THE DARK KNIGHT RISES: Kritik zu Nolans Abschluss der Batman-Trilogie mit Christian Bale

Kein Blockbuster hat es in diesem Filmjahr wohl schwerer, als The Dark Knight Rises. Mit dieser Aussage soll wohlgemerkt keine weitere Bühne für den Amokschützen von Aurora gebaut werden, es ist tragisch genug, dass dieses unfassbare und schreckliche Ereignis für die Zeit seines Überdauerns mit Christopher Nolans Trilogie-Abschluss in Verbindung gebracht werden wird. Nein, The Dark Knight Rises hatte schon lange zuvor und seit gut vier Jahren mit etwas anderem zu kämpfen, nämlich der Erwartungshaltung. Der direkte Vorgänger The Dark Knight als Citizen Kane oder Godfather unter den Comicverfilmungen gefeiert, schon der Auftakt Batman Begins eine vielgelobte Erneuerung des dunklen Ritters und dann der Startschuss des The Dark Knight Rises-Marketings: allein der Titel, die Entscheidung, dem Vorgänger ein episches „Rises“ statt eines eher schnöden und gewöhnlichen „Returns“ anzuhängen, und auf einmal war da nicht die Rede von Christopher Nolans Dark Knight-Story oder –Tale, sondern von einer „Legend“. So überragend die Bat-Filme des Briten auch sein mögen, von ihrer Güte und dem Hype um sie herum abgesehen haben sie in sich nichts „legendäres“. Nolans Batman ist so legendär wie ein Bauarbeiter auf dem Gerüst, so legendär wie ein Streifenpolizist, ihn umgibt nichts mythisches, nichts legendäres. Das die Dark Knight-Trilogie plötzlich eine Legende sein soll, mit Rises als ihrem dramatischen Ende, wiederspricht im Grunde Nolans auf bordsteinkantenhöhe geerdetem Ansatz seiner Bat-Interpretation. Im Zuge der fatal gigantischen Erwartungshaltung ist dann auch in den meisten weniger euphorischen Kritiken ausdrücklich nicht von einem „schlechten Film“ die Rede, sondern von einer „Enttäuschung“. Ist das nun so, ist The Dark Knight Rises im Rahmen seines Erwartungsdrucks eine Enttäuschung?

Story

Acht Jahre sind vergangen, seitdem Bruce Wayne als sein Alter Ego Batman die Verbrechen des einst strahlenden Ritters von Gotham City, Harvey Dent, auf sich genommen hat. Der maskierte Rächer und auch Wayne selbst sind von da an von der öffentlichen Bühne verschwunden und im unbefleckten Erbe Dents hat die Stadt sich regeneriert. Der Einfluss der Mafia ist zerschlagen, auf den Straßen herrscht Frieden, in den Häusern Wohlstand. Bis ein neuer Terror über Gotham hereinbricht: der Söldner Bane dringt in die Machtzentren der Stadt ein und zettelt einen regelrechten Krieg an. Zeit für Bruce Wayne, als Batman auf die Bildfläche zurückzukehren. Gemeinsam mit der listigen Einbrecherin Selina Kyle, die mit katzenhaftem Geschick die Safes der Reichen unsicher macht, gelingt es ihm, Bane aufzuspüren. Doch die Jahre des Dahinvegetierens fordern ihren verheerenden Preis, Batman ist gegen die physische Macht Banes vollkommen chancenlos und nachdem der erbarmungslose Schurke ihn besiegt hat sperrt er Wayne in ein unterirdisches Gefängnis, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Wayne muss hilflos zusehen, wie Bane in Gotham einen Krieg zwischen den Gesellschaftsschichten anzettelt – und in Wahrheit ein grausames und endgültiges Schicksal für die Stadt und ihre Bürger im Sinn hat. Der dunkle Ritter muss sich erheben…

Die Filmkritik

»Because he’s the hero Gotham deserves, but not the one it needs right now. So we’ll hunt him. Because he can take it. Because he’s not our hero. He’s a silent guardian. A watchful protector. A dark knight«, erklärte Gary Oldmans Commisioner Gordon am Ende von The Dark Knight seinem Sohn, warum er und die Cops Batman nun jagen müssen, warum es einen anderen gefallenen Helden als Harvey Dent braucht, um Gotham zu retten. Und ebensogut, wie es Nolan dabei hätte belassen können, Batman als Helden endgültig entmystifiziert hätte, waren Gordons finale Worte eine Vorbereitung für ein tolles Setting des Trilogie-Ausklangs; ein ausgestoßener Batman, wie der Joker es ihm vorhergesagt hatte, nun im noch verzweifelteren Bemühen, Gotham zu schützen, wo es ihn selbst doch verdammt hat. Im Gegensatz zur knapp einjährigen Brücke zwischen den Ereignissen in Batman Begins und The Dark Knight wählt Nolan bei The Dark Knight Rises eine viel breitere Zeitspanne bis zum Wiedereintritt in die Geschichte Bruce Waynes – und umso radikaler fällt dessen Zustand aus. Ungepflegt, den Blessuren des Kampfes Tribut zollend auf einen Gehstock angewiesen und jeder Öffentlichkeit fern bleibend wankt der gefallene Held, der ein Leben nach Batman an das Scheitern seiner Ideale verloren hat, durch die neu errichteten Räume Wayne Manors, verbringt seine Stunden in mentaler Selbstfolter ob des Todes seiner geliebten Rachel.

Gotham indes suhlt sich in seiner Dekadenz, feiert sich auf prunkvollen Bällen und Banketts, die Cops sind Verbrechen nach acht Jahren des Friedens nicht mehr gewohnt; wenn sie handeln müssen, dann tun sie es in blindem Aktionismus, verschaffen sich keine Übersicht über das Gesamtbild und folgen dem Befehl des Deputy Commissioner Peter Foley, der nur auf der Jagd nach dem prestigeträchtigsten Fang von allen ist. Batman. Die aufflammende Bedrohung durch Bane? Interessiert ihn nicht, immerhin gilt es Commissioner Gordons Amt zu erben, wo dieser doch selbst in friedlichen Zeiten mit Bittermiene die Bürger verschreckt. Nur verständlich, weiß Gordon schließlich zu gut, auf welcher brüchigen Lüge das Heil Gothams errichtet steht. The Dark Knight Rises macht einen weiten, aber konsequent wirkenden Schritt in die Zukunft seiner Figuren, Bruce Wayne bietet einen jämmerlichen Anblick und seine zunächst noch spektakuläre Rückkehr auf die Straßen Gothams endet in einer brutalen Niederlage. Die erste Konfrontation mit Ungetüm Bane ist mit die beste Szene des Films, vollständig auf’s Wesentliche runtergefahren, keine dramatische, sondern überhaupt keine Musik, kaum große Worte und Gesten – Bane just beats the shit out of the bat.

Die physische Dominanz des im Schlund der Hölle geborenen Berserkers ist wie zu erwarten das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen ihm und den bisherigen Bat-Schurken, wie bei seinen Vorläufern ist aber auch Bane letztlich genau die Form des Bösen, an dem Batman sich ausrichtet. »If you devote yourself to an ideal, you become something else entirely.« Ra’s al Ghul und seine League of Shadows dienten, um Waynes Ideal von Batman zu definieren: ihr Wille, Gotham zu vernichten, der seine, es mit anderen Mitteln, nach seinen Regeln zu schützen. »You have all these rules and you think they’ll save you.« Der Joker und seine Zeremonie des Chaos und der Anarchie trieben dieses Ideal an seine Grenzen, um es letztlich zu brechen und Wayne in Verzweiflung, Batman gefallen zurück zu lassen. »When Gotham is ashes, you have my permission to die.« Bane, diese rohe Gewalt, ist nach dem unberechenbaren Joker wieder ein Baddie mit Kalkül und Plan, er schlägt den Bogen zur League of Shadows und verschafft Batman einen Kampf gegen ein Motiv, der sein Ideal wieder aufrichten, es festigen und zu dem machen kann, als das er es Gotham zugedacht hatte: einem Symbol der Hoffnung. Begins, falls, rises und jeweils ein Schurke, der sein Zutun leistet.

The Dark Knight Rises macht das insgesamt zu einem weit berechenbareren Film, als es The Dark Knight war. Welche Ziele Bane verfolgt und womit er sie erreichen will ist schnell klar, seine Pläne haben nichts von der moralischen Erschütterung, den sozialen Experimenten, die der Joker an Sprengstoff und Benzin knüpfte. Wenn Gotham erstmal in den Belagerungszustand des Terroristen gerät, dessen Aufhetzen der Klassengesellschaften gegeneinander, der Sturz der Reichen und das Zurückgeben der Stadt in die Hände der weniger Betuchten, nur ein Vorwand ist, um ein in Wahrheit unausweichliches Ende Gothams zu verbergen, dann entfernt sich Nolan von der Erdnähe seines The Dark Knight. Eine simple, übergroße und in ihrer Konsequenz endgültige Bedrohung, die klare Zuspitzung auf einen finalen klimaktischen Akt, ein sadistische Show-Tribunale abhaltender alter Bekannter, ein abstruser character turn kurz vor Schluss (zu knapp vor Schluss, um dramaturgisch groß was zu reißen): The Dark Knight Rises ist nicht mehr das realistische Crime-Drama, das der direkte Vorgänger war, sondern unter den Nolan-Bats am ehesten ein Comicfilm. Etwas verzeihlicher werden dadurch einige milde bis krasse Ungereimtheiten, der Film tüftelt einfach deutlich weniger auf mehreren Ebenen über das visuell Wahrnehmbare hinaus herum, vieles verhallt nach kurzem Anklingen und was bleibt ist selten das, was der Film im Vorfeld behauptet hat zu sein: er ist nicht episch, er ist nicht legendär, er ist im Rahmen der Dark Knight-Trilogie ein Fertigerzählen Bruce Waynes in einer überwiegend sehr herkömmlichen Gussform.

The Dark Knight Rises hat vier bedeutende Schwachpunkte, die auch mehrmaliges Ansehen nicht wegdiskutierbar machen wird (The Dark Knight ist bei mir erst nach dem zweiten, dritten Mal zum 10er-Film gewachsen). Etwas, dass sich wie Zugeständnisse anfühlt, bei den Nebencharakteren: über ein SpinOff für und mit Anne Hathaway und ihre Catwoman wird offen diskutiert, um dies zu ermöglichen gehört sie in diesen Film – aber wofür genau eigentlich sonst? Batman ausgerechnet in diesem seinem letzten Aufbäumen eine tritt- und sprüchefeste Gefährtin an die Seite zu stellen nimmt diesem Aufbäumen viel von seiner Kraft, da kann Hathaway das so gut machen wie sie will. Der junge Officer John Blake, in dem Wayne das Ideal entdeckt, für dessen Wachsen er Batman geschaffen hat, ist ebenfalls eine interessante Figur und von Joseph Gordon-Levitt mit Entschlossenheit gespielt, aber er nimmt sowohl Batman, als auch dem viel zu kurz kommenden Gary Oldman und seinem Commissioner Gordon ungemein viel Platz weg, den diese selbst hätten füllen MÜSSEN, um ihre Arcs zufriedenstellend zu Ende zu bringen. Je nach dem, wie Warner und DC nun den Fortgang ihrer Franchises planen kann Blake gar zu einer komplett überflüssigen Figur verkommen. Nächster Schwachpunkt: von einem Krieg, der in Gotham ausbricht, ist die Rede, angeführt von einem Monstrum ohne Reue, ohne Scheu – und dafür ist The Dark Knight Rises viel zu sehr auf Rating getrimmt. Das Wegblenden und –schneiden von direkten Gewaltakten sieht in einigen Momenten wie die stümperhaft zusammengekloppte Vormittagsfassung eines für’s Nachtprogramm gedachten Films aus. Außerdem: dem sehr viel comichafteren Ton des Films kann man wie gesagt einiges nachsehen, eine Erklärungslücke klafft aber dermaßen breit auf, dass man kopfüber in sie hinein und für Sekunden der Ratlosigkeit aus dem Film heraus stürzt.

Und die wohl sträflichste Schwäche: entscheidende Teile des Showdowns. Der final fight zwischen Bats und Bane ist schlicht ein inszenatorisches Versagen Nolans, man merkt, wie ihm die Zeit ausgeht, wie sein Film, wenn er denn gedurft hätte, die drei Stunden-Marke eigentlich knacken müsste, statt nur daran zu kratzen, um wirklich so etwas wie Epik in die Schlusskonfrontationen zu pushen. Ein großer wirrer Massenbrawl, ein unsäglicher Han Solo-Gedächtnismoment, eine schwer nachvollziehbare Verfolgungsjagd und im Grunde nicht EINE Aktion Batmans, für die es sich lohnen würde, den Fledermausmann zu bejubeln, eben kein wirklicher Rise. Das ist zu wenig, und zwar deutlich zu wenig. Da kann auch Bats neues Fluggerät nichts ausrichten, der Tumbler in Batman Begins und das Batpod in The Dark Knight haben mehr Bock gemacht, als diese luftige Gerätschaft. Und Butter auf’s Brot: das Staubsaugeraufsatz-Design von dem Teil ist scheiße. Aber mag der schlussendliche Rise auch verpuffen, bis dahin ist zumindest ein ähnlich unablässiger Zug wie im Vorgänger drin, bringt The Dark Knight Rises eine vergleichbare Masse ans unaufhaltsam vorwärts Rollen und kombiniert dies phasenweise erfolgreich mit dem tiefgreifenden Portrait Bruce Waynes aus Batman Begins. Aus der Verzweiflung heraus muss Wayne zur Angst zurück und dann zu einem Ende für Batman finden, um sich von Maske und Cape befreien zu können und seine Schuld an Gotham endgültig und mit einer Geste zurück zu geben, die Hoffnung hinterlässt und ausdrückt, für was Batman steht. Für die Entschlossenheit, Gutes zu tun, die JEDER aufbringen kann, ob verborgen hinter einer Maske im Faustkampf gegen das Unrecht, oder mit nur einer kleinen, unbedeutend scheinenden Geste…

Und? Ist The Dark Knight Rises nun eine Enttäuschung? Lange Zeit nein und dann leider doch. Von vielem zu viel und von noch mehr zu wenig und im Vergehen der stattlichen Laufzeit wird im finalen Drittel immer klarer, wie sehr sich beides im Weg steht und es dem Film verwehrt, ein großer Abschluss zu sein. The Dark Knight Rises fehlt gar nicht so sehr die über den Joker transportierte Nonkonformität des Vorgängers, ihm fehlt trotz des inhaltlichen Sprungs zurück zum ersten Teil dessen durchgehend klarer Fokus auf die Entwicklung Bruce Waynes, wenn diese schon wie dort über ein so konventionelles Bedrohungsszenario ausgetragen wird, das für sich nicht viel zu bieten hat. Christian Bale ist hier zwar wieder sehr viel öfter und härter gefordert und gewinnt dem abgewrackten Wayne ein paar neue Facetten ab, sein innerer Kampf um Erlösung greift aber wie sein äußerer im Batmankostüm nicht weit genug, er ist zu selten die unumstößlich wichtigste Person der Handlung. Die Liebelei mit der von Marion Cotillard allenfalls unauffällig gespielten Geschäftspartnerin Miranda Tate zergeht in banaler »they meet each other, they love each other«-Dramaturgie, die Auftritte Catwomans wollen sich nicht so richtig harmonisch eingliedern und die Backstory Selina Kyles und ihrer von Juno Temple gespielten… äh, ja was eigentlich, Schwester, Freundin, no idea… wird nur angerissen. Tom Hardy ist als Bane körperlich das Monstrum, das er für die Rolle zu sein hat, macht einschüchternde Dinge mit seinen Augen, ist aber, statt ein bahn- oder sonstwas brechender Schurke zu sein, ein in der Simplizität des Plots begründet simpler Terrortenor.

Wer hätte das gedacht: von den beiden ganz dicken Comicbrocken und Contendern auf den Titel „Film des Jahres“ ist Marvel’s The Avengers als das, was er ist, der bessere Film im Gegensatz zu dem, was The Dark Knight Rises nur versucht zu sein. Christopher Nolans Trilogie-Abschluss wird dem „Ende einer Legende“ nicht gerecht, auch weil ihm der Arsch in der gepanzerten Buchse fehlt, um dieses Credo durchzuziehen. Unwürdig weggehandelte Nebenfiguren, die Überstrapazierung eines Grundproblems der Serie, nämlich das Auftauchen von Figuren an Orten, an die sie ohne nachvollziehbaren Grund gelangen, der schwache statt epische Showdown – das alles hätte sich The Dark Knight Rises nicht erlauben dürfen. Über einen großen Anteil seiner entweder überlangen oder noch viel zu kurzen 164 Minuten hinweg ist das ein stimmungsstarker Blockbuster, an dem es technisch keine Einwände gibt und der erzählerisch zumindest in den Subplots genügend Türen auftritt, nur leider, um dann die meisten nach kurzem ins Zimmer lugen wieder zu zu schlagen. Und das Batman in fast drei Stunden auf nur drei längere Szenen kommt ist schon arg weit an dem vorbei inszeniert, was einen Batman-Film ausmachen sollte.

Wertung & Fazit

Action: 3.5/5

Abgesehen von Bats und Banes erstem Fight ohne DIE herausragende Szene. Handwerklich geht das alles klar und kommt einmal mehr ohne übertrieben vielen CGI-Schnickschnack aus – dennoch suckt leider vor allem der Showdown (bloß nicht auf die Statisten achten!)…

Spannung: 3/5

Klare Punkte weisen die Story von A über B nach C, die zum Schluss beschworenen Wendungen wirken eher ermüdend und gezwungen.

Anspruch: 2/5

Unter dem Niveau der Vorgänger, ohne den Charaktertiefgang von Batman Begins, nicht mit der Subtextstärke von The Dark Knight.

Humor: 0.5/5

Ein paar gelungene Anspielungen auf die Vorgänger und die Comics. Wirkt aber auch manchmal gnadenlos deplatziert.

Darsteller: 4/5

Zu viel im Topf, um alles gar zu kriegen. Die Urgesteine der Serie passen gewohnt gut, die Neulinge funktionieren (Catwoman mit Abstrichen) ebenfalls.

Regie: 3/5

Nolans unrundeste Arbeit überhaupt. Knüpft zunächst gut, wenn auch wieder mit variiertem Ton, an die Vorgänger an, das letzte Drittel jedoch entgleitet der Kontrolle des sonst so kontrollierten Briten.

Film: 7/10

The Dark Knight Rises, aber nicht weit und nicht hoch genug. Nolans Abschluss seiner Bat-Trilogie forcierte die Erwartungen an einen weiteren Urknall unter den Comicverfilmungen, verfehlt die Qualität der Vorgänger letztlich aber deutlich, besonders wegen des verrafften Schlussaktes.

24 Kommentare

  1. Warum Christopher Nolan, baust du Restideen von Inception in deine Batman-Welt? Im Comic tötet Bane den dunklen Ritter. In diesem Film ist er wieder nur ein Handlanger und schickt den Gehhilfen-Bats in den Inception-Knast. …Ich könnte heulen… Batman ist unter Zeitdruck, denn die Stadt geht bald drauf, aber er kann noch am hellen Tag, in der Kälte, unbemerkt sein Symbol in riesigem Ausmaß auf die Brücke pinseln, damit er’s dann anzünden kann und zeigen kann, wer hier wieder da ist!? Ein sehr großes Symbol für seinen sehr kleinen Batsie. …Die ersten Tränen kommen und der Rotz ragt schon aus der Nase… Und dann noch schnell Talia al Ghul einbauen, weil die ist ja aus dem Inception-Knast geflohen und damit wir noch schnell einen Megatwist, welcher die Handlung nicht voran bringt, einbauen. …Ich hol schonmal ein Taschentuch… Und dann bekommt Officer Blake seine Tasche und den Namen Robin entgegen geworfen. …Ich kann’s nicht aufhalten, jetzt ist’s aus. Ich geh dann mal heulen. Der Untergang der Titanic, Forrest Gump vor Jennys Grab und Mufasas Tod sind nicht so traurig, wie dieser traurige Film.

    Warum???

    Joseph Gordon-Levitt hat doch schon eine gewisse Ähnlichkeit mit Heath Ledger! Chris, der Junge hat Talent, gib ihm einen guten Maskenbildner und lass ihn die Rolle spielen! Er kann diese Figur und den Film tragen! Dann könntest du die Dark-Knight-Trilogie richtig enden lassen und nicht so einen Schund fabrizieren! Dazu bauen wir den Pinguin als Waffenhändler ein, um noch mehr Schrecken zu verbreiten oder einen richtigen Bane, der mit Venom eine Armada an schwer zu knackenden Venom-Süchtigen Batman lockt, um sich den fanatischen Traum zu erfüllen, seinen Albträumen der Fledermaus ein Ende zu setzen oder Deadshot in einem packenden Thriller mit Detektiv-Einlagen oder Deadstroke, der den Untergrund aufmischt und somit auch die Korruption wieder aufleben lässt oder Ra’s al Ghul wieder auferstehen lassen oder dass alle zusammen Gotham verwüsten. Das Batman-Universum ist so großartig und vielschichtig! Aber bitte keine Inception-Logik in’s Batman-Universum mit Bilder die nur da sind, um Bilder zu erzeugen. Und was verdammt trägt diese Catwoman zur Handlung bei? Nichts!!! Keiner braucht sie. Es gibt nur eine Catwoman und das ist zu Weihnachten nur Michelle Pfeffer.

    Wie böse, enttäuscht und entrüstet ich das Kino verließ. Nach Green Lantern war ich nur enttäuscht, aber da gab’s keine grandiosen Vorgänger. Das war nicht so krass, wie nach dieser Mega-Bat-Gurke! Hoffe, da hat Adam West noch ein Bat-Anti-Schund-Spray für. Captain America und Thor sind dagegen verdammt nochmal gute Unterhaltung. Von mir bekommt der Film 3 von 10 Punkten. Da es für mich keine Dark-Knight-Trilogie gibt, kommt dieser Film auch niemals in meine BluRay-Sammlung.

  2. So, arbeit ist getan, ich bin zurück aus dem Kino! Zuerst mal gebe ich dir mit deiner Kritik zum größten Teil recht! Leider kann ich es nicht so gut in Worten schreiben, so wie ich es fühle aber Dos C. (der Herr da unter mir) hat mit seiner Aussage doch sehr recht. Ich fand ihn zwar echt gut, aber nur dann wenn ich das ganze Vorwissen was ich durch dich Christian und anderen Medien bekommen habe weg lass. Der Gedanke was mir aber gekommen ist bzw die Frage die sich mir aufdrängt ist, woher wissen wir wie viel Mr. Noal wirklich selbst bestimmen darf und was nicht?! Gerade bei solchen doch sehr bekannten Themen ist sicher einiges an “politik” mit ihm Spiel. Wie leider ihn vielen anderen Bereichen auch. Aber das ist eine andere Geschichte! Nach dem ersten frischen Eindrücken von heute und all den Vorerwartungen sehe ich diesen Teil als gutes Kino aber nicht würdig als Abschluss dieser Trilogie.

  3. Oha, da kommen ja noch ein paar Kritikpunkte zu meinen hinzu. Ich sehe ja mittlerweile THE DARK KNIGT gar nicht mehr als so tollen Film. Er hatte Heath Ledger als Joker, aber kaum mehr.
    Bane gefällt mil als Bösewicht richtig gut, auch wenn Tom Hardy hinter der Maske wenig ausrichten kann. Es ist vor allem seine physische Präsenz, die von ihm abverlangt wird.
    Und tja, die von dir bemängelten zu wenigen Szenen mit Batman oder eben Bruce Wayne zeigen noch einmal das, was ich schon öfter an der Figur bemängel: So viel gibt es aus ihr nicht herauszuholen und im Grunde hat Nolan alles aus ihr herausgequetscht, als er mit der Reihe anfing. Immerhin kommt er dazu ein weiteres Mal zurück, nachdem Batman in THE DARK KNIGHT eigentlich keine Tiefe mehr bekommen hat. Tja, und hier bekommen wir auch nur die alten bekannten Muster seines Charakters zu sehen (Angst, die er überwinden muss…), aber eben nichts Neues.

  4. Ich werde ihn mir wahrscheinlich am Samstag ansehen und dann sicher nochmals hier meine Meinung dazu abgeben! Was mich aber grundsätzlich an der heutigen Zeit der Medien stört ist, das man schon vorher zuviele Infos bekommen “kann” bzw die Filmindustrie lange vorher schon dafür sorgt das man oft “zwangsweise” in eine große Vorerwartung geschupst wird ohne es vielleicht zu wollen! Wie schon war das vor Jahren noch, wo man in der Tageszeitung zuerst mal einen kleinen Artikel lesen konnte das der oder die jennige einen neuen Film dreht! Und dann irgendwann sah man dann in der Werbung zum ersten mal den Trailer! Irgendwie vermisse ich diese Zeit sehr. Zum deiner Kritik, ich glaube es dir, weil ich dein Fachwissen kenne bzw wir einen sehr ähnlichen Geschmack habe, trotzdem werde ich ohne Vorurteile in Kino gehen und mir selbst ein Bild machen!

    1. Richtig so, meine Meinung ist ja schließlich nicht Gesetz 😉
      Mir passt diese ganze Hypekultur, der man heutzutage so ausgesetzt ist, auch ganz und gar nicht, nur kann ich ihr noch schwerer aus dem Weg gehen, da ich sonst diese Seite zumachen könnte. Meine Frau zB hat von “TDKR” nur einen einzigen Teaser gesehen und hält sich ansonsten komplett raus, während ich halt mehr oder weniger alles an Vorabmaterial anschauen “muss”, um hier meine Einschätzungen abzugeben.

  5. Ich kann deine Kritikpunkte absolut nachvollziehen und einige davon haben mich auch persönlich noch während des Films gestört. Trotzdem ist das ein guter Film geworden, von dem man nur eben zu viel erwartet hatte. Als Kontrast: Bei den Avengers hatte ich gar keine Erwartungshaltung und war begeistert. Obwohl ichs mittlerweile auch schwierig finde, Nolans Batman mit anderen Comicverfilmungen zu vergleichen, denn außer dass sie irgendwie demselben Medium entspringen, haben sie doch gar nichts mehr gemein. Gerade DASS Batman in diesem dritten Teil kaum mehr Screentime hatte, beweist für mich, wie wenig das noch Comicverfilmung und wie sehr das, tja, Thrill mit zugegebenermaßen naiven Storyelementen ist. Fazit: Ein guter Film, den ich womöglich noch mehr genossen hätte, wenn unser Provinzkino eine Klimaanlage besäße 😉

    1. Klar trotzdem noch ein guter Film. Mein Text oben liest sich deshalb größtenteils negativer als die finale Wertung, weil ich auf die Sachen, die TDKR gut und richtig macht, schon reichlich in den Kritiken zu BB und TDK eingegangen bin, drum der Fokus auf den ungewohnten und nicht zu übersehenden Plotschwächen etc. Das Batman z.B. in TDK kürzer kommt finde ich DA sinnvoll, hier aber nicht: wo sind in TDKR solche Aktionen wie das Entkommen mit Hilfe der Fledermäuse in BB, oder sowas wie der Truck Flip in TDK, mir fehlen hier einfach massiv DIE Batman-Momente…

  6. verfehlt die Qualität der Vorgänger letztlich aber deutlich

    In spätestens 5 Jahren ist das dann auch eine 10/10 🙂

    1. Nein. Aber ich weiß was passiert (was immerhin legitimiert, dass er die geringste Wertung erhält von allen Dreien). Aber wer TDK von 5/10 auf 10/10 hebt, wird sicher auch TDKR noch etwas mehr zu schätzen (oder im Fall der Nolan-Filme: verzeihen) lernen 🙂

    2. Nö, denke ich diesmal nicht. Was TDKR für mich gen Schluss alles verkehrt macht sind viel klarere Mängel, als ich sie beim ersten Mal TDK bemerkt habe, der ja mehr an meiner gnadenlosen Falscheinschätzung aufgrund des Hypes und nicht wegen sich selbst gescheitert war 😉

    1. 8,5 oder 9 wären im Verhältnis zu den anderen und dem obigen Text aber mal überhaupt nicht zu rechtfertigen, ich kann den nicht absätzeweise kritisieren und dann 9 Punkte geben. Und 7 ist doch immernoch ‘ne ganz ordentliche Zahl 😉

    2. Öhm, ich kann doch da nicht nur deshalb ein paar Extrepunkte draufpacken, weil Nolan den gemacht hat, vor allem nicht, wenn ich im Text deutlich sage, dass Nolan hier passagenweise inszenatorisch versagt…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.