Schrilles Gesäuber – zweiter Trailer und Poster zu THE PURGE: ELECTION YEAR mit Frank Grillo

»I purged to keep my country great.« Sollte tatsächlich Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden könnte die „Purge“-Reihe irgendwann mal als halbdokumentarisch-vorherseherischer Herold des Schreckens gelten und Macher James DeMonaco den »ich hab’s euch ja gesagt, ich hab’s euch gesagt…«-Zug anführen. Überdeutlich nimmt der Regisseur und Autor der Säuberungs-Trilogie im dritten Teil „The Purge: Election Year“ Bezug auf die diesjährigen Kampagnen der Präsidentschaftskandidaten und schießt spitz gegen Republikaner Trump. Ansonsten scheint der gesellschaftssatirische Horror einer konsequenzlosen Nacht voller Morde und Verbrechen nach dem Home Invasion-Terror im ersten und dem actionlastigeren zweiten Teil die Schrauben des Wahnsinns nochmal weiter als bisher aufzudrehen, wie der schrille zweite Trailer und die Poster mit den verzerrten Maskenfratzen der eifrigen Säuberer beweisen. Durch deren Horden müssen sich Frank Grillo („Captain America: Civil War“) und Elizabeth Mitchell („Lost“) schlagen. Hier der Trailer und die Poster zu „The Purge: Election Year“:

In den USA stehen Wahlen und die nächste Purge-Nacht kurz bevor. Während sich die Senatorin Charlene Roan für die endgültige Abschaffung der jährlichen Säuberung einsetzt, nachdem sie fünfzehn Jahre zuvor ihre gesamte Familie an den Horror der straffreien zwölf Stunden verloren hat, hat es die politische Gegenseite auf sie abgesehen. Mit Hilfe eines Ex-Cops versucht Roan verzweifelt, es in der Purge-Nacht bis zum nächsten Morgen zu schaffen…
THE PURGE: ELECTION YEAR Keep America Great Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Main Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Purge For The Glory Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Purge For The Liberty Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Purge For The Nation Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Purge For The People Poster

THE PURGE: ELECTION YEAR Purge For The Power Poster
„The Purge: Election Year“ startet hierzulande im Juni 2016.

3 Kommentare

  1. Ich finde die Prämisse des Films (bzw. der Reihe) durchaus interessant, nur wurde die bisher nicht konsequent umgesetzt und viel zu wenig beleuchtet. Aus meiner Sicht kann ein solches System gar nicht funktionieren. Ließe man die Menscheit von der Leine, ohne dass es irgendwelche Regeln gäbe, würde das unsere Spezies keine 12 Stunden überleben. Jeder sollte sich selbst mal den Spiegel vor die Seele halten und sich fragen, was er täte … so völlig ohne Fesseln.

    Ich glaube auch kaum, dass durch eine solche Nacht die Verbrechensrate sinken würde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass eine permanente Angst vorherrschen würde, jeder misstraute jedem und Rachegelüste kämen vermutlich auch davor schon auf. Mal ganz abgesehen davon, dass es wohl kaum mehr einen Fortschritt gäbe, da Vorhandenes standig zerstört und wieder aufgebaut werden müsste.

    1. Also ich gebe dir da durchaus recht, dass die bisherigen Filme sehr dürftig waren, was deren Konsequenz angeht. Und auch, dass so eine Nacht die Verbrechensrate nicht wirklich senken würde, genauso wie der gegenseitige Vertrauensbruch.

      Aber Angst beherrscht uns an vorderster Front, die treibendste Kraft ist das Überleben, nicht Ausschalten von Anderen. Das Einigeln und Verbarrikadieren in den Wohnungen, wie in beiden Teilen gezeigt, würde das Stadtwesen dominieren. Klar macht man sich im Leben Feinde, aber ich fürchte, nein ich streite sogar vor dem Hintergrund des Humanismus vollkommen ab, bei sowas teilzunehmen. Und das würde mich auch definitv ruhig schlafen lassen. In so einer Nacht will ich dir zumindest nicht begegnen (Kein Vorwurf jetzt in direktem Sinne 😉 )

    2. Ich sehe das schlicht und einfach wesentlich kritischer als du. In uns allen schlummert eine dunkle Seite, das liegt in der menschlichen Natur. Und gerade in solchen Situationen käme der wahre Charakter zum Vorschein bzw. kannst du ganz schnell auf die falsche Bahn geraten, ohne dies bewusst zu steuern oder es gewollt zu haben. Mir liegt der Humanismus ebenfalls am Herzen und ich hab mich bis heute nie wirklich geprügelt. Trotzdem existiert eine latente Gefahr, in der die dunkle Seite eben doch mal rausbrechen KÖNNTE. Ich bin auch der Ansicht, dass die Mehrzahl der Leute nicht gewaltätig veranlagt ist. Allerdings wird jeder durch die Fesseln gesellschaftlicher Restriktionen gehemmt. Das ist eine psychologische Tatsache. Wenn diese wegfiele, hielte ich jeden zumindest für labil. Das ist bei den Quanten: die können so oder auch so “ausschlagen”.

      Die größte Gefahr sähe ich in den wohlhabenden und reichen Personen. Die drehen so schon ziemlich am Rad. Und dann unter solchen Umständen? Perversion ohne Grenzen! Auf jeden Fall dürfte ein solches Modell zum Scheitern verurteilt sein und nicht lange Bestand haben. Als Film jedoch stellt es eine interessante Hypothese dar.

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