TERMINATOR GENISYS: Kritik zum Franchise-Tiefpunkt mit Emilia Clarke & Arnold Schwarzenegger (Kino)

Story

Los Angeles im Jahr 2029: John Connor, Anführer der menschlichen Résistance, setzt zu einem entscheidenden Schlag gegen die künstliche Intelligenz Skynet an, mit dem der seit drei Dekaden andauernde Vernichtungsfeldzug der Maschinen endlich beendet werden könnte. Doch während Connor und seine Truppen in der Zukunft triumphieren kann er nicht verhindern, dass Skynet kurz vor seiner Niederlage einen Terminator ins Jahr 1984 zurücksendet, um seine Mutter Sarah zu töten und Johns Geburt zu verhindern. Der treu ergebene Soldat Kyle Reese meldet sich daraufhin freiwillig, um dem Terminator zu folgen und Sarah zu beschützen. In der Vergangenheit angekommen muss Reese jedoch feststellen, dass die Ereignisse in 1984 nicht mehr denen entsprechen, aus denen seine Zukunft entstanden ist: entgegen des eigentlichen Zeitverlaufs weiß Sarah bereits von den Terminatoren und sehr genau über die Zukunft Bescheid und wird außerdem selbst seit ihrem neunten Lebensjahr von einem Terminator der T-800er Reihe begleitet, der sie zur waffenkundigen Kämpferin gegen die Maschinen ausgebildet hat. Auf dieser alternativen Zeitlinie verändert sich der Lauf der Geschichte nun radikal, aber immer noch mit dem Ergebnis, dass Skynet die Auslöschung der Menschheit anstrebt. Gemeinsam versuchen Sarah, der Terminator und Reese, den Tag der Abrechnung ein für allemal zu verhindern. Doch auf ihrem Weg wartet ein neuer, übermächtiger Feind auf sie, den niemand erwartet hat…

Der Film

Das T-800-Endoskelett in TERMINATOR GENISYS
Was im Filmjahr 2015 abgeht ist schon der blanke Wahnsinn: Mega-Sequels, Milliardenerfolge für Franchise-Giganten, einige der größten Ikonen der Leinwandgeschichte feiern ihre rauschende Rückkehr, die „Avengers“ versammeln sich zum „Age of Ultron“, die „Fast & Furious“-Reihe rast so erfolgreich wie nie, „Mad Max: Fury Road“ haut die geilste Action seit zwanzig Jahren raus, „Jurassic World“ zertrampelt BoxOffice-Rekorde und die nächste „Mission: Imposible“, ein neues Bond-Abenteuer, Tarantinos nächster Western und natürlich die siebte „Star Wars“-Episode kommen erst noch… Was ein Jahr. Nur ein Film mit großem Namen wollte von Anfang an nicht so richtig zünden: „Terminator Genisys“. Nach James Camerons Meisterwerken „Terminator“ (1984) und „Terminator 2: Judgement Day“ (1991) konnten weder das eigenparodistische Arnie-Revival „Terminator 3: Rise of the Machines“ (2003), noch der versemmelte „Terminator Salvation“ (2009) den Fans unbedingt beweisen, dass die Cyborg-SciFi-Action nach dem perfekten zweiten Teil noch wirklich fortsetzungspflichtig ist. Aber beruhigt euch, Leute. Beruhigt euch, und gebt „Rise of the Machines“ und „Salvation“ noch eine Chance. Denn der wahre Tiefpunkt kommt erst jetzt…

„Terminator Genisys“ ist der „Batman & Robin“ des „Terminator“-Franchise geworden. Ein Tie-in und Reboot der Reihe, das alles in kleine Teile zerrupft, was Camerons Filme zu solchen bahnbrechenden Leinwandmonumenten hat werden lassen, und nach seinem Gusto neu zusammennetzt und dabei debakulöser ausfällt, als es jedes miese Promo-Bild, jedes miserabel gephotoshopte Poster und jeder spoilerlastige Trailer erahnen lassen konnte. Ein katastrophal scheiternder Fehlversuch, den einstigen Behemoth der SciFi-Action wieder ins Rollen zu bringen. Die nach vier Filmen und einer Fernsehserie mehr und minder detailwidersprüchliche und ereignisalternierende Timeline und Continuity der „Terminator“-Reihe nimmt sich „Genisys“ zu resetten vor und stürzt die Chronologie der Cyborg-Saga kopfüber in ein heilloses Chaos aus unterschiedlichen Zeitlinien und Multiversums-Theorien. Daraus murksen das Autoren-Duo Laeta Kalogridis und Patrick Lussier gemeinsam mit „Thor: The Dark World“-Regisseur Alan Taylor eine eigene Route zusammen, die mit der Birne so lange hart gegen dermaßen viele Sackgassen ballert, bis irgendwann der dümmste, inkonsistenteste und ehrverletzendste „Terminator“-Eintrag dasteht.
Jason Clarke als John Connor und Jai Courtney als Kyle Reese in TERMINATOR GENISYS
Es ist natürlich ein waghalsiger Story-Stunt, in die bestehende und von Cameron initiierte Kontinuität des ersten und zweiten Teils einzugreifen, indem „Terminator Genisys“ im Jahr 2029 mit den Ereignissen eröffnet, die zur Entsendung des ersten Terminators und zu Reese‘ Rettungsmission führten, im L.A. von vor fünfundvierzig Jahren dann die Anfangsszenen des Originals teils akribisch rekonstruiert, um sie schließlich mit eigenen Spins Upside Down und Inside Out zu stülpen. Bei fähiger Umsetzung hätte das Konzept sogar ganz interessant sein können, es ist ja nicht völlig abwegig, sich der bei näherer Betrachtung höchst fragilen Zeitparadoxien Camerons anzunehmen und einen spannenden neuen Weg damit einzuschlagen – nur macht „Terminator Genisys“ nichts anderes, als bloß alle möglichen irrwitzigen Franchise-Gesetze zu verkehren und in die Geschichte zu schuhlöffeln, bringt das meiste davon aber nicht über die Pitch Phase hinaus. »Yo, wir lassen die ultimative Maschinengegnerin Sarah Connor von einem Terminator großziehen, ein T-1000 ist auch da und dann kämpf der T-800 aus 1973 gegen den aus 1984 und Skynet ist ein Timeline-Jumper, yay, Ideen, Things, Stuff!«

Ja, Ideen, Things und Stuff und eine gnadenlose Ahnungslosigkeit, woher sie kommen und wohin sie führen. „Terminator Genisys“ verlagert die Erklärungen seiner everything has changed-Narration entweder in metallisches Geschwurbel des Beschützer-T-800 über alternative Zeitlinien, oder spart sie sich kühn für eventuelle Sequels auf, von denen man bei aktuellem Kassenstand nicht zwingend ausgehen sollte. Womit nach „Salvation“ der nächste Neustart-Versuch unvollendet bei 33% auf dem Ladebalken hängen bleiben würde. In seinen auf Damon Lindelof-Niveau geheimnistuerisch aufgeworfenen Fragen (oder sind’s am Ende doch nur Plotlöcher?…) ist „Genisys“ aber eigentlich eh gar nicht interessant genug, um die zehntausend Dinge auszugleichen, die der Film total verbockt. Zwar werden hier exzellente Sequenzen aus dem immer noch großartigen Original nachgestellt, aber in unzähligen größeren und kleineren Details fühlt sich „Genisys“ dabei so verkehrt an, dass man ihm diese Revision schlicht nicht abnimmt.
Emilia Clarke als Sarah Connor in TERMINATOR GENISYS
Das geht bei offensichtlichen technischen Dingen los; der per CGI-Maske erschaffene 1984er-Terminator ist nach sechs Jahren des Trickfortschritts besser gelungen als in „Salvation“, sieht aber trotzdem illusionsraubend künstlich aus. Das geht mit Charakterelementarik weiter, indem der Kyle Reese aus „Genisys“ nichtmal grob das Wesen des Michael Biehn-Portraits trifft: aus dem drahtigen, getriebenen Zukunfts-Veteranen, der nichts als Entbehrung und einen unaufhörlichen Krieg kennengelernt hat, wird mit der Besetzung der talentfreien Zone Jai Courtney ein ungleich wohlgenährteres und doch leeres Actionhelden-Sticker-Album, in das ein paar der gängigsten lockeren Sprüche eingeklebt werden und das ansonsten unausgefüllt bleibt. Der einst verbissene Kämpfer, der durch Biehns Performance den Druck und die Dringlichkeit im Duell mit der Maschine und um die Zukunft transportierte, wird in „Genisys“ zu einer ganz und gar gewöhnlichen Blockbuster-Frontfigur, in dessen Haltung und der mangelnden Ausdruckskraft Courtneys sich nichts wiederfindet, das den Reese-Charakter im Original definierte. Da genügt zum Vergleich die Szene, in der Reese nach seiner Ankunft in der Vergangenheit einen Cop entwaffnet, »What day is it? The date! WHAT YEAR?« schreit vicious Biehn ihn gehetzt an, Courtney hingegen leiert das monoton runter, als ginge es um gar nichts und erst Recht nicht um das Schicksal der Menschheit…

Der große Reiz von „Terminator“ und dem ersten Sequel lag mit darin, dass erstmal keine Ressourcen zur Verfügung standen, um die Bedrohung durch den Killercyborg und seinen Flüssigmetall-Nachfolger langfristig aufhalten zu können; das nicht totzukriegende Endoskelett im 1984er-Original unternahm sogar in zwei Hälften gesprengt noch den Versuch, seine Mission zu erfüllen und gegen den T-1000 schien auch kein Kraut gewachsen. Das schuf Spannung und Belastung und ist ein Kernelement, auf das „Genisys“ zwar später zurückkommt, es dafür aber zunächst absurd entkräftet, weil dem Film kein besserer Weg einfällt, den neuen Antagonisten stark aussehen zu lassen, als die alten schwach darzustellen. Innerhalb des ersten Drittels entledigt sich „Terminator Genisys“ der Primärbedrohungen der ersten beiden Teile und macht, nimmt man die Anfangssequenz mit dem Kampf in der Zukunft dazu, aus den Killermaschinen billige Massenwegmachware. Die undurchlässige Stimmungsdichte und Bedrohung von „Terminator“ und „Terminator 2“ stellt sich hier nie ein, der Kampf der beiden T-800er ist ein lächerlicher, marketingstrategischer Brawl, der in doppelter Hinsicht die ‘84er Low Budget-Sensation verblödelt, wenn der selbe Terminator, den Reese damals mit ein paar Gewehrsalven wenigstens kurzfristig abwehren konnte, in „Genisys“ unbeirrt auf das Schrottflintenfeuer seines Gegenstücks zurennt, dann aber mit einer einzigen Kugel Sarahs aus einem panzerbrechenden Supergewehr umgenietet wird. Und auch der übermächtige T-1000 ist hier bloß ein lästiger Stalker, der mal ordentlich gebadet gehört.
Emilia Clarke und Arnold Schwarzenegger als T-800 aka Pops in TERMINATOR GENISYS
So, noch dazu sieht das Endoskelett des T-800 nicht aus wie in den alten Filmen (Zähne zu weiß, Grinsen zu breit), womit wir ein paar und längst nicht alle der Gründe hätten, warum sich die vom Original abspaltende und die Ereignisse von „Terminator 2“ komplett ausradierende Zeitlinie weniger als Verbeugung, sondern vielmehr als Verschandelung von Camerons Werk erweist. Design, Tricks, Schauspiel, Konsequenzen, Ton, Atmosphäre, mythologischer Unterbau, Subtext, nur einige der Begriffe einer Auseinandersetzung mit „Terminator“, in denen „Genisys“ ausnahmslos unterlegen ist und die Klasse der Vorgänger keinen Hauch breit erreichen kann und nicht umhin kommt, ihn in diesen Punkten vergleichend betrachten zu müssen, wenn er sich halt so offensiv an die Messlatten ranschmeißt und daran herumzubiegen wagt. Richtiggehend erbärmlich und teils beschämend schlecht wird „Terminator Genisys“ jedoch erst nach einem weiteren Zeitsprung, womit neben den ganzen Bezügen auf die Filme auch der Einfluss des TV-Ramsches „The Sarah Connor Chronicles“ Einzug hält.

Den großen Plottwist um den neuen T-3000 hat das hanebüchene Amok-Marketing des Films bereits vorweggenommen, aber ob vorher gewusst oder nicht, er verhilft „Terminator Genisys“ jedenfalls nicht zu mehr Schärfe. Die Chronologie gerät nur noch mehr aus den Fugen mit einem weit aufklaffenden Handlungsloch (SPOILER: wie kann John Connor 1985 geboren werden, wenn Sarah und Reese aus 1984 nach 2017 reisen?!?!) und der angebliche Superbösewicht ist arschlahm, ohne Charisma dargeboten und in seinen skynetrepräsentativen Standpunktreden beliebig gegen jeden von höherer Macht instrumentalisierten Schurken austauschbar. Sein videospielmäßiger Schwachpunkt wird früh nach seinem Auftauchen mitgeliefert und das Duell gegen diesen Hybrid-Terminator könnte nur dann unaufregender sein, wenn es in einem Hamsterrad stattfinden würde. Von etwas wie Dimension und Größe hat „Genisys“ keine Vorstellung, nach der ach so umwälzenden ersten Hälfte ist nach dem zweiten Zeitsprung alles weitere same same but different: in einen gesicherten Komplex eindringen und Skynet an seiner Erschaffung hindern und das mit möglichst engem Zeitfenster, weil man trotz des Besitzes einer Zeitmaschine natürlich erst auf den letzten Drücker einzugreifen gedenkt.
T-3000 aka John Connor gegen den T-800 in TERMINATOR GENISYS
Ungelenkes und chemiefreies Geblubber zwischen den prädestinierten Lovern Sarah und Kyle geht dem Film dabei vor prägnanten Dialogen, ihre feststehende Zukunft und Zusammenkunft mit dem Soldaten spielt Daenerys Targaryen mit schnutiger Teenie-Bockigkeit, bei der sich nie die Last entfaltet, die auf ihren Schultern ruht. Beziehungsweise in ihrer Gebärmutter. Oder eben doch nicht. Die sensibel in den harten Action-Thrill des Ur-„Terminator“s eingeflochtene Annäherung zwischen Sarah und Reese und seine seit langem währende Liebe zu ihr sind in „Genisys“ ein mieser RomCom-Act, von beiden Seiten grausam leblos, wie planloses High School-Theater und ohne Hingabe gespielt, wobei Bulldoggenbirne Courtney nochmal deutlich weiter abfällt. Und Arnold Schwarzenegger? Was macht der eigentlich die ganze Zeit, sofern er sich nicht belangloserweise mit seinem CGI-Abbild prügelt? Sein oft betont alter, nicht veralteter Beschützer-T-800 steht meist daneben, unternimmt und sagt dann mal was, balzt mit Reese um die Gunst seiner „Tochter“ Sarah, zettelt einen Schwanzvergeich im Munitionschnellladen an, wirkt altersmelancholisch und gefühlsduselig…

…und irgendwie bemitleidenswert. Schwarzenegger war noch nie so wenig Herr seines eigenen Films und in seinem Sinne wäre es besser gewesen, wenn sie den T-800 umbesetzt hätten, denn so wirkt Big Arnie tatsächlich wie das Relikt einer gelöschten Zeit, als das er an einer Stelle bezeichnet wird. Das tut weh, so selbstreflexiv kommt das rüber, und wird Schwarzeneggers Werk und Leistung für das „Terminator“-Franchise nicht gerecht. Der T-800 in „Genisys“ ist ein müdes, aufgebrauchtes Auslaufmodell, obwohl er nach Filmlogik nichtmal die Hälfte seiner gewährten Haltbarkeitsdauer erreicht hat. Ein paar Aktionen gibt die Batterie noch her, aber Arnies Einfluss auf den Film ist verschwindend gering, selbst die dick in jedem Trailer verbratene Divebomb-Kamikaze-Aktion von einem Hubschrauber auf einen anderen bringt nichts entscheidendes vorwärts. Im Zusammenhang mit dem T-800 deckt „Genisys“ ein weiteres gravierendes Versäumnis der Macher und des Films auf, die den Wert eines Opfers nicht zu schätzen wissen: [SPOILER!]Der Opfertod von Kyle Reese und dem Terminator im zweiten Teil sind große, gewichtige Momente der Reihe, die „Genisys“ entweder gar nicht erst passieren lässt, oder im finalen, degenerierten Plot-Twist umbündelt, in dem die scheinbare Aufopferung des Beschützer-T-800s in dessen polymimetischem System-Upgrade mündet, nachdem er während des Showdowns mit dem T-3000 und bereits schrottreif in eine Ursuppe aus T-1000-Material geschleudert wird.[SPOILER Ende]
Emilia Clarke, Arnold Schwarzenegger und Jai Courtney in TERMINATOR GENISYS
„Terminator Genisys“ ist nicht der letzte Sargnagel für das Franchise, es ist sein Grabstein. Die Reihe hat sich mit ihrem fünften Eintrag endgültig selbst terminiert, liefert hier nicht mehr, als einen über weite Strecken billig aussehenden Blockbuster, der weder über Stil noch Stimme verfügt, sich an zwei der größten Klassiker der Filmgeschichte auf’s schändlichste vergreift und mit seinem eigenen Turn weder passable Unterhaltung, noch gedächtnishaftende Action oder spannende neue Richtungen bietet. Dazu leistet „Genisys“ sich den tonal größten Missgriff der ganzen Serie, das Äquivalent zur Bat Credit Card in „Batman & Robin“. Stichwort Mugshot. Stichwort „Bad Boys“ von der Reggea-Kapelle Inner Circle. Stichwort unpassendste Szene, die jemals in einem „Terminator“-Film zu sehen war, trotz der Eigenparodie-Eskapaden in „Rise of the Machines“. Man kann der Reihe eigentlich nur wünschen, dass jetzt endlich Schluss ist. Schluss mit dem Versuch, mit dem Namen Kasse zu machen und ihn dabei immer tiefer in die Scheiße, in die brodelnde Ursuppe filmischen Morasts zu treiben. Dort ist das „Terminator“-Franchise mit „Genisys“ angekommen und hoffentlich hat jetzt endlich irgendwer den gnadenvollen Gedanken, es gut sein zu lassen. Es ist in der Ära modernen Blockbuster-Kinos kein „Terminator“, kein „Terminator 2: Judgement Day“ und scheinbar nichtmal mehr ein „Terminator 3: Rise of the Machines“ möglich, also hört bitte auf mit dieser unwürdigen, blutleeren (im übertragenen wie wörtlichen Sinne), das eigene glorreiche Erbe bespuckenden Scheiße. Hasta la vista, Baby…

Wertung & Fazit

Action: 2.5/5

Die schwächste Wertung innerhalb der Reihe, da ist nicht ein herausragender Moment dabei. Nicht schlecht gemacht, auch der CGI-Einsatz ist verkraftbar, aber das Franchise hat da durchgehend andere Standards gesetzt.

Spannung: 1/5

Hat nicht einen Bruchteil des Drucks der ersten beiden Teile und ist trotz der ganzen Veränderungen völlig uninteressant.

Anspruch: 0/5

Das ganze Wirrwarr um Zeitlinien und Paralleluniversen ist bloß ein Plot Tool, das die Blödheit des Films und die Eindimensionalität zuvor vielschichtiger Figuren nicht ändert.

Humor: 0.5/5

Allein für die Mugshot-Szene und J.K. Simmons’ Vergeudung als überflüssiges Comic Relief müsste es hier schon Minuspunkte hageln. Den halben Gnadenpunkt gibt es für irgendeine Szene, bei der ich kurz schmunzeln musste, ansonsten ist der Humor überwiegend unpassend eingesetzt.

Darsteller: 2/5

Arnie gibt einen müden T-800, der im Film nur selten überhaupt Relevanz hat, Emilia Clarkes toughe Attitüde wirkt wie übergestreift, Jai Courtney ist ein Armutszeugnis als Michael Biehn-Nachfolger.

Regie: 0.5/5

Alan Taylor ist nicht McG ist nicht Jonathan Mostow ist nicht James Cameron. Hanebüchene Fehlleistung.

Film: 1/10

Da springt nichtmal mehr das Notstromaggregat an: „Terminator Genisys“ ist ein erbärmlich schlechter Film, tut regelrecht weh beim Zusehen. Der Film rupft seinen legendären Vorgängern die Eingeweide raus, matscht alles kräftig durch und donnert die angerichtete Schweinerei kräftig vor die Wand. Auch als stumpfes Robo Fight-Flick kaum genießbar, dafür ist die Action zu lasch und das Erbe zu groß, an dem der Film sich vergreift. Hätten sie’s bloß gelassen…

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9 Kommentare

  1. 100 prozentige Zustimmung zur Kritik. Mir fehl jede Erklärung dafür, wie man einem Jai Courtney immer wieder in Blockbuster-Versuche besetzen kann. Da hat selbst ein Pflasterstein mehr schauspielerisches Talent. Allein wegen ihm hege ich wenig Hoffnung auf ein einen gelungenen Auftritt der Suicide Squad. Zurück zu T5: 170 Mios so in die Tonne zu kloppen ist wirklich beschämend. Die Arnie vs Arnie-Kampfszene sieht aus wie auf einer PlayStation 2. Dagegen war ja selbst der Hai von Haialarm auf Mallorca ein Meisterwerk der CGI-Kunst. Sorry für meine flachen Sprüche, aber der Film macht mich fassungslos.

  2. Ich schreibe nie irgendwelche Rezensionen aber als Mitt-30er der mit den ersten beiden Teilen groß geworden ist fühle ich mich schon fast genötigt auch mal meine Sicht der Dinge zu präsentieren. Wie geschrieben – Terminator 1 musste ich noch mühsam über Freunde und Freundesfreunde heimlich in mein Kinderzimmer schmuggeln und war fasziniert und gleichzeitig geängstigt. Damals als man den ersten Terminator-Film sah hat man sich als kleiner Bub schon gefragt ob sowas mal Realität werden könnte. Den gleichen Effekt hatte ich ein paar Jahre später mit Terminator 2. Auch dieser war zu 98 % düster und bedrohlich und der T1000 war eine ständige Bedrohung und immer wenn er auftauchte hat man sich gefragt wie die den überhaupt besiegen wollen. Arnie als Beschützer von John Connor habe ich die Rolle zu 100 % abgekauft ebenso wie den Bösewicht in Terminator 1.  Was mich an T2 so faszinierte war dieser Kampf der kreuz und quer durch LA ging und dann in diesem geilen Finale gipfelte und man echt am Boden zerstört war weil Arnie sich in den flüssigen Stahl abseilte. An dem Punkt war für mich die Terminator-Reihe beendet. Der letzte Chip war zerstört, der übrig gebliebene Arm des ersten T800, die Story war zu Ende. An T3 hatte ich wirklich hohe Erwartungen aber schon der Darsteller des John Connor, irgend so eine weinerliche Hohlbirne, hatte mir den Spass versaut. Und als Arnie sich dann in der Bar diese tuntige Sonnenbrille aufsetzte und auch sonst mit zu vielen lustigen Sprüchen punkten wollte – da war der Film für mich auch schon ein reiner Actionfilm den man auch einfach mit anderen Schauspielern hätte besetzen können. Damals dachte ich auch schon, dass es irgendwie komisch wirkte, weil man Arnie sein höheres Alter definitiv ansah obwohl er damals in 2003 noch super trainiert war. Dann kam Salvation den ich mir doch im Kino ansah. Zu dem Film hatte und habe ich eine gespaltene Meinung. Auf der einen Seite hat der Film von vorne bis hinten eine düstere und bedrohliche Atmosphäre – so muss das sein. Keine Gags und Witze – sehr gradlinig. Aber irgendwie fehlt was – kann sein das Arnie einfach dazugehört. Aber eine CGI-Figur sorgt eben nicht dafür dass man sich mit dem Film direkt wieder “zu Hause” fühlt. Dennoch gefiel mir Salvation besser als T3. Ja und dann kam irgendwann die Ankündigung zu T:Genisys. Ich armer Wicht hatte dann irgendwann noch den “falschen” Trailer gesehen und wusste nun das aus John Connor ein Terminator wurde. Ich fand die Trailer stimmungsvoll und habe mich dann doch zum Kinobesuch entschlossen. Was soll ich sagen: Das Intro war richtig geil gemacht. Der Terminator-Soundtrack ganz sachte und nur mit Orchester-Streichern….ich gebe zu: Da hatte ich Gänsehaut. Als dann aber der Käse mit den Zeitlinien anfing hab ich irgendwann meinen Kumpel der mit im Film war gefragt ob er noch wüsste um was es jetzt eigentlich genau ginge. Wir waren so ab Minute 45 vollkommen ratlos. Arnie die Vaterrolle auf den Leib zu schneidern war eine völlige Schnaps-Idee. Er wirkt in dem Film so menschlich, dass man ihn trotz des Makeups und des durchscheinenden Metall-Schädels nicht wirklich als Terminator wahrnimmt. Er ist für den Film auch im Grunde völlig belanglos und da sieht man wie wenig Einfluss er darauf noch hat. Die Erklärung warum er jetzt alt ist erschliesst sich mir – keine Frage. Aber sehen muss und will ich sowas nicht. Man denke doch nur an das erste Aufeinandertreffen von T1000 und T800 in T2. Das war einfach geil. Die Kämpfe in Genesis sehen erstmal viel zu sehr nach CGI aus und haben keinerlei Dynamik. Und dann diese Gefühlsduselei von Arnie der Sarah ja quasi als seine Tochter aussieht – schrecklich. Auf fast jeden Satz – wenn sich z.b. Sarah und Kyle unterhalten folgt irgend ein pseudolustiger Kommentar. Da merkt man einfach wie sehr der Film für ein Massenpublikum weichgespült wurde. Und dann die Mugshots von den Arnie, Sarah und Kyle – gehts noch ?? Ja Ja Ja – da hätten alles 12-jährigen im Kino sich vor Lachen die Hose nass gemacht, aber gehört SOWAS in einen Terminator-Film. Ich kann Arnie nicht verstehen, wie er sich hinreißen lassen konnte in diesem Film mitzuspielen. Robert Patrick hatte ja mal in einem Interview gesagt, dass er nie mehr den Terminator spielen würde.Er fand, dass er mit seiner Rolle in T2 dem ganzen einen Stempel aufgedrückt hätte und er hätte keine Lust sich 20 Jahre später lächerlich zu machen. Hätte Arnie mal mit ihm vorher gequatscht. Dann den MEGA-SPOILER-Trailer nur ( wie ich unlängst gelesen habe ) raushauen, damit die Box-Office Zahlen am ersten Wochenende in die Höhe gehen. Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass Terminator ein Franchise geworden ist aus dem – wenn möglich jeder Dollar gequetscht wird. Nostalgiker mit ihren T1 und T2 Videokassetten können ruhig traurig sein – das kümmert die Produzenten nicht. Es ist eine Schande wenn man sowas erleben muss – eine der geilsten Filmserien überhaupt endet als halb Komödie, halb Parodie, halb Action – Klamotte. Und das ist das schlimmste daran. Hätte man einen komplett anderen Cast genommen ( nicht mal Arnie ) – der Film wäre nicht besser oder schlechter. Es wär einfach ein stumpfer Film bei dem die Charaktere vollkommen austauschbar sind. Vielleicht greift Cameron ab 2019 nochmal an – dann gehen ja die Rechte des Films an Ihn zurück. Obwohl – er war ja laut einem interview sehr begeistert von dem Film. Offenbar versorgt ihn seine gegenwärtige Kraftzelle nicht mehr mit genug Sauerstoff.

  3. Nur gut das ich deine Kritik nicht vor dem Film gelesen habe, war ihn gestern anschauen!
    Grundsätzlich habe ich den selben Geschmack wie du und bin eigentlich fast immer deiner vollen Meinung aber diese arge Kritik hätte ich nicht von dir erwartet. Meine persöhnliche Meinung dazu kannst du ja auf FB in meiner Gruppe lesen, habe dich verlinkt!
    Aber gemessen an dem ganzen Scheiss was sonst so in den letzten Jahren von Hollywood herüber gekommen ist hebt sich T5 in jeder Hinsicht sehr stark positiv davon ab und ist für mich der Actionfilm 2015! Kann vielleicht noch von Mochking Jay Part 2 abgelöst werden. Und was mich sowie so ständig von euch allen nervt ist der immer wiederkehrende Vergleich zum Original! Egal bei welchen Film! Kommt endlich zur Vernuft und lebt damit das heute so gut wie niemand mehr solche Filme drehen wird, weil es nicht nötig ist und das Geld auch so rein kommt, weil 90% der Kinogeher dumme Scheissidoten sind und weil es nun mal die Politik des Geldes nicht mehr erlaubt.! Schade ist aber so. Nur gut das wir die möglichkeit haben jeden tag zurück in die gelobte Zeit zu gehen und uns die wahren Größen des Film auf Dvd usw anzuschauen.

  4. Ich kann dieser Kritik nur in vollem Umfang zustimmen. Man hatte es durch den Franchisedruck schlimm erwartet, aber es ist sogar noch schlimmer zurückgekommen. Für 170 Mio. Dollar dieses “Kunstwerk” zu schaffen, ist wie mit Pfeil und Bogen einen T-800 auszuschalten. Unglaublich. Ein Kinderfilm ab 12 der vor allem die ersten beiden Teile besudelt, obwohl man Arni keinen Vorwurf machen kann. Er hätte in einem guten Rahmen, auch ein guter Terminator miemen können. In diesem Rahmen unmöglich. Die Story, die Nebendarsteller, die entschärfte Action, fehlende Botschaft, fehlende Atmosphäre und was mans sonst noch schnell in seinem Kopf terminieren will, runden dieses Schauermärchen würzig ab. Es ist also kein Wunder wenn eines Tages Maschinen die Herrschaft über die Erde übernehmen, und nach diesem Roboterschrott auch ein weiteres eindrucksvolles Argument dafür.

  5. Tja, jetzt hatte ich einen langen Kommentar geschrieben, aber weil dieses nervige Captcha-Tool scheinbar nicht richtig geschrieben war und ich es aktualisieren wolle für ein neues Captcha, was stattdessen zur Seitenaktualisierung führte (warum auch immer) ist der Kommentar nun futsch. Oder: terminated. Schade drum.

    1. Oh je, das tut mir Leid! Mich nervt das Ding selbst, aber es kommt ja eh bald weg, ist halt ‘ne lästige Zwischenlösung, da ich hier sonst im Spam ersaufen würde…

  6. Was für eine Scheisse du schreibst!!! Ganz ehrlich, du bist nie “Terminator” Fan gewesen und hast dich entschlossen der allgemeinen negativen Kritik sich dermaßen hinzugeben und völlig übertrieben noch eins dranzusetzen. Totaler Blödsinn was du hier schreibst. Der Film ist mit Sicherheit keine Oscar-Mega-Highlight. Aber mit Sicherheit ist er nicht so dermaßen grottig schlecht wie du ih hier darstellst. Ich könnt mich aufregen was du hier für einen Schwachsinn über den Film loslässt. Dich muss man doch bezahlt haben. Ich hab ihn grade gesehen und er war mit ein paar Logik-Lücken ganz ok. Ich hab nicht besonders viel erwartet. Aber ich hab auch schon VIEL schlechtere Filme gesehen! Ich habe Filme gesehen da bin ich nach 30 Minuten aus dem Kino raus. Terminator Genesis kommt nicht an T1 oder T2 ran, aber er ist ein Action-Popcorn Geballer mit hier und da ganz lustigen Stellen und auch coolen Stellen. Du musst den nicht zerreißen weil dir das grad andere so vorlegen oder die Meinungen sich überschlagen. Lachhaft so einen beschissen Text über einen doch ganz moderaten Film zu lesen. Lern mal paar richtige B-Movie / C-Movie Filme kennen oder so richtig beschissenes aus Free/Open-Movie-Festivals kennen du Dummkopf!

    1. Wow! Nur weil jemand eine andere Meinung hat als du, musst du doch nicht so ausrasten. Er mag den Film nicht, aber du fandest ihn gut. Schön für dich! Das kann dir niemand nehmen und niemand hat das Recht, dich deswegen blöd anzumachen. Wird auch sicher niemand. Aber du solltest schon die Meinungen anderer akzeptieren. Ich kenne die negativen Kritiken zum Film, aber ich werde trotzdem reingehen und für mich selbst beschließen, ob der Film gut oder schlecht ist. Ist doch toll, dass überhaupt jemand den Film mag, ich mochte zum Beispiel auch “Salvation”. Aber jemanden wegen seiner Meinung hier so zu beleidigen, das ist nicht okay.

  7. Au Backe! Du warst im falschen Film, richtig? Sag mir bitte, dass du dich im Kinosaal geirrt hast! Kann doch nicht angehen, dass sie Terminator so verhunzt haben. Ich hab mich schon seit Monaten auf den Film gefreut und auf eine richtig gute Trilogie gehofft. Das war’s dann wohl, was?

    Übrigens fand ich die Serie (bis auf einige Entgleisungen) gut, wobei sie allerdings sehr viel mehr Potenzial geboten hat. Die Sarah-Connor-Darstellerin finde ich passend, da sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Linda Hamilton besitzt. Dass man Arnie so verheizt hat, ist sehr bedauerlich. Er wird nun mal nicht jünger und man sollte seine Person sinnvoll nutzen, solange das noch geht.

    T1 und T2 waren für mich die spannendsten Filme überhaupt. Es gibt so einige Szenen, die sich richtig ins Hirn gebrannt haben. Der Moment, als Sarah in der Anstalt den Termintor sieht und um jeden Preis fliehen möchte, ist Gänsehaut pur und so was von authentisch rübergebracht. Man sieht der Figur ihre Angst in jeder Faser an. Denkwürdig!

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