind sie auch unvergesslich, verstärkt, nicht überlagert, durch perfekten CGI-Einsatz, der Gebäude kollabieren und sich ganze Städte übereinander legen lässt. Und durch die dröhnende Kraft von Inception gelingt es einem ausgezeichneten Cast, sich Gehör zu verschaffen. Leonardo DiCaprios Weg vom Teenieschwarm zum Charakterdarsteller ist längst keine Reifung mehr, es ist ein in der Hauptsache abgeschlossener Prozess, der nun mit jeder weiteren Rolle nur noch optimiert wird. Der Gedanken stehlende Profi, der liebende Vater, ein verzweifelter Mann, der an etwas Vergangenem festhält und damit alles und jeden um sich herum gefährdet, der Getriebene, der Waghalsige, der Bereiche des Geistes erkundet hat, zu deren Nutzung der Mensch sein Hirn sonst nie einsetzt, der tat- und schlagkräftige Actionheld – da gibt es nichts, was DiCaprios Leistung nicht in Vollendung abdecken würde.

Das man auch jedem anderen Mitglied des Casts den Lead dieses oder irgendeines Blockbusters anvertrauen könnte, daran lässt niemand Zweifel aufkommen, wenn es auch neben DiCaprios Cobb keinen zweiten so komplexen und im Zentrum agierenden Charakter gibt. Aber allein die geballte Klasse, die Inception aufzufahren imstande ist, spricht für sich. Der smarte Joseph Gordon-Levitt, die engagierte Ellen Page, der ausgefuchste Tom Hardy, der charismatische Ken Watanabe, die traumhafte Marion Cotillard – jeder verdient sich das Licht, das der Film auf ihn oder sie wirft. Der gütige Michael Caine absolviert mehr einen Cameo, Cillian Murphy hingegen agiert mit der ihm eigenen intensiven Aura. Im Zusammenhang mit den Darstellern darf der Score Hans Zimmers nicht fehlen, denn seine Musik bringt eine solche treibende Komponente ein, dass man sie getrost als weiteren Charakter durchwinken könnte. Nach The Dark Knight liefert Zimmer einen weiteren alles überragenden Soundtrack ab, genauso einzigartig, wie das Werk, das er begleitet.



Christopher Nolan raubt einem mit Inception schlicht die Worte, wie an dieser Stelle trotzdem so viele entstehen konnten ist längst nicht mehr nachvollziehbar. Sie sind mit bebenden Händen geschrieben, nachdem der wummernde Eindruck, den dieser Film hinterlassen hat, noch immer und noch längst nicht verklungen ist. Man kann sich gar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man Inception schon jetzt als besten Film des Jahres bezeichnet, man könnte sich gar von einem Hochhausdach stürzen und würde dennoch auf den sanften Kissen der Gewissheit landen. Man ist Zeuge von etwas für die Ewigkeit geworden und um den einleitenden Absatz dieses Textes nochmals aufzugreifen: Inception hat nicht diesen einen großartigen Moment, in dem seine volle Größe bewusst wird, in dem er den Gipfel erreicht. Dieser ganze Film, seine erste und letzte Sekunde und jede dazwischen, schweben über diesem Gipfel. Sind ausgeschlossen von jedem Vergleich. Haben eine Stellung eingenommen, die einer Unmenge anderer Produktionen das Recht auf die Bezeichnung „Film“ absprechen. Ja, Inception ist wirklich so groß. Und davon nicht nur geträumt zu haben, sondern diese Größe tatsächlich erlebt zu haben, dieser Vollendung eines Gedankens in vollem Bewusstsein beigewohnt zu haben, genau dafür ist Kino gemacht. Alles andere ist nur ein Traum…

Wertung & Fazit

Action: 5/5
Inception ist kein ununterbrochenes Actiongewitter, aber das was geboten wird ist in allen Belangen markerschütternd, dynamisch, großartig.
Spannung: 5/5
Nolans Inception schlägt einen schier atemberaubenden Spannungsbogen, der in seiner Dramaturgie kaum mehr zu toppen ist.
Anspruch: 5/5
Hintergründig, komplex, mit einem Mal sehen überhaupt nicht vollständig zu fassen.
Humor: 0,5/5
Keine Schenkelklopfer, aber die wenigen eingestreuten Gags zünden allesamt.
Darsteller: 5/5
Ein phantastischer Cast, bei dem nicht jeder die Zeit bekommt, die er/sie problemlos ausfüllen könnte, doch sämtliche Darsteller liefern Präsenz und starke Leistungen. DiCaprio zum zweiten Mal in diesem Jahr überragend.
Regie: 5/5
Mr. Spielberg, Mr. Kubrick, Mr. Lucas, Mr. Hitchcock: verbeugen sie sich vor ihrem Nachfolger, Mr. Christopher Nolan…
Fazit: 10/10
Irgendwas zwischen 160 und 200 Millionen hat Christopher Nolan für die Realisierung von Inception bekommen – das Ergebnis ist unbezahlbar. Mehr als nur DER Top-Kandidat für den Film des Jahres, sondern ein Anwärter für sämtliche All Time-Listen.

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78 Kommentare

  1. Ich bin erst vor Kurzem auf deine Seite gestoßen, durch deine megacoole Kritik zum megaschrottigen “Batman & Robin des Terminator-Franchise” Terminator: Genesys, welche ich bei Filmstarts fand. Ich gehe bei den meisten deiner Kritiken mit. Inception ist ein guter Film und er ist auch in meiner Sammlung, weil’s ein guter Film ist. Aber… die Idee dahinter ist so genial und ausbaufähig, dass ich mich zuweilen frage; “Warum müssen diese schlauen Traumdiebe, wenn sie Träume beeinflussen, ja sogar Traumkonstrukte bauen können, immer gleich zur Waffe greifen und so viel Zeit mit schießen verbringen als nicht eine unkomplizierte Lösung finden, worin kein Mensch im realen Leben sterben muss?” Vielleicht denke ich zu kompliziert und hinterfrage damit die Handlungen der Figuren, was nicht Sinn der Sache sein sollte, aber Kanonenfutter zu produzieren, um ein Hinderniss zu schaffen, ist nicht die kreativste Lösung. Ich habe vielleicht jetzt auch keine bessere Idee, aber für mich (schon als ich im Kino saß) wurde zu viel geschossen als kreativer mit der Idee unzugehen. Es sind Amerikaner, die müssen wahrscheinlich alles über den Haufen schießen!? Natürlich ist der Film komplex, aber so kompliziert ist der Film auch nicht, wie viele behaupten. Für mich ist und bleibt Memento Nolans bestes Werk und The Dark Knight steht sowieso außer Frage. Meiner Wertung nach eine 9 von 10, aber trotzdem ein faszinierendes Werk, dass Nolan als Ausnahmeregisseur festigt, außer bei The Dark Knight Rises, denn der Film ist alles, nur kein gelungener Abschluss einer bis dato sehr starken BATMAN-Reihe. (Ja, ich sag “bewusst” nicht Trilogie!)

    Ansonsten ist zu sagen, dass du Dir hier eine echt tolle Plattform aufgebaut hast. Egal, was die seltsamen Gäste hier schreiben. Filmgeschmack ist subjektiv und kein Filmkritiker ist objektiv, da sich sein Filmempfinden und der eigene Filmgeschmack über Jahre und Filme festigt oder sogar verändert. Und über Geschmack lässt sich am Besten streiten.

  2. Was mich an dem Film und auch an Nolans Arbeitsweise verblüfft ist, dass sich gerade “Inception” für eine CGI Orgie eignet, aber Nolan darauf zu 80 % verzichtet, diese einzustezten, sondern sich voll auf die Setarbeit und deren Spezial Effekte verlässt. Grandios.

    Jeder angehende Regisseur sollte sich geehrt fühlen, mal ein Praktikum bei ihm absolvieren zu können.

    1. Fand ich auch sehr gut, hat Nolan ja schon bei Batman Begins und The Dark Knight so gehandhabt, die sich ansonsten ja auch durchaus für mehr CGI-Einsatz eignen würden

  3. lol naja ich glaub schon. alleine das ende. da hat ich echt herzklopfen. also verrückt mein ich auch nicht so das man danach irgendwelche probleme hat. lol ne… ich mein eigentlich dass man dann echt nachdenkt ob alles real ist oder ned… deshalb find ich das was nolan uns abliefert auch echt inteligent… is anders wie in anderen movies wo man eben dann immer happy end und so hat. das ist auch eigentlich ein heppy end, aber irgendwie auch ned. und das merkt mann dann hald wenn man mal genauer nachdenkt. da fragt mann sich schon wie ein mensch sich so eine geschichte ausenken kann… naja hoffe du weist was ich mein

  4. also ich muss sagen das inception ist große mindfucking movie. es gibt imho keinen intelligenteren movie wie nolans inception. Lol, ich bin aus dem kino gekommen und hatte einen rauchenden kopf. nolan zeigt uns dass unsere psyche eine sehr komplexe sache ist die mann eigentlch nie verstehen kann da sie so komplex ist. wie seht ihr nolans botschaft in inecption? ich glaube er will uns sagen dass man aufpassen muss nicht verrückt zu werden und dass uns sonst nur andere menschen helfen können wieder klaren verstand zu behaupten. aber…lool… eigentlich ist das so dass inception uns ja erst verrückt macht. meint ihr das ist absicht?

    grüsse

    mauf

    Ps war jetzt schon 5 mal ins kino zu inception!!!!

  5. Pingback: my life in reverse
  6. Ich finde die Kritik in Zügen ziemlich lächerlich, ganz besonders den Versuch diesen Film, der ja ganz nett ist, orginell, wenngleich nicht innovativ, auf eine Stufe zu heben die jeglichen Vergleich mit anderen Filmen von vornherein ausschließt.

    1. Tja, im Verhältnis zu vielem aus dem Bereich Blockbuster- und Mainstreamkino der letzten Jahre (z. B. Avatar, Transformers, Spider-Man 3) schließe ich Inception tatsächlich von jedem Vergleich aus, da er da einfach deutlichst drüber steht. Wenn ich das nicht eindeutig genug eingegrenzt habe freut’s mich für dich, dass du wenigstens was zu lachen hattest… 😉

    2. @Christian: Woher holst Du denn nun plötzlich den Vergleich zu SPIDER-MAN 3? Der ist nun schon 3 Jahre alt und in der Zwischenzeit gab es etliche Filme, denen Nolans aufgepumptes Psychospielchen nicht im Geringsten das Wasser reichen kann. Darunter beispielsweise WATCHMEN und sein eigener DARK KNIGHT.

      Auch ich finde Deine Kritik über weite Strecken zum Schmunzeln. Selbst ein Inception-Pressetext verhält sich da diplomatischer.

      “Tja, im Verhältnis zu vielem aus dem Bereich Blockbuster- und Mainstreamkino der letzten Jahre (z. B. Avatar, Transformers, Spider-Man 3) schließe ich Inception tatsächlich von jedem Vergleich aus”

      Wenn ich Dich richtig verstehe: Du selegierst Filme aus dem Blockbuster-Kino, die Dir nicht gefallen haben, um dann INCEPTION als unvergleichlich zu stilisieren? Oh, Dude… 😉

    3. P.S.: Bei AVATAR habe ich mich im Kinosessel hingegen wie ein Kind gefühlt, das eine völlig neue Erfahrung machen darf. Nicht wegen der reichlich dünnen Geschichte, sondern weil Cameron etwas ÄSTHETISCH berauschendes geschaffen. Nach INCEPTION war ich lediglich perplex, weil ich mir nach dem ganzen Hype einen überragenden Film erwartet hatte. Dass es dann eine handwerklich großartige, ansonsten aber recht einfallslose Therapiesitzung geworden ist, hefte ich daher unter “Enttäuschung” ab. Seltsamerweise ging es den Leuten, mit denen ich im Kino war, ebenso.

    4. Was haben hier bloß so viele Leute ein Problem damit, dass ich diesen Film toll finde…? 😉
      Spider-Man 3 zähle ich zu den miesesten und enttäuschendsten Blockbustern der vergangenen Jahre und wieso sollte ich den nicht als Vergleich heranziehen, nur weil der drei Jahre alt ist? Watchmen und The Dark Knight fand ich auch klasse, aber die habe ich in dem Zusammenhang ja auch nicht erwähnt…
      Nein, ich selegiere nicht Filme aus dem Blockbuster-Kino, um Inception als unvergleichbar zu stilisieren, ich sage nur, dass er im Gegensatz zu den genannten Gurken der deutlich bessere Film ist und die sich im Vergleich nicht so nennen dürften. Das kann man sicher diplomatischer, neutraler, nüchterner, objektiver formulieren, aber ich kann’s auch einfach genauso sagen, ein bißchen Polemik darf wohl sein, oder?
      Zu Avatar: für mich war das nix berauschendes, die Technik hat mich eher vom Film als “Erlebnis” distanziert, als das sie mir dazu verholfen hat und dann blieb nicht viel mehr, als die dünne Geschichte. Und das ging selsamerweise auch den Leuten so, mit denen ICH im Kino war.
      So, nun haben wir nix anderes gemacht, als ein paar subjektive Standpunkte ausgetauscht, die so auch schon wieder alle widerlegbar wären, Watchmen fanden ja z.B. auch viele scheiße, Spider-Man 3 hat einigen gefallen und ich finde Inception immer noch toll und sage, dass ‘s mit das beste Blockbusterkino der letzten Jahre ist 🙂

  7. Wow! Sehr toll geschrieben!
    Ich hab den Film gestern endlich gesehen. Nach dem Film war ich platt und konnte auch gesehenes nicht recht in Worte fassen, allerdings war ein Gefühl klar zu spüren: Das Gefühl gerade etwas Sensationelles gesehen zu haben.

  8. Was ich bei Inception schade fand, ist, dass die meisten Schlüsselszenen bereits im Trailer gezeigt wurden. So hatte ich manchmal das Gefühl, mir nur eine sinnvolle Ordnung der Ausschnitte aus dem Trailer anzusehen. Aber das ist ja nicht Nolans Schuld und insgesamt bin ich ebenfalls absolut begeistert vom Film. Die Handlung ist komplex, aber stimmig; die Darsteller funktionieren perfekt miteinander; und ich hatte seit langem mal wieder eine Gänsehaut im Kino, nämlich an der Stelle, als Ariadne zu dröhnendem Sound die Erde wölbte und faltete. Solche Momente setzen sich wirklich im Hirn fest und das gelingt nicht jedem Film.

    1. Stimmt, was den Trailer angeht. Hab ihn mir erst nach dem Film angesehen und es kann dem Film tatasächlich nicht zuträglich sein, wenn man den allzu präsent im Gedächtnis hat. Szenen wie die Aufklärung, was sich am Ende für Cillian Murphy im Safe verbirgt und einiges andere wird reichlich vorweggenommen.
      Schön, wenn er dich trotzdem begeistern konnte 😉

  9. Mir hat deine emotionale Review gefallen, die wie ein unmittelbarer Ersteindruck nach dem Kinogang auf mich wirkt.
    Es ist schön zu sehen, wie das Medium Film uns nach wie vor begeistern und in einen Rauschzustang versetzen kann.
    Hätte ich nach dem ersten Kinogang geschrieben, dann hätte meine Review wohl ähnlich ausgesehen – habe meine aber erst heute nach der zweiten Sichtung veröffentlicht, nachdem ich meine Gedanken ein wenig sortieren konnte. 😉

    Bin aber genauso begeistert über INCEPTION und habe ihm die gleiche Wertung verpasst.

    1. Danke! Freut mich, dass du das genauso aufnimmst, wie’s von mir beabsichtigt war. Hab den Text ja tatsächlich unmittelbar nach dem Kinobesuch geschrieben und ich wollte nichts objektiv nüchternes vermitteln, sondern einfach nur Begeisterung. Ich denke, das ist bei einem 10er-Film auch ok und so sehr das Internet und die allumfassende Meinungsmache auch Sehgewohnheiten beeinflusst haben mag (sprich Vorverurteilungen wegen entstandenem Hype usw.): mich für etwas begeistern zu können möchte ich mir davon wahrlich auch nicht nehmen, verbieten oder es unterbinden lassen. (Geschweige denn von solchen Herren, wie sie sich da oben zu Wort gemeldet haben 😉 )

  10. Habe den Film nun gestern endlich gesehen und kann mich dem Hype, der Hysterie oder wie auch immer man es nennen mag, vollends anschließen. 😉

    Seit Jahren keinen so durchdachten, stimmigen und dennoch actionreichen Film gesehen. Eigentlich noch nie, in dieser Qualität.

  11. Nein, dieser Film ist kein Jahrhundertwerk sondern lediglich ein unterhaltsamer und optisch beeindruckender Blockbuster, der unter dem Deckmantel der Komplexität Intelligenz vortäuscht. Nolan hat Talent, aber einem Hitchcock oder Kubrick das Wasser reichen? Das ich nicht lache! Denn diese zwei haben es geschafft Filme zu machen, die den Zuschauer auch ohne übermäßig komplizierte Plots fordern, ihn dabei nicht nur mit visuellen Reizen totschlagen sondern durch wirklich intelligente Storys glänzen.
    Denkt man über die Geschichte von Inception nach, bleibt leider nicht allzuviel übrig über das es sich nachzudenken lohnt.
    Zudem leidet Inception arg an seinen farblosen Charakteren.
    Inception ist gut, aber definitiv ein Fall von übertriebenem Hype!

    1. “ein unterhaltsamer und optisch beeindruckender Blockbuster” – solange man sich darauf einigen kann, dass er mindestens das ist, kann man mit Inception wohl so oder so zufrieden sein 😉
      Ganz ehrlich, ich habe mich mit dem vollen Ausmaß des Hypes um den Film erst nach der Sichtung beschäftigt und natürlich wird da gerade was die angeblich fast undurchschaubare Komplexität angeht mehr Wirbel als nötig gemacht. Dem Standart-Sommer-Blockbuster und gerade den unkreativen Ergüssen der vergangenen Jahre ist Inception aber dennoch um Meilen voraus und das Nolan Unterhaltung und Anspruch zu verbinden versteht, wie lange kein Regisseur mehr, daran gibt’s für mich keinen Zweifel

  12. und sorry, hier über den Inhalt des Films zu debattieren würde jedem der ihn sehen will, das Erlebnis versauen. Man sollte so wenig wie möglich wissen über ihn.

    1. Sehe ich auch so, dafür kann man Foren aufsuchen, hier hat schließlich nicht mal jeder der Diskussionsteilnehmer den Film bisher gesehen.
      Freut mich, dass Inception dich ähnlich wie mich begeistern konnte

  13. Ich teile die Begeisterung vollends. Weil die Story schlicht genial ist, die Darsteller Top, die Effekte zurückhaltend aber umso besser und der Film höllisch spannend ist. Er ist die perfekte Symbiose von Arthouse und Blockbuster. Er ist allerdings, das ist aber für mich ein grosses Plus, äusserst komplex, auch wenn man aber der Handlung folgen kann, bei guter Aufmerksamkeit.
    Dem einen oder Andern wird das vielleicht nicht gelingen oder er kann sich nicht auf den Film einlassen. Das ist absolute Bedingung! Knallharte Realisten werden keine Freude an diesem Film haben (es geht schliesslich um Träume, die beeinflusst werden können).

    Meiner Meinung nach ist das nicht nur reine Unterhaltung, sondern dieser Film hat mich über Stunden beschäftigt und ich habe noch nie so lange und intensiv über einen Film anschliessend diskutiert.
    Was diesen Film so grandios macht, ist, dass er ein persönliches Erlebnis ist, was mit dem perfekten Ende erreicht wird. Jeder denkt sich den Film anders. Schaut mal in Foren nach, ABER NUR WENN IHR DEN FILM GESEHEN HABT.

    Ich werde ihn noch mehr als einmal geniessen…

  14. Also, ich finde toll, was du hier auf deiner Seite machst! Deine Kritiken haben richtig Niveau und man merkt, dass du eine gewisse Zeit und Leidenschaft reinsteckt- einige sind sogar besser, als die mancher Magazine und Zeitungen.

    Ich habe auch einen kleinen Blog, keinen so guten wie deinen, aber mit meinen 14 Jahren kann man ihn wenigstens gnädigerweise als passabel bezeichnen.

    Eine kurze Frage habe ich noch: Wie ist das mit dem Copyright der Filmposter und Bilder der einzelnen Filme. Reicht es “Warner Bros.” als Besitzer der Bilder anzugeben oder muss ich zur Presse gehören, um die Bilder in meinem Blog zu zeigen? Danke im Vorraus.

    1. Danke schön, freut mich wenn’s gut ankommt 😉
      Zu den Filmpostern und Bildern: im Impressum (ist momentan nicht einsehbar, kommt aber die Tage wieder) gebe ich klar an, dass ich keinerlei Rechte an jedwedem Bildmaterial besitze oder mit der Veröffentlichung hier beanspruche. Alle Rechte bleiben beim Urheber, mir dienen die Bilder ausschließlich zu Promotionzwecken. Bisher gab’s mit der Verwendung keine Probleme

  15. Dann rede doch mal über den Film. “OMG ist das geil” verstehe ich darunter aber nicht. Egal, ob diese Aussage jetzt einen Satz oder 10.000 Zeichen braucht. Erzähl doch mal von deiner Interpretation des letzten Bildes. DAS wäre ein lohnenswertes Gespräch. 😉

  16. Nicht zu vergessen, dass die Subjektivität die Hure der Laienkritik ist. Installiert man etwas als ‘subjektiv’, dann verfängt sich jeder, der noch etwas zu kritisieren hat, in den moralischen Fallstricken der Perspektivenhaftigkeit.

    Man soll es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Punkte, die man durch ihre Subjektivierung NICHT vollkommen relativieren kann. Wie SHMAST schon meinte, verdeckt die permanente Subjektivierung nur den Mangel an argumentativer Kompetenz. Wenn man mit den Möglichkeiten der Anerkennung guter Gründe nichts anfangen kann, behilft man sich eben mit Geschmack. Einen guten Kritiker macht das noch lange nicht.

    1. Wie geschrieben: diese Seite ist ein Hobby, ich BIN ein Laienkritiker, ich behaupte nix anderes und strebe auch nicht verbissen nach mehr. Ich muss mich hier nicht an formelle Regeln halten, ich darf hier so subjektiv über Filme schreiben, wie mir das in den Sinn kommt. Womit hast du oder habt ihr da ein Problem? Das hier ist keine bedeutende Filmseite, das ist bloß ein kleines privates Blog, und ihr habt heute am frühen Nachmittag nix besseres zu tun, als mir eine Profession abzusprechen, die ich überhaupt nicht besitze und niemandem vorgaukel.
      Kommst du auf das Urteil mit dem “Mangel an argumentativer Kompetenz” eigentlich nur anhand dieses einen Textes oder hast du das nach Sichtung mehrerer Reviews festgestellt?

  17. Müsste ich Punkte geben, wären 10 von 10 vielleicht nach einer Sichtung zu viel, 9,5 wären fair…
    Übrigens fand ich den Film nicht verwirrend und selbst wenn man mal kurz raus auf die Toilette hätte gehen müssen, hätte man (außer in wirklich ungünstigen Situationen) problemlos dem Gedankengang folgen können.
    Ich finde es schon allein klasse, dass ein Film Zuschauermassen anzieht, ohne mit dem Zusatz “3D” auf dem Filmplakat zu protzen.
    Ach, was gaukel ich mir und euch eigentlich vor. 10 von 10 Punkten sind völlig korrekt – ein herrliches Leinwandspektatkel zum Nachdenken!

  18. Und das soll jetzt ein Argument wofür sein? Ist es nicht viel eher immer wieder bemerkenswert, wie schnell Leute (vor allem im Internet) aggressiv werden, wenn sie überfordert werden? Dann ist eine inhaltlich wirklich kompetente Kritik mit tauglichen intertextuellen Verweisen und wenigstens einem Hauch von sauberer Thesenhaftigkeit auf einmal schwachsinnig. Dann will David Lynch auf einmal nur noch sein Publikum verarschen, weil seine Filme ja sooo sinnlos sind. Mit Begriffen wie “pseudointellektuell” hantieren erstaunlicherweise vor allem diejenigen, denen überhaupt irgendwie geartete intellektuelle Perspektiven fremd sind. Es ist vollkommen in Ordnung, einen Film als pures Entertainment zu genießen – das Interesse scheint dagegen groß zu sein, es der Gegenfraktion zu vermiesen. Da kann ich bloß mit den Schultern zucken und sagen: Ein Text, der mir 10.000 Zeichen lang Superlative um die Ohren ballert, ist plain simple nicht ergiebig oder spannend zu lesen. Dabei gibt es bei INCEPTION doch so viel ergiebiges, zB. die Filmindustrie-Metapher der ganzen Story. Da gehen bloß erstaunlich wenige drauf ein.

    1. Hach, und es geht immer weiter…
      Das soll überhaupt kein Argument irgendwofür sein, ich fand’s einfach nur erwähenswert, weil der “geschätzte Kollegen „Gast“” meinen Text “pseudo-philosophisch” nennt…
      Und der unaggressivste Ton wurde hier ja nun bislang auch nicht gerade angeschlagen…

  19. Hui, 1o von 10. Kann ich unterschreiben. Allerdngs würde ich sehr schnell wach werden, wenn ich so LAUT träumen würde. 😀
    Interessant, was man da oben so lesen kann. Nörgler gibbet ja überall. Ich als Duchschnitskinogänger hab aber keine Probleme damit, einen “gehypten” Film anzusehen und ihn gut zu finden. (Wat soll dat eigentlich? “Gehypt” tztztz…)
    Das war’s auch schon von mir. 😉
    Ach ja, Christopher Nolan hat heute Geburtstag. Er wird 40. Glückwunsch.
    Gruß – Olli

  20. Schmoger Schmebert! Der schreibt inzwischen mitunter die langweiligsten US-Kritiken. Dann wiederum sind die meisten Kritiken zu INCEPTION bislang ohnehin langweilig. Im deutschsprachigen Bereich ist der Staake-Text auf http://www.filmszene.de der bislang prägnanteste und fairste Beitrag.

    1. Tja, und siehe da: auch da schreibt jemand drunter [ZITAT]”So eine schwachsinnige, pseudointellektuelle Kritik. Einfach mal intelligent wirken wollen und den Film unnötig zerfaseln.”[ZITAT ENDE]
      So werden eben nicht nur Filme sondern immer auch Kritiken sehr subjektiv wahrgenommen 😉

  21. Wow, du bist mit dem Artikel sogar auf der WordPress-Startseite 😯

    Ich werde ihn mir aber erst durchlesen, wenn ich den Film gelesen habe. Das wollt ich eigentlich mal konsequent durchhalten, aber nun hab ich doch schon wieder einige Rezensionen gelesen und mich selbst gespoilert :/

    1. Ja, dieser Kommentaransturm der letzten Minuten hat mich da wohl nach oben gespült 😉
      Keine Sorge, wie Roger Ebert richtig schrieb, Inception ist Spoiler-resistent

  22. Bin echt froh das es dich gibt! Weil sonst würden wir nie an solche detaillierten Infos kommen und wahrscheinlich vieles übersehen!

    Danke dir für die Arbeite und Mühe und werde mir diesen Film bestimmt ansehen! Aber erst auf Dvd! Weil wenn er wirklich so gut ist dann bekomme ich einen Schreikrampf wenn ich warten muss bis er dann auf Dvd erscheint und nochmal das Geld fürs KIno gebe ich nicht aus!
    Deswegen warten bis er auf Dvd erscheint.

  23. Puh, jetzt wird’s mir langsam ein bißchen unübersichtlich, also nochmal: als Antwort zum ersten Kommentar auf diesen Post erwähnte ich, dass es auch negative Stimmen zum Film, Wertungen unterhalb der Durchschnittsgrenze, gibt. EINIGE davon kommen mir so vor, als wollten sie nur sagen: “so, alle finden’s toll, aber ich weiß es besser, es ist nämlich scheiße”. Das liest man aus Kritiken heraus, die neben der eigenen keine andere Meinung dulden und die jede andere Meinung für minderwertig der eigenen gegenüber halten. Dazu zähle ich mich definitiv NICHT, Stammleser dieser Seite sollten das bestätigen können. Mein Text zu Inception entstand gestern am späten Abend aus der tiefen Begeisterung heraus, die dieser Film in mir ausgelöst hat. Eine völlig subjektive Erfahrung, die ich mir nur ein paar Stunden später auch nicht zerreden lassen will. Also mal ein bißchen runterkommen, ich bin einfach nur ein netter begeisterungsfähiger junger Kerl, der einen großartigen Film gesehen und etwas darüber geschrieben hat. Da darf natürlich jeder der will dran herum kritisieren, aber ich FEINDE hier niemanden an, der über diesen Film irgendetwas anderes sagt als ich, das sind ein paar deutlich zu große Worte

  24. “Ich hoffe, in solchen Fällen zumindest vernünftig begründen zu können, weshalb ich mich nun nicht dem allgegenwärtigen Freudentaumel anschließe.”

    Warum müssen sich diejenigen, die den Film nicht perfekt finden eigentlich vor den Hypern rechtfertigen? Wer hat das festgelegt? Ist der INCEPTION-Jubel jetzt schon common sense, dem man öffentlich nicht widersprechen darf, ohne diskreditiert zu werden?

    “Bei manchen dieser Reviews liest man aber tatsächlich heraus, dass der Schreiber offensichtlich nur sein Image des anspruchsvollen Intellektuellen festigen wollte”

    Es gibt gute Gründe, INCEPTION trotz seiner inszenatorischen Virtuosität mangelnde intellektuelle Herausforderung anzukreiden. Die erste Hälfte des Films besteht nur aus expositorischen Dialogen, die jederzeit exakt erklären, was da auf der Leinwand passiert. Nolan traut seinem Publikum da zu wenig interpretatorische Eigenleistung zu. Andere Interpreten der Themen Traum und das Unbewusste sind da anspruchsvoller: Nicolas Winding Refn, Fabrice DuWelz, Gaspar Noe, Akira Kurosawa, Andrej Tarkovski. Nicht falsch verstehen: Nolan spielt da definitiv in der oberen Liga mit. Aber sein psychologischer Entwurf samt nettem Kellergeschoss fürs Trauma à la Freud ist eben ziemlich einfach gestrickt.

    1. Warum müssen sich diejenigen, die den Film nicht perfekt finden eigentlich vor den Hypern rechtfertigen? Wer hat das festgelegt? Ist der INCEPTION-Jubel jetzt schon common sense, dem man öffentlich nicht widersprechen darf, ohne diskreditiert zu werden?

      Ja, man darf widersprechen. Aber ja, man muss sich auch dafür rechtfertigen. Eine schlechte Kritik verlangt Argumente. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Und einem reinen Unterhaltungsfilm mangelnden psychologischen Anspruch zu unterstellen halte ich offen gesagt für ziemlich schwach, aber das ist natürlich nur meine Meinung. Sie dürfen die ihre gerne haben.

    2. Sicher macht Nolan ein paar Zugeständnisse, für einen Blockbuster mit diesem Budget aber auch nur die nötigsten. Ich konnte gestern schon einige “häääh?”‘s im Kino vernehmen… 😉
      Mich selbst hat die Gesamtheit dieses Films einfach überwältigt, er war ohne Frage nicht halb so kompliziert oder schwer verständlich, wie es hier und da hieß. Aber meiner Meinung nach wird dadurch dann eben auch nicht der Zugang zu den Emotionen der Figuren verbaut, gerade jene zwischen DiCaprio und Cotillard

  25. “Bei manchen dieser Reviews liest man aber tatsächlich heraus, dass der Schreiber offensichtlich nur sein Image des anspruchsvollen Intellektuellen festigen wollte (ich hoffe, das kommt bei mir nicht so rüber …”

    Wer liest das aus manchen Reviews heraus? Sie sind sich ja nun scheinbar selbst nicht sicher, ob man so eine Aussage treffen darf, ohne sich gleich in einer ziemlich paradoxen Situation wiederzufinden.

    Die Haltung, mit der hier NOLAN als Mann des Volkes zelebriert und gegen die heranstürmenden Nörgler verteidigt wird, ist, wie GAST SHMAST richtig feststellt, schlichtweg überheblich, arrogant und entbehrt jeglicher kritischen Grundlage.

    Bei der Gelegenheit würde ich dann doch gerne auch einmal wissen, auf welche Kritiken hier angespielt wird. INCEPTION hat durchweg sehr gute bis überragende Kritiken erhalten. Oder sind die Nörgler bereits die, die den Film halbwegs NÜCHTERN betrachten und ihm immer noch sehr gute 8/10 Punkte geben?

    1. Der Film hat also nur gute Kritiken erhalten, gleichzeitig ist es aber arrogant, ihn gegen “die Nörgler” zu verteidigen? Entscheiden Sie sich doch bitte für eine Haltung, dann können wir gerne darüber diskutieren.

      Ich habe kein Problem damit, wenn jemandem der Film nicht gefällt. Wie gesagt, geht mir das auch öfters so. Dann versuche ich aber, meine Meinung anhand belegbarer Kriterien zu begründen (verwirrende Story, schlechte Darstellerleistungen usw.) Was nicht geht, ist, einen Film deshalb abzukanzeln, weil es diesem angeblich an einem tieferen Sinn, der kritischen Auseinandersetzung mit realen Motiven oder was auch immer fehle. “Inception” ist als Unterhaltung gedacht. Pure Unterhaltung. Solange er diesen Job gut erfüllt, muss man als Kritiker nicht nach Ausflüchten suchen, um doch noch einen Verriss zu schreiben, einfach um gegen den Strich zu bürsten.

  26. So und nicht anders habe ich das erwartet. Da unser Filmgeschmack sich im Allgemeinen ja ziemlich ähnelt, bestärkt mich das noch in meinen hohen Erwartungen.

    Zu den obligatorischen Nörglern: Wenn mir ein Film wirklich nicht passt, auch wenn er allen anderen offenbar gefällt (Stichwort “Avatar”), dann sage ich das auch. Ich hoffe, in solchen Fällen zumindest vernünftig begründen zu können, weshalb ich mich nun nicht dem allgegenwärtigen Freudentaumel anschließe. Bei manchen dieser Reviews liest man aber tatsächlich heraus, dass der Schreiber offensichtlich nur sein Image des anspruchsvollen Intellektuellen festigen wollte (ich hoffe, das kommt bei mir nicht so rüber …) Wie auch immer, da muss man halt drüber hinwegsehen. Immerhin bin ich mir schon jetzt ziemlich sicher, dass ich bei “Inception” wenig zu meckern haben werde. 😉

  27. Ich kann mich dem geschätzten Kollegen “Gast” da leider nur anschließen. Diese Entwürdigung abweichender Haltungen zu INCEPTION (“Ja, mehr als der Drang zum Profilieren ist das meist leider nicht”) ist wirklich eine Frechheit. Stellen Sie sich vor, Herr Christian – es gibt auch Menschen, die INCEPTION sehr mögen, aber keineswegs für ein Meisterwerk halten. Menschen, die ohne rauchende Köpfe und bebende Hände aus den Kinos kommen, weil ihnen die Motive aus INCEPTION nicht neu sind. Steckt da nur Profilierungssucht hinter, oder könnte es rein hypothetisch möglich sein, dass es auch gesunde Menschen gibt, die ihre Begeisterung nicht teilen, aus welchen Gründen auch immer? Ich habe in Ihrem Text übrigens nicht einen einzigen Satz zu möglichen Lesarten über INCEPTION gelesen. Sie feiern den Film ab, während nicht ersichtlich ist, ob Sie auch nur einen einzigen klaren, EIGENEN Gedanken dazu entwickelt haben.

    1. Langsam langsam. Das Wort “profilieren” habe ich nicht in den Raum geworfen, es ist aber einfach oft so, dass Filme um die ein Hype entsteht, wie bei Inception der Fall, von so manchem Kritiker zwanghaft enthypt werden. Wer fundiert begründet darf Inception finden wie er will, das entwürdige ich weder, noch akzeptiere ich es nicht oder sonstwas. Ich persönlich versuche mich möglichst unbeeinflusst von jedweder Form von Hype zu halten, wer Filme aber schon des Hypes wegen quasi vorverurteilt, was dann aus der Kritik auch irgendwie ersichtlich ist, den halte ich durchaus für bloß profilierungswillig.

    2. Eine solche Haltung will und muss begründet sein. Deine Kritik windet sich jedoch über ästhetische Mätzchen um jegliche, substanzielle Betrachtung des Films herum. Es wird weder begründet, warum INCEPTION dem Hype gerecht wird, noch wird, wie SHMAST anmerkte, auch nur irgendeine Lesart hergestellt, die nicht so auch in den Presseheften zum Film stehen könnte. Solange also von Deiner Seite aus keine BESCHÄFTIGUNG mit dem Film erkennbar ist, entbehrt Deine Anfeindung JEGLICHER Substanz! Alle etwas nüchterneren Kritiken setzen sich mit INCEPTION auseinander. Wo willst Du auch nur EINE Kritik gefunden haben, die sich als bockige Anti-Hype-Haltung lesen lässt?

    3. Wieso muss ich mich objektiv und nüchtern mit einem Film beschäftigen, der mich subjektiv und zutiefst begeistert hat? Sorry, aber dazu war ich gestern abend auch einfach überhaupt nicht in der Lage, vielleicht nach einer zweiten und dritten Sichtung. Wieso sollte ich begründen, warum der Film dem Hype gerecht wird, wenn ich ihn gar nicht in Zusammenhang mit diesem stelle? Was für ein Anspruch wird denn von deiner Seite an einen Blog wie diesen gestellt? Ich bin kein “Profi”kritiker, ich betreibe das hier als sehr ausgiebiges Hobby, da darf ich hier doch auch die totale Subjektivität anstimmen, oder nicht? Wer den Film anders wahrnimmt – bitte, gern doch!
      Und nochmals: ich feinde hier niemanden an.

  28. Ich bin normalerweise ein recht ruhiger Mensch, aber: Darf ich Dich für Deine unfassbare Arroganz einfach mal hemmungslos verprügeln?

    Dieser Text ist eine ZUMUTUNG. Schachtelsätze, pseudo-philosophisches Gewäsch, grammatikalisches Totalversagen. Das ist REALSATIRE, aber keine KRITIK.

    “Christopher Nolan raubt einem mit Inception schlicht die Worte, wie an dieser Stelle trotzdem so viele entstehen konnten ist längst nicht mehr nachvollziehbar.”

    Der einzige Punkt, in dem ich Dir Recht gebe. An dieser Stelle ist tatsächlich längst nicht mehr nachvollziehbar – und auch nicht zu fassen-, was man da gerade gelesen hat.

    1. Und da ich kein arroganter Mensch bin, schon mal gar kein unfassbar arroganter, entschuldige ich mich, dass dieser Text in Länge und Form deinen Ansprüchen an eine Kritik nicht gerecht wird

  29. Kann mich deiner Kritik nur anschließen! Ganz ganz großes Kino!!! Und ja, die Nörgler gibts immer wieder, weshalb die sich immer mit negativen Kritiken profilieren müssen verstehe ich auch nicht…

    1. Ja, mehr als der Drang zum Profilieren ist das meist leider nicht, sowas wie fundierte negative Kritik ist bei Filmen und Umständen (Hype tec.) dieser Art ‘ne Seltenheit. Da fehlt vielen der Wille und auch die Fähigkeit, sich einfach nur begeistern zu lassen

    1. Bin grad auch beeindruckt, dass du ihm soviel gibst, aber eigentlich sind alle Punkte gerechtfertigt. Und weisste, in 60 Jahren, wenn der Film dann Kultstatus a la Star Wars oder so hat, kann ich dann sagen, dass ich an der Schweizer Vorpremiere war 😀 😉 Und mein Ticket für Millionen an den Mann bringen. ^^

    2. Hoppla, stimmt, da sollte natürlich Pete Postlethwaite stehen (tut’s jetzt auch). Hab ich nicht gut aufgepasst beim Copy’n’Paste, danke dir für den Hinweis!

    3. Da werd ich mit meiner stinknormalen Donnerstagnachmittag-Karte wohl nicht sehr weit kommen. Aber egal, wir haben ja trotzdem den selben großartigen Film gesehen 😉

  30. Ich bin ja beruhigt, dass ich bis jetzt nur positive Kritiken zu dem Film lese.

    Macht mich nur noch heißer auf meinen Kino-Ausflug am Wochenende.

    1. Jedes positive Wort über diesen Film ist ein berechtigtes. Zwar gibt’s auch die obligatorischen Nörgler, bevorzugt aus den Reihen der “gehobenen” Presse, aber Inception ist einfach nur begeisternd. Viel Spaß am WE! 😉

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